Archiv für den Monat: November 2014

Am heutigen Advent „feiert“ die Christenheit das erste Viertel vom größten Konsumfest des Jahres

Oma Schulzewski war noch empört über den Vorschlag von Günter Grass, als es gestern bei ihr klingelte.

Vor der Tür stand ein Herr aus der hiesige Kirchengemeinde.

„Liebe Frau Schulzewski! In vier Wochen ist Weihnachten, das Fest der Liebe und Zuneigung.

Was halten sie davon, dieses Weihnachten einen Flüchtling zu sich zunehmen?“

„Na schön! Aber nächstes Jahr nehmen wir wieder einen Truthahn!“

Siehe auch hier rein!

Berlins früherer Regierender Bürgermeister fordert unkonventionelle Lösungen für das Flüchtlingsproblem.

So lange er noch zwei Straßen weiter seinen Lebensmittelpunkt hat, werden wohl im östlichen Wilmersdorf nicht allzu viel Flüchtlinge angesiedelt werden. Viele haben es noch gar nicht geschnallt, dass in solchen prekären Situationen Politiker fast immer nach dem Prinzip des Sankt-Florians handeln. Wem es nichts sagen sollte, DIE Engländer drücken es viel lakonischer aus und das bringt die ganze Angelegenheit wesentlich besser auf den Punkt. Sie nennen es kurz und knapp Nimby, was soviel bedeutet wie „Not in my backyard“. Dies wird die Allgemeinheit sicher verstehen.

(Zu Ebis Lieblingsgeschäften scheint der 1Euroshop zugehören, wenige 100 Meter von seiner Behausung weg. Habe mich schon gewundert weshalb ich ihn die letzte Zeit nicht mehr dort hineinschlüpfen sah – Frauchen harrt dann immer davor aus, seine Shopping-Touren sind ihr vielleicht peinlich – klar, wo er wieder in die große Politik einsteigen darf…

In seiner Nähe angesiedelte Flüchtlinge würden diese Mini-Schopping-Mall bestimmt auch liebend gern frequentieren.)

Auf der einen Seite mauserte sich das Flüchtlingsproblem in Westeuropa, was die letzten Jahrzehnte angehen, zu einem lukrativen Milliardengeschäft. Was sogar der oberste Himmelkomiker erkannte, als er letztens seine merkwürdige Rede im Straßburger Parlament abspulte. Denn mit keinem Wort erwähnte der alte Knabe das längst überfällige Gebot der Stunde, nach Jahrhunderten kolonialer Ausbeutung den Afrikanern endlich in ihren Heimatländern eine lebenswerte Basis zu schaffen, da letztlich UNSER Wohlstand von deren „Blut, Schweiß und Tränen“ herrührt.

Obwohl das Deutsche Reich nicht unbedingt zu den 100%igen Nutznießern gezählt werden kann, weil sie immer zu spät antanzten, dafür anschließend ihre Bedürfnisse auf eine ganz spezifische Art regelten…

Auch nach über 50 Jahren des Abzuges der Kolonialmächte, die nur Chaos und regelrecht verbrannte Erde hinterließen, hat sich nämlich für die dortige Bevölkerung recht wenig verändert. Im Gegenteil, durch anschließende Stellvertreterkriege der Machtblöcke ging alles noch mehr den Bach hinunter, parallel dazu, lief es in Asien keinen Deut anders ab.

Für jene Hinterlassenschaft müssen nachfolgende Generationen auf beiden Seiten heute noch bluten, allerdings betrifft das wiederum nur die Plebse. Wobei in den reichen Industrienationen überhaupt kein nachhaltiges Interesse für irgendeine Form des Wandels, auch nur annähernd besteht. Bis auf Minderheiten scheint auch niemand zu registrieren, dass WIR uns dabei gegenseitig herunterziehen und selbiges Dilemma geschieht nun wirklich nachhaltig!

Jeglicher, auch nur angedachte vernünftige Impuls stellt sich in der heutigen Zeit als sehr problematisch dar, ruft er doch bei global agierenden neoliberalen Wachstumsfetischisten sofort heftige Koliken auf ihren Konten hervor – weil ein dauerhafter Wandel natürlich mit einschneidendem Verzicht verbunden wäre und dies sogar für kommende Generationen.

