Archiv für den Monat: September 2016

NZZ am Morgen: Zum Tod von Shimon Peres – Spät gewürdigter Friedensfürst u.a.

Eigentlich war ich nach einer mehrstündigen Baumfällaktion abends platt wie eine Flunder, wollte deshalb gleich pennen gehen, sündigte aber wieder und schob mir noch etwas zwischen die Kiemen. Ward deshalb nach kurzer Zeit hellwach, was mich dann doch noch veranlasste, mal in den Elektrobriefkasten zuschauen.
Heute gab sich Anja Grünenfelder die Ehre, NZZ-Tagesleiterin / Leitung Nachrichtenredaktion und empfahl etwas über den verblichenen ehemaligen israelischen Präsidenten. Beim scrollen entdeckte ich ein olles Bildchen: Peres, FJS und Mosche Dajan.
„De mortuis nil nisi bene“ wurde bei Shimon nun auch wieder bis zum Exzess betrieben, ganz koscher war er ja nun wirklich nicht, dafür bürgt sogar die Freundschaft mit dem dicken Bayern, der bekanntlich alles, was unter den weltweiten Diktatoren Rang und Namen hatte, zu seinen Freunden zählte.
Nach wenigen weiteren Zeilen reichte es mir dann auch, zumal die Medien bereits gestern verkündeten, dass Frau Mister der Arbeit auch auf dem internationalen Bestattungs-Event auftauchen würde. Wer hatte die denn im Gepäck, Herr Bundes-Gauck oder Genosse Steinmeier?
– Zu Dajan fiel mir aber jener altbackene Zonenwitz ein. Weiterlesen

Beate Zschäpe bricht nach dreieinhalb Jahren Prozess ihr Schweigen

So sieht es die „ß“Sie erzählt von ihrer radikalen Vergangenheit. Gibt sich aber geläutert.
Wer hat denn da die Glöckchen leise scheppern gehört?
Möglicherweise wollen ihre Anwälte auch mal etwas lustigeres tun, z. B. einen Karnickeldieb oder einen Exhibitionisten verteidigen? Auf der anderen Seite, hat Madame ja schon einige Totensonntage hinter sich gebracht, irgendwann verliert man ja bei dem zu erwartenden Schuh auch die Übersicht und verzählt sich dabei.
Kann es sein, dass sie lediglich mal wieder etwas mehr in der Öffentlichkeit ablassen wollte, damit sie ihren Thüringer Dialekt nicht verlernt?
– All das nährt die Vermutung, dass Zschäpes Wortmeldung nicht einem inneren Bedürfnis entspringt, sondern ein taktisches Mittel ist, um die schlimmste Wendung in diesem Prozess noch abzuwenden: lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld.
Vielleicht dräut auch ein Deal am Horizont und man munkelt im Knast bereits, dass es in ca. zehn Jahren eine Generalamnestie geben wird, aus Anlass der endgültigen Fertigstellung des Berliner Feldflughafens, dem BER.
Kennt man doch. Da es immer wieder Leute im Zuchthaus gibt, welche in einer Tour die Flöhe husten hören und dann pressen sie Hüte mit riesigen Krempen, wegen der unsäglich trügerischen Hoffnung…

