Ein verlängertes Wochenende verschlug uns zu Freunden in die Sächsische Landeshauptstadt, bis auf das Wetter am Sonntagnachmittag war alles rund. Musste anschließend aber feststellen, unsere Latscherei an den beiden S-Tagen, für mich dem Soll von zwei Wochen im hundeverschissenen Bundeshauptdorf entsprachen, da ich hier fast alles auf dem Drahtesel bewältige.
War aber geil, was uns geboten wurde. Besonders turnten mich die individuellen Lebensformen in den Hinterhöfen der Neustadt an und deren Umsetzung. Ganz zu schweigen von den Graffiti und den Tags, vielfach blickt unsereins natürlich nicht durch, allerdings wäre es ein breites Betätigungsfeld für Semiotiker…
Ganz nebenbei fiel mir auf, in Dresden muss man nicht ewig die Gehsteigen nach den Verewigungen von Teppichratten Ausschau ableuchten…
Lustig war der junge bulgarische Hitchhiker, den wir in Freienhufen aufgabelten, „where are you going?” – “To Sweden!”, ihm genügte fürs Erste aber der Berliner Ring…
Wege zur Vorsorge – recht merkwürdiger Titel
Nach einem entsprechenden Stichwort erhielt ich gestern vom vom grauhaarigen Kiezwolf eine sehr wichtige Empfehlung. Daraufhin wurde gestern noch jenes Schriftstück beim Pförtner des Justizsenators besorgt, selbiger hockt mit seinem Stab im ehemaligen Nordsternhaus.
Muss zu dem Heft (Darin wird man, zwar auf dem absterbenden Ast, wieder als Zielgruppe wahrgenommen, denn alles ist in großen Lettern gedruckt!) etwas ergänzen.




Eine recht brauchbare Lektüre, zumal seit Jahren bereits die Einschläge immer näher kommen, wenn der sympathische Herr mit der Sense gnadenlos seines Amtes waltet. Damit meine ich nicht unbedingt die biologische Endlösung – den Sprung in die Urne!
Es beginnt ja oft mit der „Roten Karte“! Und was dann – wenn man sich anschließend im Rollstuhl wiederfindet oder dauerhaft in einer Klinik eingebuchtet wird, geistig zwar noch einigermaßen seine Umgebung wahrnimmt, aber physisch die Uhr bereits abgelaufen ist?
Der Inhalt des Heftchens wird bei Weitem nicht jeglichem Anspruch gerecht, der die beginnende Finsternis des Lebensabends angeht, gibt aber im Vorfeld einige gute Tips. Allerdings sollten Mann oder Frau noch im Besitz ihrer geistigen Kräfte sein, wenn sie sich an die Erledigung gewisser Modalitäten machen. Später werden ihnen Lebenspartner (Betrifft besonders LAGs* die nicht in einer staatlich sanktionierten Lebensgemeinschaft umhergeistern, sich deshalb oft in einem rechtsfreien Raum befinden!), Kids (Wenn vorhanden.), bucklige Verwandtschaftsteile und sogar Freunde dafür sehr dankbar sein!
Vor Jahren führte ich ein sehr interessantes Gespräch, besser gesagt, lauschte den mehrstündigen Ausführungen einer §§-Koryphäe, der Mann beschäftigt sich speziell mit solchen Malaisen, die auf den wenigen Seiten angerissen werden.
Was z.B. die Beantragung von Pflegestufen betrifft, sollte man sich unbedingt an Vertrauenspersonen wenden, denen das ganze Prozedere bekannt ist! Auf keinen Fall die Hilfe von gutmenschelnden, politisch korrekten Dummschwätzer annehmen, denn die wissen nicht nur alles, sondern alles auch noch besser!
Es geht nämlich ratzfatz, da ist man entmündigt (Das heißt heute nicht mehr so!) und bekommt von Amtswegen einen Pfleger gestellt. Hängt man erstmal in den Fängen solcher Experten, dann ist anschließend ein Entrinnen fast nicht mehr möglich – da könnte ich sogar mit einigen Beispielen der letzten Wochen aufwarten.
Hier enden meine Betrachtungen, schließlich kennt jeder jemanden, der jemanden kennt, der wiederum auch jemand kennt, der sich wesentlich besser auskennt als meine Wenigkeit…
*Der Begriff „LAG“ ist eine saudämliche Wortkreation, da alles vergänglich ist und es sich deshalb immer nur auf einen bestimmten Abschnitt im Leben bezieht!