Nun sind größere (0:50 AM MEW, läuft jetzt auf Dylan-Radio gerade „Masters of War“.) und kleinere Völkerwanderungen seit Menschengedenken bekannt, wobei es aber letztlich ums blanke Überleben von Völkerstämmen ging. Heutzutage sieht es aber ganz anders aus, denn jene kontinentalen Bevölkerungsverschiebungen sind hausgemacht…

Scheiße, wieder abgedriftet! Weiterlesen

Tugçe soll an ihrem Geburtstag sterben

Es handelt sich um eine Pietätlosigkeit sondergleichen, auf welche Art und Weise Medien und Politiker aus dem Hinscheiden dieser couragierten jungen Frau, für Quoten und Selbstdarstellungen ihren Nutzen ziehen! Einfach abstoßend, wie so manche Trittbrettfahrer ihre Anteilnahme bekunden und sie unters Volk bringen.

Wenn ich mir z.B. die Headline der FR anschaue, allein jene Aussage ist doch zum 23sten Geburtstag eine vollkommen miese Sichtweise, da fehlen lediglich noch mehrere Pünktchen am Halbsatzende.

Wie soll man selbige Aussage eigentlich deuten?

Wenn der geschundene Körper des Prügelopfers diesem Geburtstagsgeschenk nun aber die Zustimmung versagt?

OPFER?! – für was eigentlich?

Dargeboten auf dem Altar UNSERES schlechten Gewissens der hiesigen kaputten Konsumgesellschaft etwa, wo heutzutage die Massen gar nicht mehr wegschauen müssen, denn solche gewalttätigen Orgien registrieren viele Leute überhaupt nicht mehr! Wie auch, wenn ihnen bedeutsame Apps ihrer Kommunikationsprothesen über alles gehen?

Hänge hier noch einige Medienaussagen an, wobei ich manchmal wirklich nicht weiß, ob ich vor Wut weinen oder lachen soll.

Beginne mit folgenden Textauszügen: FR

In den sozialen Netzwerken bringen weiterhin Tausende ihre Trauer und Fassungslosigkeit über die Tat zum Ausdruck. In einer Internet-Petition fordern Zehntausende Menschen nach dem Hirntod der Studentin das Bundesverdienstkreuz für die junge Frau. Bis zum Freitagvormittag hatten 35.000 Menschen die Petition unterzeichnet.

Aha, ganz wichtig ist die anonyme Quantität, mittlerweile haben sich bereits wesentlich mehr Trauernde zu Wort gemeldet.

Hier etwas anderes: StZ

Kommentare auf Facebook oder über Twitter geben den Menschen die Möglichkeit, etwas zu tun.“ Zudem sei die Solidaritätsbekundung in sozialen Netzwerken einfach: „Die Kosten sind gering, die Wirkung ist groß.“

Wie heißt es dort abschließend ungefähr so: „Geiz ist geil, schon wegen der großen Wirkung!“

Es ist schlimm, eine Tochter zu verlieren, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatte“, teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne) in Wiesbaden mit. „Wir sind tief betroffen von der Gewalttat und dem sinnlosen Ende dieser jungen Frau.“ Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung dürfe in der Gesellschaft keinen Platz haben, betonten beide Politiker. Der Rechtsstaat müsse mit allen Mitteln dagegen vorgehen. Für die Landesregierung wird der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Sozialstaatssekretär Jo Dreiseitel (Grüne), an der Mahnwache vor dem Klinikum Offenbach teilnehmen.

Aber schön warm anziehen!

Hier folgen noch zwei Bildchen, da sie bestimmt bald verschwinden werden. Meldungen in der Art sind sonst auf Flyern zu finden, wenn es um Schnäppchen auf einem Wühltisch im Supermarkt geht: Aus unserem Angebot!

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Das Schicksal von Tugçe (In dem Artikel schreiben sie noch nicht mal ihren Namen richtig!) bewegt Zehntausende im Netz. Vor dem Krankenhaus der hirntoten Studentin in Offenbach stehen Kerzen, dort versammeln sich Freunde, Angehörige und wildfremde Menschen. Eine völlig verständliche Reaktion, findet die Berliner Notfallpsychologin Corina Hausdorf. „Jeder hat schon mal Ungerechtigkeit erlebt und kann sich damit identifizieren“, sagt sie. „Außerdem wünscht man sich in Gefahrensituationen eine Person wie Tugçe, die eingreift. Weiterlesen

KAREN DUVE „WARUM DIE SACHE SCHIEFGEHT“ – LESUNG UND GESPRÄCH

Weiß absolut nicht mehr, wie ich darauf gestoßen bin, dass in Eberswalde eine Lesung mit jener zornigen Frau stattfand. Jedenfalls beschlossen wir mit unserem Stinker dorthin zu kurven. Diese Veranstaltung, organisiert von der „Stiftung WaldWelten“, fand im Gewächshaus des Forstbotanischen Gartens statt.

