Knoblauchhühnchen

Überliefert von Corinna + Helmut Ruholl

8 Hähnchenunterkeulen oder ein zerteiltes Hähnchen* mit 2 Esslöffeln Olivenöl bestreichen und in einen Bräter geben. 2 bis 3 Stangensellerie in 2 cm langen Stücken + einige Mohrüben dazugeben, außerdem die ungeschälten Knoblauchzehen von 3 Knollen (macht ca. 40 Zehen). Eine halbe Tasse Weißwein mit dem Saft einer Zitrone, Cayennepfeffer oder Tabascosauce gehackten Kräutern (Petersilie und Oregano) mischen. Die Soße über die Keulen verteilen 3 Esslöffel Öl darüber träufeln. Zugedeckt im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Gasherd – Stufe 3) 25 bis 30 Minuten schmoren lassen. Danach ohne Deckel bei rund 200 Grad (Gasherd – Stufe 4) 15 Minuten bräunen.

*Es empfiehlt sich die Hähnchenteile zuvor knusprig anzubraten.

Holunderbeerensaft

Nur völlig ausgereifte Früchte verwenden, für gute Entfernung der Stiele Sorge tragen, zerquetschen, einmaischen und nach 24 Stunden auspressen, nach belieben zuckern und vor dem Einfüllen in Flaschen auf cirka 90 Grad erhitzen!
Da man das Zeug sonst als Rizinusersatz benutzen kann!

Holunderblütensekt

Nach einer Rezeptur von Evi´s Mutti

Zutaten:
– Mind. 30 blühende Holunderdolden – mehr immer besser!
Ein feinerer Geschmack entsteht bei der doppelten Menge Blüten, wenn man außerdem die Stiele mit einer Schere fast gänzlich entfernt. So kommt weniger Gerbsäure in den Sud! Weiterlesen

Holunderblütensirup

Nach einem Rezept von Lotte Ulbricht und dem Reinheitsgebot einer Verordnung des sowjetischen Stadtkommandanten vom 6. Dezember 1945.
(Никола́й Эра́стович Берза́рин erlebte die Einführung seines Gesetzes nicht mehr. Da er bereits im Juni, nach einem Motorradunfall, seine Feldflasche mit Wodka für immer abgab!)
Es sollte vor der Ernte mehrere Tage nicht geregnet haben – da Niederschlag die Pollen ausspült. Weiterlesen

Hut up Frau Merkel!

Eigentlich sollte man ja nie mit einer Fußnote beginnen. Da ich aber auf viele Konventionen scheiße, tu’ ich es trotzdem.
Also, ich bin mit der Person im Folgenden, weder verwandt noch verschwägert. Mag sie als Mensch nicht sonderlich, auch turnt sie mich als Frau mehr ab, und als Politikerin…, ich hülle mich hier und sofort in Schweigen.
Es handelt sich im Besonderen um die Frau, die wo Kanzlerin dieser deutschen Republik ist, im speziellen allerdings um jene, seit Tagen anhaltende Bilderflut der Medien. Weiterlesen

Altmärkische Hochzeitssuppe

Dieses Rezept entstand in Anlehnung eines Gedächtnisprotokolls, nach dem Verhör der Altmärkischen Köchin: Carla Halfpaap

Traditionell – saisonbedingt* aus Spargellanden – sehr wohl schmeckend, aber aufwendig, was die Kochvorbereitung angeht

*(Mit Dosenspargel hergestellt, kommt diese Suppe bei aller Mühe nur an einen etwas besseren Kasernenfraß heran, ich weiß wovon ich rede. Keine Probleme bekommt man in diesem Fall mit Fastfood-Junkies und jenen Gästen, die ewig ihre Schnäppchen-Fertiggerichte bei Feinkost-LIDL erstehen und im Klingelofen zubereiten.)

– Warum diese Suppe immer mit Hochzeiten in Verbindung gebracht wird, weiß der Teufel. Was ebenso die Tatsache betrifft, dass sie lokalpatriotisch immer nach der entsprechenden Region benannt wird, obwohl Bestandteile und Zubereitung ausnahmslos identisch sind.