In der Regel wird unter “LAG” oft nur das entsprechende Gegenstück in einer irgendwie gearteten sexuelle Notgemeinschaft verstanden…
Nur einige kurze Bemerkungen zu Artikeln aus dem TAGESSPITZEL
Auf festem Grund: Das künftige Entrée der Museumsinsel
Endlich eine gute Nachricht!
Da ist noch nicht mal der Grundstein verbuddelt und schon hat sich dieses potthässlich Stahl-Beton-Monster lediglich um 27,8 Millionen Euronen verteuert!
Lag das vielleicht an jene Computersimulation?
Schätze, wenn dieser dürre Stelzenbau* irgendwann fertig ist, wird er eine viertel Milliarde verschlungen haben. Angedenken neuzeitlicher Bautraditionen in Berlin, wird noch im Eröffnungsjahr alles wieder für folgende zwei Jahre geschlossen, da man Baufolgeschäden beseitigen muss, die sich dann abermals auf weitere 100 Millionen addieren…
*Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, außerdem habe ich ja auch nicht Arschitektur stupidiert…
Bin mir aber sicher, jedes ähnlich gelagerter Bauwerk aus Bambus, irgendwo im Mekongdelta hingestellt, würde mehr hergeben, was Ästhetik angeht. Selbige Hütte stände auch in wenigen Monaten und ließe sich nach einem kurzen Griff in Chipperfields Portokasse – ohne weitere Folgekosten realisieren… Weiterlesen
Grüne “entscheiden” sich für die Opposition
Hat er doch wieder schön gebrüllt der kleine Löwe.
Bonusmeilen-Cem kündigte vom verwonnenen Sieg und gab gleichzeitig den Sozis eine Steilvorlage.
Sollte sie aber darauf eingehen, wäre es der Abstieg in ihre vollkommene Bedeutungslosigkeit. Da nützt auch der angedachte linke (jemanden linken!) Schachzug nichts.
War schon recht komisch, mit welcher Dreistigkeit sich die roten Stare plötzlich basisdemokratisch gebärdeten. Da hatten sie auf eine recht befremdlich Art, nämlich in fast brüderlicher Gemeinsamkeit (in der Tat sehr ungewöhnlich für Sozis), den Karren in den Dreck bugsiert und plötzlich kann man ihre verbliebene Hilflosigkeit vielleicht so interpretieren: Geteiltes Leid ist halbe Leid – oder: Genossen aller Bundesländer, vereinigt euch!
Dem ist aber nicht so!
Andersherum wird ein Schlappen draus.
Was hat diese Truppe von Probierpolitikern herum gewerkelt und dann kam hinten nicht viel raus – etwas doch – diese armselige Idee einer Mitgliederbefragung, demokratisch verbrämt unters Volk geschmissen und keiner will es glauben, tatsächlich vollkommen kompromisslos!
Jene Tatsache sollte den Mitläufern eigentlich zudenken geben!
Da wird ja die Kacke heftig am Dampfen sein, wenn dem dicken Vortänzer und seinen Adjutanten nichts anderes einfällt, zur Freude von Mutti.
Letztlich scheint es sich um den letzten Versuch zu handeln, in irgendeiner Form noch die Reste des Gesichts zu wahren.
Egal, wie das Ergebnis zum Schluss aussehen wird, Freund und Feind können anschließend hinter einem Feigenblatt versteckt, immer der anderen Seite wahllos die Schuld zuweisen!
Ganz koscher war ja der chlorophyllmarxistische Rückzug auch nicht, da er richtig FDP-mäßig mit sehr viel sowohl als auch vollzogen wurde.
Kann es sein, dass davon auszugehen ist, bei dem offengelassenen Hintertürchen handelt es sich in Wirklichkeit um ein sperrangelweites Scheunentor?
Schließlich laufen ein Haufen Grüne mit solch großer Klappe herum, dass man denen sogar zutraut ein Brot quer zu fressen….