Den Empfang bereitete eine kleines Rudel von mehreren Jugendliche beiderlei Geschlechts und bestimmt ohne Quotenregelung. Uns erstaunte die natürliche Freundlichkeit der jungen Leute, ist ja heute eigentlich nicht mehr üblich, da alles krankhaft mit politischer Korrektheit versetz wird, die an widerliche Arschkriecherei erinnert…

(Muss zum besseren Verständnis hier etwas einschieben, was ich darunter verstehe.

Vor Jahren schaffte sich manchmal das weibliche Teil der sexuellen Notgemeinschaft vom Kneipenbesitzer hinterm Tresen. Bei Törtchen musste man Obacht geben, um auf ihrer Schleimspur nicht auf die Fresse zufliegen. Mehrmal bat ich sie, mich nicht ewig wie eine Tunte zu begrüßen oder es sein zulassen, „ich will doch nur nett sein!“ Substantiviert verbinde ich mit NETT etwas ähnliches wie honigsüße Scheiße…

Ab und zu fiel sie wieder in ihre Unart, eines abends reichte es mir dann.

Der Tresen gut besetzt, gewahrter sie mich in der zweiten Reihe und prompt plapperte diese Tusse, den Kopf in erwartungsfroher Schräglage, sofort drauflos: „Hallöle lieber Klaus, was kann ich dir denn Schönes antun?“

Die meisten der Anwesenden kannten meinen Stenz mit ihr und schauten mich interessiert an, verdammt nochmal, schließlich befand ich mich in einer Kneipe und nicht im Puff. Deshalb war es ein inneres Bedürfnis, ihr entsprechend einen mitzugeben.

Tja, meine Liebe, wenn du mich schon so NETT fragst, wie wäre es denn, wenn du mir einen Blasen würdest, hier und sofort?“

Von dem Zeitpunkt an, herrschte zwischen uns endlich totale Funkstille.)

Will versuchen den Rest kurz abzuhandeln.

Empfang, Catering-Service – spitzenmäßig, möchte hier auch die wohlschmeckenden Pfannkuchen erwähnen!

Der Veranstaltungsraum war die Krönung, in solch tollem Ambiente erlebte ich noch nie eine Lesung, da konnte man sogar die Notbestuhlung aus Teilen von Biertischgarnituren vergessen. Ringsherum Pflanzen, durch das Glasdach blinzelte ab und zu sogar die Sonne vom wolkenverhangenen Himmel.

Dass anfangs ewig irgendwelche wichtigen Hanseln versuchen auf der Pisse von Kulturschaffenden Kahn zufahren, daran kann ich mich nicht gewöhnen.

Das nächst mal wird ein Handtuch mitgenommen und der ergatterte Platz damit markiert, dann kann man später wieder auftauchen.

Dem Herrn Bürgermeister muss zugutegehalten werden, er versuchte sich wenigstens kurz zufassen und niemand tat kund, in welchem politischen Kleingartenverband der verbalisieren Eintänzer sich tummelt…

Moderatorin Bärbel Wichmann war ein Fall für sich, sie legte ewig Wert darauf, beim „rbb“ angestellt zu sein und wedelte dir ganze Zeit mit grünen Kärtchen (Die farbliche Gestaltung kam bestimmt von einem Pücholochen, grün soll bekanntlich beruhigen.) herum von denen die Fragen abgelesen wurden.

Richtige Spontanität kam nicht auf, anscheinend war alles vorher abgekaspert worden, der Biolek (Niemals zog ich mir eine seiner unsäglichen Palavershows ein.) soll es ja auch so getan haben, wegen seiner pathologisch verbrämten politischen Korrektheit… Weiterlesen

Blick in die Berliner Boulevardkacke

Eigentlich war mir danach, ein am Sonntag begonnenes Geschriebsel zu beenden.

Allerdings brachte mich am frühen Abend eine Nachricht von der elektronischen Kommunikationsprostituierten auf die Palme. Kam nach Hause und aktivierte das Teil, weil ich annahm, die ebenfalls aushäusige Scheffin wollte mir ein Ohr abkauen, dem war aber nicht so!

Es musste gehandelt werden, da jenes Problem ja auf meinem Mist gewachsen war, will aber darauf nicht weiter eingehen und landete später im Wirtshaus. Mit etwas weniger Blut im Allohol hänge ich nun doch an den Tasten – Что делать? (Dieses berühmte Fragespiel kam mir vollkommen arglos in den Sinn!) Werde allerdings daruf nicht eingehen!

Also stapele ich jetzt ganz tief und werfe einen Blick in UNSERE berühmte Springer-Gazette.

