Wo ist Didi Althaus?

Angelas polpulistisches Bauernopfer verabschiedete sich gentlemanlike: „Mit sofortiger Wirkung trete ich als Ministerpräsident des Freistaates und als Landesvorsitzender der CDU Thüringen zurück.” und ist abgetaucht.
Da ist doch alles gesagt, dem ist auch nichts zuzufügen.
Welcher Politiker trat in den letzten Jahren, nach einem ähnlichen Desaster, so von der morschen Politikerbühne ab?
Siehe Hütchen-Heide oder Tante Ypsilanti, auf Meister Schröder möchte ich nicht weiter eingehen…
Nun jaulen die Medien auf.
Warum eigentlich?
– Um seiner Überzeugung treu zu bleiben, muss man doch nicht jedem hergelaufenen Esel seine Meinung offenbaren –
Was ist das überhaupt für eine Partei, die ihn, nach seinen Eskapaden, bis zum Absturz instrumentalisierte? Weiterlesen

“Bild a. S.” will es wissen: Haben Sie kein schlechtes Gewissen, Herr Eick?

Wer mit diesem Namen nichts anfangen kann, sollte den folgenden Artikel überfliegen

Man schaue sich diesen Gesichtsausdruck an
Der arme Mann, mit einem Dackelblick (Spiegel.de) schaut er traurig in die Runde
Verarmungsängste scheinen ihn zu plagen
Deshalb auch die zusammengebissenen Zähne
Seine Lippen erinnern an einen Djambia
Aber da muss er nun durch, dieses bedauernswerte, fast mittellose Finanzwaisenkind
Furchtsam blinzelt er aus seiner Wäsche
Ein entsetzlich leidender Mann schaut uns da an
Ihm muss geholfen werden!
Spendet für ihn!
Selbstlos, wie weiland St. Martin, würde ich sogar mein letztes Hemd mit ihm teilen
Nicht auszudenken, Kalle würde in der heutigen Zeit Nordic Walking am Bettelstab betreiben.
Oder Charly würde für ein Wellnesswochenende, Zimmer 317, im Genfer “Beau Rivage” buchen…
Oder einen Fallschirmsprungkurs belegen…
Ich appelliere nochmals an alle Leute, die einige EU´s übrig haben
Denn, bei noch nicht mal 4 000 000 Arbeitslosen, braucht das Land weiterhin solche Komiker! Weiterlesen

Pest oder Cholera?

Gestern hatte ich etwas Wichtigeres zu tun, als mich über das eindeutige Abstimmungsverhalten der mündigen Wählerinnen und Wähler auszulassen. Die Völker in den Niederungen von Saar und Elbe, auf den Hügeln, in den Auen zwischen Saale und Werra, haben es doch recht deutlich ausgedrückt. Hier kann man sogar den Worte des GröDaZ (Größter Demokrat aller Zeiten – Fräulein Schwesterwelle) Geltung verschaffen: „Das Volk will eine Wende in der Politik”. Richtig erkannt! Allerdings ohne die gelben oder grünen Mehrheitsbeschaffer.
Wenn Guido dies nicht versteht, warum steckt ihm das keiner, in diesem Zusammenhang sollte Tante Roth auch nicht vergessen werden.
Ein Großteil unter den demokratischen Verbraucherinnen und Verbrauchen haben es doch so ausgedrückt. Sie möchten ein Bündnis zwischen der CDU und den Linken. Da wird die SPD auch unter Mithilfe einer „Expertin”, vom Schlage Ypsilanti, nichts ändern können.
Angela, hat praktisch schon den ersten, heimlichen Schritt in diese Richtung getan. (Im Tagesspiegel benutzte man die Weibermischfarbe als Kennzeichnung für das Balkendiagramms der „Linken”) Alle konnten es registrieren, die Kanzlerin hing in einem Jankerl gleicher Farbe, als sie vor vielen Kameras den verwonnenen Sieg ihrer Partei schönfärbte. Nur Mut Kanzlerin! Erinnere Dich! Du hast doch erste Erfahrungen mit den Kommunisten schon zu Zonenzeiten sammeln können…
Nach dem 27. September, kann ich mir sogar den kleinen Gysi als Verteidigungsminister vorstellend. Möchte er vielleicht auch mal probieren…
Im Sachsenland könnte man der Demokratie noch ein Sahnehäubchen aufsetzen. Wenn man die Demokraten der NPD mit ins Boot nehmen würde und ihnen vielleicht das Justizministerium offerierte.