Das Kunsthaus Salzwedel lädt Sie ein

Mit jener Oase scheint Salzwedel den Ruf einer kulturellen Sahelzone langsam zu verlieren.
Freunde empfahlen uns, die Rückreise mit einem Umweg von ca. 40 Kilometer zu beginnen, was wir auch taten, landeten so im KuSa und zogen uns dort noch jene kleine aber affenscharfe Ausstellung ein – BROKEN BRUSHES, Druckgraphiken deutscher Expressionisten!
Zur Erinnerung und für Leute, denen der Expressionismus nich ville sacht, deshalb die wenigen Sätze von der dortigen Wand.
Gleich auf der Heimatseite findet man jene bekannte Litho von Käthe Kollwitz, aus dem Jahre 1918. Selbiges Datum hat überhaupt nichts zusagen, KK brachte lediglich einen, seit Menschengedenken bekannten Sachverhalt, auf den Punkt!
Nebenbei bemerkt, Kids mit riesigen hoffnungsfroh starrenden Augen und deren krampfhafte Haltung ihrer leeren Näpfe, kann man auch vor der eigenen Haustür, in den sozial-schattigen Gefilden unserer reichen Republik beobachten…
Was hat sich denn getan, speziell im letzten Jahrhundert?
Lediglich die Ebenen haben sich verschoben!
Früher gab es einzelne Scharfmacher und gefährliche Schreihälse, heute torkeln auf unserer Erdenscheibe Myriaden solcher Gestalten herum, da lässt sich oft gar nicht mehr unterscheiden, wer eigentlich Mitläufer oder kaschierter Brandstifter ist…
– Die Aussagekraft von Form und Linie zeigt sich nachdrücklich in den ausgestellten Lithographien, Holzschnitten, Linolschnitten und Radierungen.
Gott nochmal, in meinem Leben habe ich schon abertausende solcher Arbeiten gesehen, hunderte von Büchern aus allen Herren- und Damenländer dieses Planeten über jene Thematik gelesen und muss immer wieder feststellen, dass man zu solchen, nicht nur visuellen Anlässen, sowieso nur Leute trifft, denen jene Zusammenhänge bekannt sind…

Von der Volkspartei zur Partei ohne Volk

Hatte letztens vergessen die entscheidende Frage zu stellen, sie betraf den Migrationshintergrundgenossen aus Spandau.
Mir war nämlich schon länger aufgefallen, dass er sich so absolut ruhig verhielt – so nah war er noch nie vorm Ziel, da durfte nicht der kleinste Fehler passieren. Im falschesten Augenblick wurde der ungeduldige Saleh Effendi von seiner ungezügelte Eitelkeit übermannt, wahrscheinlich kommt hinzu, dass ihn die ahnungslose Mutti aus der sicheren Deckung aufscheuchte. Niemals hätte er in der momentanen Situation so frühzeitig aus dem dahinsiechenden Sozi-Off auftauchen dürfen! Mehrere Tage Wartezeit wären ausreichend gewesen, da gut Ding, bekanntlich Weile braucht!
Denn jener Strudel, der langsam Fahrt aufnimmt und in dem Henkel immer schneller rotiert, hätte letztlich auch Müller mit hineingezogen.
So wird aus allem, lediglich ein typischer Fall von denkste, weil die Fäden von Michis Seilschaften, Saleh’s Fallstricke von morgen sein werden.
Äußerst komisch finde ich auch die Tatsache, weil irgendjemand den Gastbeitrag vom hellroten Berliner Fraktionschefffchen, der wiedermal viel redet und nichts sagt, auch noch als Essay unters Volk bringt.
Die folgenden beiden Sätze klingen sehr erbost.
Stellte mir dabei vor, wie er gerade im Karree herum sprang und dabei sauwütend ein feuchtes A4-Blatt in Stücke zerfetzte…
Raed Saleh spricht sich in seinem Gastbeitrag für Rot-Rot-Grün aus – aber auch für eine radikale Erneuerung der SPD. wenn sich die SPD nicht radikal erneuert, wird sie mittelfristig nicht mehr gebraucht. Was soll eigentlich die Beschönigung von: mittelfristig? Sehr langfristig, würde der ganzen Angelegenheit wesentlich näher kommen…