Öffnete vorher noch eine Pulle „ASTRA – ARSCHKALT“ vom Geburtstag (Dank an Jogi!), mittlerweile lauwarm. (Wäre deshalb sicher der Haustrunk vom hiesigen Oberdorfschulzen.)

Beginne mit dem weichgespülten vermeintlichen Hausdemagogen: Grüne Politik ruiniert den Ruf der Flüchtlinge – weshalb eigentlich?

Pöbel-Schüler sprengen Theater-Vorstellung – deren Erziehungsberechtigten wären in ihrem jugenlichen Alter bestimmt ebenso auf keine andere Idee gekommen…

Was dem zukünftigen Finanzsenator unterstellt wird ist immer noch schrecklich, scheinbar die Preislage Tim Renner, der Herr flippt bestimt bei den rockenden Kölner Betroffenheits-Lyrikern  oder den Puhdys aus, na ja, jedem Tierchen seine Plessierchen.

– Marianne Faithfull feiert sich selbst, da wäre ich gern bei gewesen…

Coco Schumanns Leben jetzt auf der Bühne, ist schon im letzten Monat passiert, außerdem war es eine Hamburger Produktion. Uns hatte es vor einigen Jahren doch etwas irritiert, als Dominique Horwitz (Den wir sehr schätzen!!!), auf seiner Hausbühne im Renaissance Theater Charlotte von Mahlsdorf gab (Von der/dem ich noch in irgendeiner Kiste etliche analoge Photos aus den 1990er Jahren habe.). Allerdings in der unsäglich geklitterten Ami-Fassung und man hatte vergessen die gewaltigen Horchwaffeln vom Scheff mit Gaffa-Tape an seine Birne zu pappen… Weiterlesen

Wie in alten Zeiten – Ferguson

Im Amiland hat sich noch nicht viel geändert, obwohl eine stark pigmentierte Nummer 1 an der Spitze des Staates agieren darf – Michael Brown war halt nur ein junger Nigger

Eine Grand Jury (Geschworenenjury) sehe keine hinreichenden Beweise für eine Straftat, gab Staatsanwalt Robert McCulloch am Montag in Clayton bekannt. US-Präsident Barack Obama verteidigte das Urteil, rief zur Besonnenheit und Zurückhaltung auf.

„Es ist keine Frage, dass Darren Wilson den Tod von Michael Brown verursacht hat, indem er ihn erschoss“, erläuterte McCulloch. „Aber die Pflicht der Grand Jury ist, die Fakten von Erfundenem zu trennen. Es existiert kein hinreichender Verdacht für irgendwelche Anklagepunkte.“

US-Präsident Obama wandte sich umgehend an die Presse, um das Urteil einer Geschworenenkammer zu verteidigen. „Wir sind eine Nation, die auf dem Rechtsstaatsprinzip gründet“, sagte er in Washington. „Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren, die von der Jury zu treffen war.“

Zugleich rief Obama auf, nicht mit gewaltsamen Protesten zu reagieren. „Es gibt keine Entschuldigung für Gewalt“, sagte er. Die Polizei forderte er auf, friedliche Proteste mit Vorsicht und Zurückhaltung zu begleiten.

Vollkommen korrekt miaut vom ehemals dreinspringenden Löwen, der mit einem Feigenblatt im zahnlosen Maul, bereits seit längerem als Bettvorleger landete

Bei WIKI fand ich die folgende nicht ganz schlüssige Erklärung: „Als Metapher bezeichnet das Feigenblatt einen Gegenstand, der vor einen anderen Gegenstand gestellt ist, um diesen in der Absicht zu verbergen, dessen moralisch angreifbare Eigenschaft nicht gewahr werden zu lassen.“

Sämtlich Protestler müssen noch sehr viel lernen!

Nach solch einer Tat und deren zu erwartenden logischen Folgen, bunst man keine Gebäude und fahrbare Untersätze ab! Da stellt man sich lediglich mit einer brennenden Kerze an den Straßenrand und glotzt betroffen in der Weltgeschichte umher und harrt der Dinge, die noch folgen werden.

Kommt es im selben Augenblick vielleicht zu einem weiteren, ähnlich gelagerten Kollateralschaden, dann hat man sogar noch die andere Hand für eine weitere Kerze frei…

Fußnote: Focus ist natürlich noch besser, bunter, aussagekräftiger und natürlich weltmänn/frau/ischer! Da wird sogar mit Hilfe der englischen Sprache die hingestreute Quantität manipuliert, was aber nicht heißt, dass sich bei der Menge von frisierten „Informationen“ der Nachrichtengehalt wesentlich erhöht!