ALDI

Gott nochmal, was habe ich damals mit Decker alles photographiert. Nebenbei haben wir uns immer wieder köstlich über die grenzenlose Dummheit unserer ehemaligen Landsleute amüsiert und was für ein Scheiß wurde nebenbei alles eingesackt. Fundstücke aus Häusern, Fabriken, Müllhalden, Containern und Anschlagtafeln…
Unser beider LAG´s fanden so manche Mitbringsel nicht lustig. Mein Weib verstand die Welt nicht mehr, als ihr 10jähriger Ableger auch zu einen Jäger und Sammler mutierte. Der drangsalierte seinen Vater auf einer Motorradtour, weil er auf Deubel komm raus, den mehrere Kilo schweren Abschlepphaken eines sowjetischen Panzers, aus dem Schrotthaufen einer Russenkaserne klaubte und ohne dieses Teil nicht mehr zurückfahren wollte. Kurz darauf verarbeitete ich das Teil, im Zusammenhang mit einem Beleuchtungskörpers, der Anfang der 90er, von der Grenzanlage an der „Glienicker Brücke” stammte. Die beiden Grenzer verkrümelten sich, als ich kundtat, dass ich diese nagelneue Lampe abmontieren wollte.

handmade by ZK

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Detail mit Abschlepphaken („T77“?)

Detail mit Abschlepphaken („T77“?)

Die Schwester vom Filius verlor ihren Trieb nach innerdeutschen Beutestücken auf einer gemeinsamen Demontagetour, an der niedersächsischen Grenze. Als es mehrere Kilometer durch sehr hohes Brennnesselgestrüpp ging, wo ich auf der ganzen Länge die westlichen Warnschilder entfernte.

Dieses DIN A4-Teil stammte von einem Strommast, aus besagtem Marktflecken, als die Schneisen zu ALDI mittlerweile so breit waren, dass man getrost mit Bussen dorthin fahren konnte. Noch im Frühling gleichen Jahres, hing ich Samstags mal in einer Autoschlange, von Sangerhausen bis zur Autobahn – mehr als 70 Kilometer Landstraße. Jeder Wagen bis unter die Decke gefüllt mit Beutestücken, aus der neu erschlossenen Konsumwelt.

Aus jenen Tagen stammt folgender Witz:
Vier Südharzer Halbstarke irrten mit ihrem Trabbi durch Duderstadt und hielten krampfhaft Ausschau nach einer „ ALDI-Gaufhalle”. Schreit der Beifahrer plötzlich los: „Hee Alder, dord vorn läuft een Ganagger, hald da mal an!” Der Fahrer stoppt auf gleicher Höhe. Sein Spezi kurbelt das Fenster runter und brüllt den Türken an: „Eeh, Golleje, wie gommen wir bei „ALDI?”
Der Angesprochene beugt sich höflich zum Fragenden: „Zu ALDI! Zu!…”
Daraufhin kräht der vermeintlich Informierte zu seinen Mitfahrern: „Gumbels, wir gönnen Heeme fahrn, ALDI had schon jeschlossen!”

Zur Erinnerung
Das waren die Zeiten, wo der gemeine Ossi seine gewachsene Identität weg warf, wie zerlumpte Socken.
Mir ist aus dieser Zeit ein wunderschönes Bildchen haften geblieben, aus der „Heldenstadt” Leipzig. Als zu den letzten Montagsdemos, gröhlende Massen durch die Straßenschluchten irrten, vornweg mit einem riesigen Transparent (wie zu alten Zeiten): „Lieber Helmut, nimm uns an die Hand und führ uns in Dein Wirtschaftswunderland!”

Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 28.08.2009

Es gibt Gegenden im hundeverschissenen Bundeshauptdorf, da möchte ich keine 5 Minuten tot an einer Laterne baumeln – ab heute gehört Lichtenberg auch dazu. Gestern Nacht ging es in besagtem Stadtteil von der U5 in die S-Bahn, ab 22 Uhr ist dort Totentanz angesagt…
Anders sind mir dort die Jahre 1965/66 in Erinnerung geblieben, zu jener Zeit begann meine Lehre auf der Warnow-Werf in Warnemünde.
Wenn es bei Heimfahrten über Berlin ging, musste bei stinkigen Kontrollen immer eine Umwegkarte nachgelöst werden, die fast so teuer kam, wie die gesamte Fahrstrecke über Schwerin/Magdeburg nach Sangerhausen. Aber dieser Fuchsbau von Bahnhof gab damals was her. Wer in der Zone mit einem ungepflegten Kanten umher rannte, landete irgendwann mal dort. In dieser Anfangsphase der langen Haare, war auf ähnliche Kunden immer verlass. (Wie anno dazumal im Westen auch.) Es fand sich nachts dauernd jemand mit einer Sturm freien Bude, guter Mucke, Volksdrogen (später kam Zonen-LSD dazu) und massenhaft Knuddelhexen zum Stechen. Der „Eulenspiegel” (Siehe: Jugendkultur) ließ sich seinerzeit über jene Enklave aus.
Schon merkwürdig, wir stiegen nie dahinter, warum es geschah, scheinbar von der Stasi lanciert. Jedenfalls trudelten anschließend noch mehr Gammler dort ein. (Im Hallenser „Beatlesmuseum” existiert ein Räumchen, der diese zonenspezifische  Subkultur auch etwas ausleuchtet – muss noch klar stellen: ich war, bin und bleibe „Stones-Fan”!) Weiterlesen