Von einer „süßen Maus“ und männlichem Machterhalt

…wieso eigentlich männlichem Machterhalt?!?
Richtig lustig, wie Springer vornweg, den Herrn Henkel abschießen will.
Schon klar, der hätte nach der „Wahl“ sofort abtauchen sollen, allerdings Genosse Müller ebenso!
Nun folgen andere Medien ebenso, wie hier D-Radio, scheinbar wegen der Quoten.
Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends hat sich gewehrt und schwere Vorwürfe gegen Frank Henkel erhoben…
Allerdings sehr merkwürdig, dass sich jenes Frollein nun als Königsmörder*in verstehen will und irgendwo abließ: Als der Senator, auf einem Parteitag meine Tochter begrüßte: „Oh, eine kleine süße Maus.“ Der dann pausierte, mich ansah und fortfuhr: „Und eine große süße Maus.“ Derselbe Senator, der einen Kollegen aus dem Abgeordnetenhaus vor meiner Nominierung fragte: „Fickst du die?“
Wow, diese Sprüche entsprechen wirklich einer Todsünde!
Wenn ich es richtig, politisch vollkommen inkorrekt betrachte, kann ich den Henkel absolut nicht verstehen. Gut, das Kind mit: Oh, eine kleine süße Maus, zu begrüßen, kann ich bedingungslos gelten lassen.
Aber!
Schon klar, über Geschmack kann man sich vielleicht sogar streiten, ich tue es in ganz seltenen Fällen, nun passt bekanntlich auf jeden Topf ein Deckel, aus meiner Sicht leidet der große CDU-Macher aber unter einer leichten Geschmacksverirrung, die vollkommen sein Problem ist. Mir wäre niemals eingefallen, das Frollein als eine große süße Maus zu bezeichnen.
Weshalb lässt sie außerdem überall, die von ihr nie vernommene Frage, „Fickst du die?“, überall noch ab.
Als Kind wurde mir beigebracht, „Jungchen, du kannst alles fragen, ob du allerdings immer eine dich befriedigende Antwort erhältst, steht auf einem ganz anderen Blatt!“
Dabei spricht doch jene Begrüßungsfloskel für Herrn Henkel! Soviel Gefühlsduselei hätte ich ihm niemals zugetraut, denn bis zur staatlichen Sanktionierung seiner Zweierbeziehung, dachte ich immer er sei schwul. Was in jeder Hinsicht vollkommen egal ist. Aus eigener Erfahrung kann ich nur bemerken, dass eine vorgenommene Verehelichung überhaupt keine Aussagekraft über den eigentlich sexuell bevorzugte Umgang mit anderen Partnern aussagt. Mein Erzeuger kam auch vom anderen Bahnsteig und hat trotzdem, während vermeintlich sinnlos verbrachter Tanzpausen, zwei Gören angerührt…
Was die Fickereifrage betrifft, geht sie bei mir als vollkommen legitim durch. Allerdings sollte man in jener Richtung lieber schweigen und still genießen, deshalb erinnert mich dieser gönnerhafte zwischenmenschliche Umgang an das Getratsche von Waschweibern.
Aber so sind sie halt, jene respektlosen Emporkömmlinge! Wer mit halber Schallgeschwindigkeit durch seine Kinderstube düste, dem konnte auch niemals der Umgang mit bürgerlichen Sekundärtugenden vermittelt werden, da befindet sich Henklers Franky Boy doch auch in sehr guter Gesellschaft.
Was den Umgang mit solchen Begebenheiten angeht, da scheint sich die frische CDU-Politikerin Jenna Behrends auf ähnlicher Ebene zu bewegen, wie ihr Nochscheffchen! In der Situation hätte ein spontaner Satz warme Ohren, für beide Seiten bestimmt heilsamere Wirkungen gezeigt, allerdings nicht unbedingt nach einer Mäuschenanmache! Ein gut platzierter verbaler Konter auf anderer Ebene, wäre da angebrachter gewesen. Dazu fehlt ihr in solchen Momenten scheinbar die Traute und entsprechende Schlagfertigkeit – kenne das von der meiner Scheffin, sie wacht dann auch immer erst nach mehreren Minuten auf. Jetzt steht ja zu ihrer Unterstützung selbiger Softi aus Moabit an der Seite, vielleicht auch nur eine Anmache, lediglich mit anderer Qualität.
visitenkarteAnlässlich recht belangloser Fälle, zücke ich sogleich nur meine Karte, wobei sich da ewig bestätigt, das Schweigen wirklich goldig ist.