Mike Nichols, Regisseur von „Die Reifeprüfung“, geht nicht mehr einkaufen

Selbiger Film kam anno Tobak noch recht taufrisch in die Kinos der Zone und die Mucke von „Simon and Garfunkel“ gab ihm noch einen weiteren Kick. Allerdings fand ich es am Anfang nicht so prickelnd, dass alles in etwas reicheren Ami-Gefilden spielte, was sich letztlich dann doch gab.

Nichols Name galt für mich immer als Garant einer bestimmten Qualität beim Ableuchten von eigentlich recht banalen Situationen der US-Gesellschaft. Diese Ansicht zog sich wie ein roter Faden durch viele andere Streifen, die ich mir später noch anschauen konnte…

Wobei es spießige und verklemmte Zeitgenossen natürlich ganz anders empfanden.

Dustin Hoffman, damals auch schon drei Jahrzehnte auf dem Buckel, spulte seine Rolle mit dem Charme eines etwas älteren Halbstarken ab, der als unbedarfter Gourmet bereits ahnte, welchen Vorteil eine schon recht abgehangene Portion geiler Weiblichkeit für das kommende Leben in sich barg…

Seine Intension konnte ich auf ganzer Linie nachvollziehen

Bürger Joachim wurde Ehren-Gauck Berlins

Mich würde in dem Zusammenhang mal interessieren, um die wievielte geklitterte Variante handelt es sich überhaupt in jener Statistik, dass der erste Mann der hiesigen Regierung nun als neuester Berliner h.c. auf Platz 117 landen konnte?
Manchmal weist das Informationsvolumen vom Netz viele Laufmaschen auf und dann ist WIKI richtig beschissen. Da ich seit Jahren mein Archiv nicht mehr im Griff habe, war natürlich Pumpe, was die Fakten aus gebundenen analogen Dateien betrafen – auf gut Deutsch, ich fand wiedermal nichts mehr…
Irgendwo schlummert der entsprechende Schmöker, der mir die Auskunft hätte geben könnte über die erste Grundreinigung von entsprechenden Daten unter Adolf dem Gütigen. Seine übereifrigen Adlaten, Adlatusse oder Adlati (Hier kann sich jeder den Ausdruck aussuchen, welcher ihm am Besten passt) werden garantiert dafür gesorgt haben, den rathäuslichen Ehrenbürger-Folianten judenfrei zu bekommen.
Zu Besatzungszeiten muss es zwei Exemplare gegeben haben, wobei jener aus der Hauptstadt wesentlich früher und gründlicher bereinigt wurde, bei den Ostlern war bestimmt auch der alte Hindenburg ausradiert. In den Coca-Cola-Sektoren hatte man sich erst wesentlich später dazu durchringen können, zumindest die Nazi-Stare zu entfernen.
Warum im Gesamtberliner Reprint Paul von Hindenburg noch erwähnt wird, weiß wiedermal nur der Deibel. Schließlich könnte man die Ernennung des fast scheintoten Militaristen im Rang eines Generalfeldmarschalls zum Ehrenbürger, als eine besondere Art von Backschis interpretieren, da er ohne große Mätzchen zu veranstalten den Gefreiten aus Braunau zum Reichskanzler beförderte.
Wenige Wochen später – so zusagend ein schlechter Aprilscherz, natürlich aus unserer heutigen Sicht – war dann Führer Adolphus Schickelgruber an der Reihe. Ihm folgte 1934 Klamottenherrmann Meier, preußischer Ministerpräsident, Reichstagspräsident, Oberbefehlshaber der Luftwaffe (Wenn die Deutsche Luftwaffe aufsteigt, werden die Vögel zu Fuß gehen!). Im gleichen Jahr wurde selbige Auszeichnung dem Hinkefuß aus Rheydt, Reichspropagandaminister und Gauleiter von Berlin zuteil. Reichsinnenminister Wilhelm Frick war im März 1937 der letzte Nazi-Ehrenbürger.
In der östliche Ausgabe verzeichneten die Roten den Genossen Pieck, Onkel WU (Frau Wirtin hatte einen Sohn, der war im Puff Kassierer, dann ging er in die Sowjetunion und später ward er unser Führer.) und mehrere sowjetische Generale, allesamt sind sie in der Nachmauerzeit sofort gecancelt worden…
Ob nun die Kommunisten sämtliche jüdischen Mitbürger irgendwann wieder eintrugen, ist mir nicht bekannt. Ebenso, ob man aus den beiden Schwarten schließlich eine neue hat pfriemen lassen, aber dies interessiert mich wahrlich nicht… Weiterlesen