An sich gibt diese Ausstellung nicht allzu viel her, aber die unterirdischen Räumlichkeiten sind ja echt affenscharf, nicht nur von der industriemäßigen Bauweise her betrachtet.
Sämtliche Projektionen fand ich gut, leider war die Abfolge von Bildern und Vijoseqenzen bei allen Künstlern etwas zu schnell, auch die Geräuschkulisse kam gut rüber…



Nachdem ich das Wochenende davor im Freitaler Schloss Burgk Exponate der Städtischen Kunstsammlung Dresden in der dortigen Galerie (Klein aber sehr fein!) anschaute, kam diese Winzinstallationen im großen Wasserspeicher an der Belforterstrasse gerade richtig.
Archiv des Autors: ede
Lou Reed geht nicht mehr einkaufen
Frau Kanzlerin im NSÄ-Skandal und ihr Krypto-Handy
In den letzten Jahren reduzierte sich mein Interesse am TAGESSPITZEL mächtig. Es blieben fast nur noch „Die dritte Seite“, die „Kulturbeilage“, die sonntäglichen Todesanzeigen und Elisabeth Binders Antworten auf krankhafte Fragen von irgendwelchen Psychos übrig. Aber dies geht nicht nur mir so. Eigentlich könnten die Macher, bei unveränderter Seitenzahl, ihr Blättchen auf die Größe vom ehemaligen „Spandauer Volksblatt“ schrumpfen lassen, was dann vielleicht auch einer gewissen Qualitätssteigerung entsprechen würde.
„Die dritte Seite“ wird auch immer magerer. Wenn ich mit vorstelle, was in der gestrigen Ausgabe herauskam und dies auch noch bei drei Schreiberlingen, alles etwas dünn, online wurde dann sogar der Name von Hans Monath unterschlagen.
Scheinbar ist den Jungs nicht bekannt, dass Mutti ein Diplom in „Physik“ besitzt. Klar, jene naturwissenschaftliche Sparte ist sehr breit gefächert, aber ein bestimmtes Grundwissen sollte ihr schon zugestanden werden, zumindest das aus der siebenten/achten Schulklasse. In den Jahren befasst man sich bereits mit elektromagnetischen Wellen, der spezifische Rest baut dann auf den vermittelten Erkenntnissen auf.
Was ihre Promotion betrifft, wäre ich allerdings misstrauisch, in der ganzen Zeit hätte sie ja jemand mal auf ihren Gehalt abklopfen können. Gerade in solchen Fächern machte es sich damals gut fürs weitere Fortkommen, wenn der Marxismus gestreift wurde.
Da konnte der Titel eines sozialistischen Promotionsmärchen folgendermaßen beginnen:
„Wie können wir die Lebensdauer eines Physiomakromatorenmackers mit Hilfe von Robotron-Mikrochips der Größe eines zweipfündigen sowjetischen Komissbrotes auf zwei Monate steigern, unter der besonderen Betrachtungsweise von Entkrachisatoren, die mit Wechselstrom arbeiten, der im Kernkaftwerk Wladimir Iljitsch Lenin in Tschernobyl produziert wird und deren maximalen Schwankungen bei ungefähr plus/minus 25 Volt liegen?
– Wie wir im Zirkel Junger Sozialisten lernten, hat bereits Genosse Iwan Wladimirowitsch Mitschurin festgestellt, dass Marmelade Fett enthält und der Generalsekretär des ZK der KPdSU der Genosse Leonid Iljitsch Breschnew…“
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Pankow macht Bürger zu Straßensheriffs
Freiwillige sollen per App Falschparker melden
Früher war alles viel besser!
In Ostberlin gab es keine Beamten und im westlichen Teile strich man am Monatsende die Kohle ein, ansonsten vertrieb man sich oft die Zeit mit ausgiebigen Wettkämpfen im Beamtenmikado.
Heute werden staatliche KnechteInnen immer weniger und der Rest muss dafür mehr schubbern.
Aber es existieren in den Amtsstuben immer noch ganz pfiffige Leutchen, durchsetzt mit ehemaligen Arbeiter und Bauern, geprägt durch ihre Zonensozialisation. Deshalb lebt auch die Idee auf, dass man sich an die aufopferungsvolle Arbeit von den vielen ehemaligen Helferchen der Volkspolizei erinnert.