Fußnote: Henkel sei dank! Endlich wird das politisch korrekte F-Wort volksnah benutzt! Ficken finde ich gut, allerdings gefällt mir vögeln besser!

 

 

 Emotionen statt Fakten – Warum ist Trump so erfolgreich?

Im Anschluss nach den letzten zehn Minuten des Presseklubs, der sich sogar mit zwei Quotendamen präsentierte, lief der Hinweis für eine abendliche Sendung, in der die Klofrau jener öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalt wiedermal eine sehr illustre Runde zum Entleeren ihrer Sprechblasen an die emotionale Pissrinne geladen hatte.
Nach dem Sonntagskrimi sind für mich die gleich anschließenden Sendungen so etwas ähnliches, wie der Schwarze Kanal damals im Ostfernsehen.
Muss aber eine dringende Ergänzung einschieben, denn so wenig, wie ich mir zu meinen Zonenzeiten Willi Schwabe einzog, geschweige denn Herrn Sudelede, bin ich meiner Tradition doch treu geblieben. Zumindest, was das zweite erwähnte Programmteil betrifft.
Scheinbar treibt die Langeweile nun auch Meister Gottschalk in Richtung Politik. Vielleicht möchte er ja sachte ausleuchten, wie seine Aktien stehen würden, wenn es demnächst wieder um das vakante Plätzchen im Schloss Bellevue geht…
Nicht ausgeschlossen, dass Martin Schulz ihm heute schon seinen Segen gibt.
Wenn mir irgendwann mal wieder Georg Schramm über den Weg laufen sollte, werde ich ihn fragen, ob er seine Meinung nicht doch revidieren will, eine etwas ältere Aussage betreffend.
Denn was mir ewig aus den Printmedien haften bleibt, scheinen sich heutzutage in den prestigeträchtigen Pinkel-Etablissements oftmals nur noch pseudointellektuelle Trockenpisser einzufinden…

Neu im Kino: „Die glorreichen Sieben“

 

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Bekam erst heute in der U-Bahn mit, dass im Amiland eine neuerliche glorreiche Sieben gedreht wurde, empfand es als recht merkwürdig, was dort über den stillen Monitor lief – scheinbar eine ganz frische Opfergabe auf dem Altar des krankhaft gutmenschelden Zeitgeistes der politischen Korrektheit…
Im selben Moment kamen mir ein Haufen nostalgische Erinnerungen hoch.
Die erste Hollywoodverfilmung wurde damals in der Zone sehr schnell in den Kinos gezeigt. Die Sangerhausener Uraufführung fand auf der kleinen Freilichtbühne im Rosarium statt.
An sich hätte man uns damals, vom Alter hergesehen, gar keine Karten verkaufen dürfen, da es sich ja um eine Nachtvorstellung handelte
Unserer Gruppe entschloss sich dann ziemlich schnell, die Karten für einen wesentlich höheren Preis gleich wieder zu verkaufen und dann im hinteren Bereich, unter dem Maschendrahtzaun durchzukriechen. Auf jene Idee des anderweitigen Eintritts waren aber eine Vielzahl andere ebenso gekommen.