Vier von einander unabhängige Arbeitsgänge sind für die Zubereitung notwendig, dessen ungeachtet leicht parallel zu bewältigen.
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Brotrezept

frei nach Anna Hecht

500g Mehl (Dinkelmehl)
1 Beutel Trockenhefe
150 ml lauwarmes Wasser
1TL Zucker
1TL Salz (1TL finde ich zu wenig, besser zwei!)
500g Magerquark
(Sonnenblumenkerne oder sonstiges, z. b. gebratene Speckwürfel)

Alles vermischen und 40 Min. gehen lassen (mit dem kalten Quark ist es bei mir nicht großartig gegangen, war aber bisher trotzdem immer lecker und super von der Konsistenz nach dem backen.); dann in eine Brotform geben, oder einfach rund formen, es nochmals 30 Min. gehen lassen, anschließend bei 200°C (Gasherd – Stufe 4) ca. 60 Minuten backen.

“Stienenbich” – frei nach Herrn Dr. Lars Vollborn

Die Mengenangaben sind ausreichend für ein Kuchenblech der Euronorm mit den Abmaßen von: 16,92 x 14,68 Zoll. Wem diese Maßeinheit nichts sagen sollte, folgender Tipp: ein Zoll entspricht einem amerikanischen Inch!

8ung! Das Sahneteil dient als Meßbecher!
1 Becher Sahne (200 ml)
1 Becher Zucker
2 Becher Mehl
1 Tüte Backpulver
4 vollständige Eier, gängiger mitteleuropäischer Legebatteriegröße!?

Alles zusammenmanschen*, dann jenes recht flüssige Zeug  auf Backpapier verstreichen und 15 Min. auf der mittleren Schiene backen. Die Temperatur der Umluft sollte 1800 Celsius betragen – bei einem Gasherd entspricht dies der Stufe 3.

*Manchmal gebe ich noch eine Prise Habanero-Pfeffer und etwas Curry hinzu, dies führt zu einer witzigen, aber recht pikanten Komponente.

Während der Backzeit nachfolgende Ingredienzien vermengen:
200 gr. Butter – lasse ich im Klingelofen sehr weich werden, aber nicht flüssig!
3 El. flüssiger Honig
6 El. Vollmilch
1 Becher Zucker
Rund 250 gr. gehobelte Mandeln – können auch wesentlich mehr sein! Die gleiche Menge an zerbröckelten Walnüsse kommen ebenso gut.
Habe schon öfters diverse Crunchyarten ausprobiert, mir gefielen die Kokos-Hafer-Crunchy besonders gut! Verarbeitete dafür aber auch die gesamte Ladung, von 375 gr.!
(Im Herbst bieten sich zerkleinerte Bucheckern an! Sehr lecker – kenne ich aus Kindheitstagen.)

Nach der vorgegebenen ersten Backzeit, die neuerliche Pampe gleichmäßig auf dem fertigen Boden verteilen und alles weitere, ca. 10 Min. bei identischer Hitze, auf oberer Schiene fertig backen. Manchmal streiche ich vorher noch eine Ladung beliebiger Marmelade drauf – dann verlängert sich allerdings die Backzeit um weitere 5 Minuten!

8ung, Achtung!!!
Die angegebenen Zeiten bei einem Gasherd sind nicht immer korrekt!
Sie richten sich nach den jeweiligen Tageszeiten, denn mittags lässt der Gasdruck oft nach! Hinzu kommt, falls Putins Lieblingsknecht, der Genosse G. Schröder, die Anweisung erhält den Gashahn zuzudrehen – dann ist totaler Scheibenhonig angesagt…

Fußnote:
Aber immer daran denken, beim Verzehren jenes Stienenbich´s dreht sich der Kalorienkreisel, wie der Propeller einer JU 52! Dem kann man sogar noch abhelfen und ein weiteres Brikett zulegen. Dafür muss allerdings noch eine guter Hieb Klötenköm über jedes Kuchenstückchen geträufelt werden!