„Wir wollen mit der Zeit gehen und stellen uns für ein innovatives Projekt zur Verfügung“, sagt der fürs Ordnungsamt zuständige Stadtrat Dr(?!) Torsten Kühne (CDU).
Der alerte Christensohn stammt aus Lichtenberg und dort standen in der Nähe von Magdalenen- und Ruschestrasse mal ein Haufen innovativer Objekte und ganze Straßenzüge bevölkerten damals stalinistische Schwert- und Schildträger der Partei der Arbeiterklasse!
Wegen seines Alters war er zumindest während seines Physikstudiums nicht in der FDJ… Weiterlesen
Zeig mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist
Heute nun verstand ich endlich jene Worte, die der Dauerwendehals Biermann mal in einem Lied verwurstete, ich glaube es geschah im Zusammenhang, nachdem er als Pausenfüller für die Christsozialisten im Wildbad Kreuth seine Klampfe zupfte – „Nur wer sich ändert bleibt sich treu!“ – ein ganz toller Leitspruch, nicht nur für Politchamäleons! Nebenher bezog sich Wolf irgendwann auch noch auf Asterix, denn er meinte, so ähnlich hätten sich bereits die Römer ausgedrückt – Semper idem et alter! Kann es ein, dass ich selbige Worte als Graffito in einem Puff von Pompeji gesehen habe?
Egal!
Komme mal zu der Pastorentochter aus Templin zurück. War sie doch etwas später, während ihrer FDJ-Tage, zwangsläufig von den Worten des Gründers der Sowjetunion sehr angetan. Onkel Wladimir Uljanow ließ nämlich öfters folgenden Spruch ab: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“
In deren Folge dann die Объединённое государственное политическое управление zur noch gründlicheren Überprüfung aus dem bolschewistischen Taufbecken gehoben wurde. Wolodja Putin hat ja bekanntlich bei dieser Truppe auch seine ersten Sporen verdient und sein Verein wusste damals alles… Weiterlesen
Mein alter Spezi geht nicht mehr einkaufen
Nahm ja an, dass alle guten Dinge drei sind, denn einmal hattest Du ja noch frei. Allerdings fand ich es nicht lustig, dass ich Dich zweimal mit Lalü-lala in Krankenhaus hab schaffen lassen, obwohl Du Dickschäddel es beide male nicht einsehen wolltest. Dabei war vor vier Jahren bereits eine Rote Karte anhängig!
Was ich allerdings nicht kapierte, jüngst gabst Du Beschwerden im Unterleib an, dann erfuhr ich aber von einer OP am Bein! Weshalb du aber jenes Prozedere nach mehreren Stunden erneut über Dich ergehen lassen musstest, dies verstehe wer will. Wenn es um eine Wanderdniere gegangen wäre, hätte ich es vielleicht nachvollziehen können. Allerdings ist es mit meinem medizinischen Wissen nicht allzu weit her, denn eventuell begibt sich dieses Organ gar nicht auf solch weite Abwege…
Während der viertel Stunde beim gestrigen Besuch verpasste mir Dein Aussehen einen mächtigen Gong, deshalb war ich auch sehr froh, Deine Freundin am Bett vorzufinden. Was mich in der Situation trotzdem nicht abhielt, innerhalb kurzer Zeit einen recht ungeordnet-traurigen Rückzug anzutreten.
Allerdings versprachst Du auch, dass nach der endlich anstehenden Bauch-OP in der kommenden Woche alles überstanden sein sollte – dies war aber mächtig geflunkert, denn wir beide interpretierten Deine Aussage ganz anders…
Hier zum Stöbern die abgeschlossene Heimseite vom Schefff
Was das Volk unbedingt wissen sollte
Beim Durchblättern fand ich heute diese herausragenden Artikel und versehe sie mit meinem Senf
Warum braucht Deutschland sieben Bundestags-Präsidenten?
Dies frage ich mich auch, allerdings nicht so ganz tiefgründig.
Was soll überhaupt jene dämliche Frage?
Mir hamms doch! Weiterlesen
Berliner Energietisch
Immer das gleiche Problem, die Leute wachen erst auf, wenn das Kind bereits im Brunnen verwest. Weshalb hat es eigentlich niemand interessiert, als Blass- und Dunkelrot begannen das Berliner Tafelsilber zu verscherbeln, UNSERE BEWAG gehörte doch dazu!?