Eventuell bekam aber die Führungsriege von Mutti solch eine gewaltige Kröte aufgehalst und dementsprechend wird noch etwas mehr Zeit benötigt, damit jene machthungrigen Apparatschiks diesen ansehnlichen Lurch ihren Mitläufern auf die Schnelle noch schmackhaft machen können, damit ihr Fußvolk ihn relativ klanglos herunterwürgt… Weiterlesen
KÖHLER STATT GAUCK
In der geprinteten Ausgabe lautet die Headline allerdings: STAATSOBERHAUPT
Weshalb reiste er eigentlich im Namen seines Nachfolgers nach Afrika? So lautet jene Bemerkung unter dem Bildchen, wie kann das eigentlich sein? Denn der Herr sollte doch nun gar nichts mehr zusagen haben, bekannterweise zog nach Meister Köhler Christian Wilhelm Walter Wulff in die bescheidene Hütte im Tiergarten…
Anschließend prangt fettgedruckt: Ein Stellvertreter für Afrika
Was nun von MD folgt, erinnert mich an Lobgesänge von Troubadix, dem großen gallischen Barden.
Wie kann jemand in seiner damaligen Funktion als Direktor des Internationalen Währungsfonds diesen Kontinent überhaupt kennen und lieben gelernt haben? Solche wichtigen Leute tauchten doch lediglich bei Diktatoren auf, düsten in schwerbewaffneten Helikoptern und gepanzerten Limousinen durch die Pampa, drückten sich ansonsten nur in optimal gesicherten Stahl-Beton-Burgen herum. Natürlich bekamen sie auch mal ein Zebra oder einen Elefanten zu Gesicht und wer wollte, konnte diese Exoten sogar abknallen…
Ist der Ex-Präsi etwa in der Funktion eines halbamtlichen Stellvertreters vom Joachim dorthin gedüst? Hat er dann zumindest die Hälfte seines Flugtickets selber blechen müssen, flog er in der Economy- oder Business Class?
Wenn es sich nach Beteuerung (!?) des Bundespräsidialamtes um einen normalen Vorgang handelte, dann hätte doch eigentlich die russische Toilettenfee vom Wolfsburger Hauptbahnhof selbigen Job übernehmen können.
Mutti hatte keine Lust auf einen kurzen Abstecher in das kriegszerstörte Land, Nummer 1 schien von Ermüdungserscheinungen geplagt, auf der anderen Seite, was sollten sie auch dort? Mali ist doch bereits wieder neu aufgeteilt worden, DIE Deutschen hatten mal wieder das Nachsehen, wie immer…
…Köhler jedenfalls ist keineswegs vom Erdboden verschwunden – und hat seinen eigenen Kopf. So engagiert er sich unverändert auf dem Feld der Entwicklungspolitik.
Den letzten Absatz finde ich zum Piepen.
Wenn BERLIN meint, mit Hotte hätten sie den besten Mann geschickt, den sie für Afrika finden konnten. Und ihn auch noch für Einen würdigen Vertreter halten, dann ist mir auch vollkommen klar, weshalb WIR in Europa permanent vor Lampedusa (nicht nur dort) die Rechnungen in Form von lebenden und toten Menschenmaterial präsentiert bekommen… Weiterlesen
Deutschlandradio Kultur – Politisches Feuilleton
Aufschrei: Mord am Intellekt!
Wichtige Debatten finden im öffentlichen Raum nicht mehr statt
Im Furor des Verschwindens ist in der gegenwärtigen Epoche des totalen Entertainments auch etwas sehr Deutsches verloren gegangen: intellektuelle Tiefgründigkeit. Geblieben ist nur die flächendeckende Flachheit, meint Christian Schüle.
Aus welchem Grund kommt ihm diese Erleuchtung eigentlich erst so spät und weshalb wird seine Erkenntnis zu solch unchristlicher Zeit gesendet? Wer lässt sich denn morgens bereits von „dradio“ berieseln und hört auch noch zu?
Letztlich doch nur jene Leute, die sowieso schon lange wissen, wie der Hase durch bundesgermanische Gefilde humpelt, wobei viele davon bereits lange resigniert haben.
…Selbst Günter Grass ist verstummt.
Gott sei Dank! Was soll man denn von der ehemaligen Reinkarnation des erigierten Zeigefingers eines deutschen Nachkriegsmoralisten noch halten, wo sich sehr spät und zufällig herausstellte, dass es mit seiner Moral doch nicht soweit her war, wegen seiner latenten Feigheit…
Wenn er sich gleich nach dem Zusammenbruch der Realität gestellt hätte, niemals wäre später jemand auf die Idee gekommen, ob seiner Jugend, ihm daraus einen Strick zudrehen…
Zumal rund 20 Millionen Wehrmachtangehörigen im tausendjährigem Reich, als Wegbereiter für anschließende Machenschaften der SS (auch nochmal so gut wie eine Millionen Leute) anzusehen waren.