Kurz vor Beginn der Vorstellung begannen nun ein Haufen Sitzplatzlose junge Gesellen ringsherum auf die Bäume zu klettern, deshalb sollte die Vorstellung gar nicht erst beginnen.
Da es plötzlich zu lautstarken Protesten unter den Zuschauern kam, was ziemlich schnell zu chaotische Ausmaßen führte, richtete der besonnener Männe Bär (Der eigentliche Chef vom innerstädtischen Kino) besänftigende Worte ans Publikum. Bis auf ewig einsetzende lautstarke Bemerkungen zum Geschehen zwischendurch, nebst entsprechender Kommentare von allen Seiten, welche oft in brüllendem Gelächter untergingen, wobei die Dialoge zum Leinwandgeschehen natürlich mächtig litten, verlief der Abend doch recht friedlich. Allerdings kochte ganz sachte eine gewisse Aggressivität hoch, die sich dann im Anschluss entlud und zu riesigen Schäden an den Rosenrabatten führte, da viele Leute respektlos, geradewegs direkt zum Ausgang strebten…
In der gleichen Woche wurde der Film im ganzen Land verboten, deshalb konnte ich ihn mir nicht noch mal anschauen.
Später, dann im Westen, stand er auf meiner unbedingten To-do-Liste, nach einer halben Stunde reichte es mir dann bereits. Dies ging mir mit vielen Filmen so, deren Schnipsel von Helmut Langes ARD-Show „Kennen Sie Kino?“, haften geblieben waren. Was war da für ein Scheiß drunter! Der Mann schienen oft nur wenige Sekunden von irgendwelchen Highlights herausgepickt zuhaben.
Oft war es mir außerdem nicht möglich, Filme im Nachhinein, dem damals vorherrschenden Zeitgeist während ihrer Drehtage anzupassen, dies betraf besonders viele Ami-Produktionen und deutsche Schinken. Wobei solche Schwierigkeiten niemals bei sozialkritischen Streifen aus Italien und Frankreich auftraten.
Dass die aostdeutschen Zensoren viele japanische Produktionen freigaben, lag sicher daran, weil schlicht kein größerer Markt vorhanden war, dabei bargen viele Filme sozialen Sprengstoff. So manches mal hockten dann im Lichtspielhaus keine zehn Hanseln, ähnlich auch bei großartigen russischen, polnischen und tschechischen Filmen. Ungefähr zwanzig Jahre nach Kriegsende saß es in den Köpfen der Leute immer noch drin, ward auch bereits an die folgenden Generation weitergegeben worden, dass aus den genannten Ländern sowieso nur kulturloses Zeug kam.
Lange Schlangen bildeten sich aber immer bei den vielen Endsiegschmonzetten mit Moser, Albers und Konsorten, die ich mir natürlich auch reinzog. Bis zum Mauerbau rutschten auch immer mal wieder belanglose Filmchen aus der jungen Bundesrepublik durch… Weiterlesen