Die Vorbereitung für selbige Aktion muss bereits unter dem Einfluss vom Wirtschaftssenator, dem damaligen Probierpolitiker (Jene Funktion war ihm scheinbar ein paar Nummern zu groß, deshalb trat er bekanntlich nach einem halben Jahr zurück, aus Krankheitsgründen, wie es damals hieß…) und vermeintlichen IM „Notar“ gelaufen sein, vollendet hat diesen Deal dann der Kaderpartei-Genosse und spätere „Linken“-Demokrat Wolf. Weiterlesen
mea culpa, mea maxima culpa…
Abends registrierte ich, dass die Scheffin sich bei ARTE eine Doku einzog, die lief bereits 10 Minuten. Es ging um jahrelange „Einzelfälle“ gewisser Kirchenfunktionäre, die dem Hobby der Verwertung von maskulinem Frischfleisch nachgingen…
Zog mir diesen Streifen dann auch ein und ließ meinem Zynismus freien Lauf, musste nämlich ziemlich oft auflachen, nicht wegen der Opfer, sondern über den Umgang mit dieser Schweinerei.
Schon lustig, wie Kirchenfürsten und Gerichtsbarkeit mit jenen massenhaften Vorfälle umgingen und jene Begebenheiten spielten sich nur in „demokratischen“ Gefilden ab.
Eigentlich wollte ich ja nichts über die Reaktionen auf jene Lappalie des Limburger Bischofs ablassen, den jegliche Beschäftigung mit ihm, gleicht letztlich einer Aufwertung seiner Person.
Was hat denn der Knabe eigentlich verbrochen?
Hat doch nur wenige Euronen mehr ausgegeben als sonst üblich, wie so etwas abläuft kann doch jeder von irgendwelchen Politkern ablauschen. Tebartz-van Elst klaubte für seinen Prachtbau doch nur Peanuts aus der Portokasse. Er hat für diese Aktion noch nicht mal meistbietend Ablassbriefe bei Ebay verklickert.
Was mir überhaupt nicht in die Birne will, weshalb das Scheffchen der Deutschen Bischofskonferenz so hastig gen Rom aufbrach, so nach der Devcise: „Herr Lehrer, ich weiß was! Auf dem Lokus brennt noch Licht!“
Merkwürdig, Meister Zollitsch war in den letzten Jahren auch einer von der schweigenden Fraktion, als es um die konfessionellen Kifis ging und nun dies!
– Allerdings wird Mutti alles sehr gelegen kommen, den roten Mehrheitsbeschaffern geht es bestimmt ähnlich.
Welche Schlussfolgerungen lassen sich aber daraus ziehen, wenn im 63 Quadratmeter großen Wohnzimmer eine frei stehende Badewanne prangt? Hinzu kommt, wozu braucht der Herr Bischof dann noch eine Dusche für den “normalen” Duschvorgang und eine mit Vollstrahlschlauch nach der Sauna.
Ist ja alles sehr brauchbar, wenn man sich während Swingerpartys ausgiebig amüsieren will! Oder ist alles prognostisch für den späteren Nachfolger geplant, der dann vielleicht wieder seinen Gelüsten nachgehen kann, wenn er vom anderen Bahnsteig kommt? Weiterlesen
wg. Dresden
Ein verlängertes Wochenende verschlug uns zu Freunden in die Sächsische Landeshauptstadt, bis auf das Wetter am Sonntagnachmittag war alles rund. Musste anschließend aber feststellen, unsere Latscherei an den beiden S-Tagen, für mich dem Soll von zwei Wochen im hundeverschissenen Bundeshauptdorf entsprachen, da ich hier fast alles auf dem Drahtesel bewältige.
War aber geil, was uns geboten wurde. Besonders turnten mich die individuellen Lebensformen in den Hinterhöfen der Neustadt an und deren Umsetzung. Ganz zu schweigen von den Graffiti und den Tags, vielfach blickt unsereins natürlich nicht durch, allerdings wäre es ein breites Betätigungsfeld für Semiotiker…
Ganz nebenbei fiel mir auf, in Dresden muss man nicht ewig die Gehsteigen nach den Verewigungen von Teppichratten Ausschau ableuchten…
Lustig war der junge bulgarische Hitchhiker, den wir in Freienhufen aufgabelten, „where are you going?” – “To Sweden!”, ihm genügte fürs Erste aber der Berliner Ring…