Nee, nee! Günni sollte man außen vor lassen!
Da lassen sich ganz andere integere Menschen als Vorbilder einspannen, z.B. Eugen Kogon, Arthur Koestler, Sebastian Haffner, Heinrich Böll, Fritz Bauer oder Willi Brandt, leider schauen sich alle von mir genannten, schon lange die Radieschen von unten an…
Leider erwähnte Meister Schüle mit keinem Wort jene mit dem Berlusconi-Syndrom behaftete (weltweit agierende) gefährliche Spezies, ebendiese Emporkömmlinge, denen durch immense dauerhafte Finanzspritzen jeglicher Bezug zur Realität abhanden kam. Die schon lange den demokraturischen Informationsauftrag der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten unterlaufen und mit Unterhaltungsprodukten aus ihren Firmen die dröge Masse schleichend indoktrinieren, ZDF und ARD haben dafür eine stabile Basis geschaffen… Weiterlesen
DAS VERBORGENE MUSEUM – KÄTHE AUGSTEIN, 1899-1981
Der Schweizer Thiel Eulenspiegel
Bin gestern extra nach Hause gegangen und wollte mir 21:05 auf „DLF“ QUERKÖPFE reinziehen – Roter Iro, schwarze Seele – Der Schweizer Kabarettist Andreas Thiel, von Luigi Lauer und hatte es doch glatt verpennt.
Sicher kein Problem, dann hörst du es dir einfach im Netz an.
Scheibenhonig!
Ob 2d.radio“ oder „DLF“, beide versenken soviel Pille-Palle auf ihren Heimatseiten, allerdings keine wirklich interessanten Beiträge, dies fiel mir bereits öfters auf.
Beim Stöbern fand ich etwas anderes vom Vortag: Mein Klassiker: Andreas Thiel über Jonas Jonasson: “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“
Was haben wir in alten Tagen für verbale Luftkämpfe über Politik und Literatur miteinander ausgefochten, an unserem riesigen Küchentisch bei einem guten Tropfen oder wenn das Kalumet kreiste, oft bis zum Morgengrauen…
Auch wechselte so manches gedruckte Werk aus meinen Beständen den Besitzer, außerdem gab es häufig noch schriftliche Gedächtnisstützen.
Hilsenrath´s – „Der Nazi & der Frisör“ – scheint er aber immer noch nicht gelesen zuhaben
Fußnote:
Muss in dem Zusammenhang über eine ähnliche Situation, allerdings bei „d-radio“ krittel.
Ende September lief im Rahmen: AUS DEN ARCHIVEN
Die Story der Beatniks – Ein Generationenporträt von Barry Graves – Vorgestellt von Martin Hartwig
Schon klar, auf Allen Ginsburg, Jack Kerouac und William S. Burroughs fliegen bestimmt nicht allzu viel Leute, aber diese Sendung war einfach nur geil, ein Haufen Erinnerungen kamen hoch und deshalb wollte ich sie nochmals hören – mein frommer Wunsch konnte nicht in Erfüllung gehen…
Nobelpreis für Schreiberei
Da in heutigen Zeiten Leseratten zu einer aussterbenden Spezies gehören, sollte man doch endlich mal denjenigen nobel bepreisen, der seine Texte auch noch musikalisch untermalt.
Fragte mich schon manchmal, welche Drogen jene akademischen Schweden einpicken, die für besagten Literaturpreis verantwortlich zeichnen oder werden sie bestochen?
Robert Zimmermann, der nun wirklich weltweit eine Nummer ist, wird aus schlechtem Gewissen heraus bestimmt erst bedacht, wenn er nach einer weiteren Herzatacke, out of order – sabbernd im Rollstuhl hängt…
Philip Chevron geht nicht mehr einkaufen
Der Gitarrist der Folk- und Punkband The Pogues, Philip Chevron, traf gestern im Alter von 56 Jahren Jimi Hendrix…
Ewan MacColl´s über 60jährige Hymne passt bekanntlich auf viele Nester dieser Erdenscheibe und ist eins meiner Lieblingssongs der Pogues, dieses Vijo lebt allerdings noch von der gigantischen Fressleiste des Sängers Shane MacGowan…