Ausstellung im Victoria & Albert Museum- Die schnellsten Jahre

Endlich mal zwei Briten die ihre Finger aus den Perforierungen ihrer Sitzwangen zogen und statt zu lamentieren, sich auf Zeiten besannen, in denen es nach vielen Pleitejahren, endlich aufwärts ging. Jener harte Ära, die nach Ende des II. Weltkrieges begann, UK fast in den finanziellen Ruin trieb, wo bis Anfang der 1960er, der anschließende Verluste fast sämtlicher Kolonien alles noch toppte.
Fast zwanzig Jahre später begannen Teile, jener noch während des brutalen Waffenganges gezeugten Nachkommen, sich gegen die bis dato vorhandenen stockkonservativen Rahmenbedingung aus Kriegstagen aufzulehnen.
Witzigerweise holten diese blutjungen Musiker ihre Inspirationen ausgerechnet von der schwarzen US-amerikanischen Minderheit. Was in einem Land, mit nicht nur latent vorhanden Rassenproblemen, zu weiteren Konflikten führte.
Die befreiende Explosion des Pop nach 1966, wurde nicht nur über den großen Teich als British Invasion verschrien, sie breitete sich auch flugs gen Osten auf dem europäischen Festland aus. Knallte voll in den samstäglichen Nachmittagsfrohsinn des „Blauen Bocks“ und in das gewandelte Volksliedgut eines Peter Alexanders, einer Marika Röck und den drauf folgenden Newcomern Heintje, Wilma, Roy Black und wie sie alle hießen. In der Zone entwickelte sich alles noch wesentlich verschärfter. Eine Bemerkung war in den Tagen der Mitsechziger in beiden deutschen Staaten noch allgemeingültig: Solche wie euch, hätte man früher vergast!  Im Frühsommer 1966 sagte der Vater eines Schulfreundes zu mir, wenn wir mal wieder bestimmen, wer ein Deutscher ist, da liefere ich dich persönlich im Lager ab und von dort gibt es für dich nur ein Entkommen – durch die Esse!
(Eine Fußnote nebenher. Jener noble Herr war am Ende des Krieges Major der Wehrmacht. Nach dem Mauerfall wurde seine Pension entsprechend hochgerechnet und mit dem Dienstgrad verquickt, den er nach dem Endsieg hätte erreichen können oder anschließend bei der Bundeswehr. Es existieren dazu Tabellen im Netz, da kann sich jeder ausrechnen, welche Rentennachzahlung er nach dem 3. Oktober ´90 als Neubundesgermane einstrich.)
Weil ich den Kuratoren Victoria Broackes und Geoffrey Marsh etwas unterstellen möchte, wird mit einem Spruch von Ortega y Gasset (Dabei handelt es sich nicht um die Typenbezeichnung eines spanischen Automobils der Luxusklasse!) begonnen! Der da lautet: „Traditionen pflegen heißt, die Flamme bewahren – nicht die Asche anbeten.“
Möglicherweise kennen beide weder den Philosophen, noch selbigen Spruch. Dann haben sie unbewusst etwas erkannt und zugleich angeschoben, nämlich, dass noch etwas Glut vorhanden ist, um ein neuerliches Feuer zu entfachen, sich dabei aber eine Mehrheit wieder an gute alte britische Tradition erinnern sollte, ergo auch zwingend nach ihnen handeln muss.
Jene steinige Route wird in den nächsten Jahren bestimmt kein leichter Gang werden, darüber hinaus mit einer Konsumreduzierung verbunden sein. Letztlich nur die Abkehr vom sinnlosen Überfluss, kann doch aber als befreiend empfunden werden, zwar in die Richtung, lieber etwas ärmer sein, dafür aber frei!
Wenn ich daran denke, dass die Bexit-Insulaner demnächst z. B. Bananen und Gurken fressen können, ohne Rücksicht auf EU-Vorgaben betreffs Krümmung und Länge – dies wirklich bis zum Erbrechen! Wobei sie dann vollkommen straffrei in Richtung Kontinent kotzen dürfen, ohne dusselige Abmahnungen der unterbelichteten Selbstdarsteller, Aschenanbeter und Rosstäuscher aus Brüssel befürchten zu müssen, diese Vorstellung ist doch einfach nur geil!

Den anschließenden Artikel sollte man sich aber auch noch einziehen!
Ein Gespräch mit Martin Roth, dem Direktor des Victoria & Albert Museum, er hängt der berechtigten Vermutung an: Brexit ist überall Weiterlesen

Laptop-Sabotage mit Natursekt

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©Ines Huber, eingefangen in Oranienburg.
Dazu passt die ganz wichtige Meldung in der heutigen BZ, ohne Nennung einer Agentur.
Zu dem Mehrzeiler fällt mir etwas ein.
Handelte es sich nun um einen Werbegag, weil jene hübschen Mädels umgezogen sind oder ging es im Text lediglich um die zweimal dort erwähnte Luxuskarosse?
Vor Jahren hatte das Kleine Arschloch mal etwas über das Körperwasser vom Herrn INRI abgelassen, prompt wurde der Film in Bayern verboten.
Wenn ich mich richtig erinnere, verkündete er folgende Offenbarung, dass Jesus in der Lage war und aus Wasser Natursekt fabrizierte…

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Norbert „Knofo“ Kröcher geht nicht mehr einkaufen…

…er gab bereits am 16. September freiwillig sein Leben zurück.
Da ich nicht weiß, auf welchen verschlungenen Wegen er die letzten Jahre mäanderte, und ausgerechnet jene merkwürdige Ostberliner Postille einen Verkaufsfördernden Nachruf veröffentlichte, deshalb etwas aus dem hohen Norden, der anderen Artikel wurde aus dem Netz gefischt, weil mir das Bild gefiel…
Na denne, bis neulich!
PS. Hier noch etwas aus älteren Zeiten und diese Geschichte ereignete sich etwas früher, 1994.