Archiv für den Tag: 10. September 2020

STADTMUSEUM BERLIN, Metropole Berlin – Traum und Realität 1920–202

War gestern im Märkischen Museum, welches sich schon länger STADTMUSEUM BERLIN schimpft und konnte den Besuch eigentlich unter Ulk verbuchen.
Wer sich nur etwas tiefgründiger mit der Entstehung von Berlin, bis hin zum hundeverschissenen Bundeshauptdorf beschäftigt hat, wird große Teile jener gehypte Ausstellung als haarsträubende Präsentation empfinden. Was wurde da geklittert und gelobhudelt, ich war perplex…
Alles firmierte unter: Chaos & Aufbruch, Berlin 1920|2020 und letztlich ergänzt werden sollte in: Aufbruch ins Chaos, welches seit 100 Jahren kontinuierlichen Bestand hat.
Die zur Selbstinszenierung des Museums wiedergegebenen Pressestimmen, sind zusätzlich zum Piepen, dargestellt mit Hilfe von Gefälligkeitsjournalismus höchster Güte. Frei nach der Devise, versuche Gutes zu tun und rede drüber! Auch die veröffentlichten Pressestimmen können nicht über den ewigen Provinzialismus dieses etwas größeren Marktfleckens hinwegtäuschen!
Zumindest lässt Nikolaus Bernau, Fazit – Kultur vom Tage, Deutschlandfunk Kultur Podcast, zart einfließen, dass wir heute doch ganz ähnliche Probleme haben. In den vielen Jahrzehnten wurden, trotz der ganz unterschiedlichen Systeme, die Problematik der Entwicklung zu einer Metropole, von Anfang an, lediglich entsprechend anders aber weiterhin kleingeistig kultiviert.
Uwe Rada, Schülerzeitung, entdeckt bei Impuls Berlin 2020, in den oberen Räumlichkeiten, kreative, utopische, künstlerische Interventionen…
Gut, Kinder und Jugendliche besitzen ja bis zu einem gewissen Zeitpunkt ihre anfängliche, noch nicht abdressierten emotionale Sichtweise von unten, dies konnte man auch breitgefächert bestaunen. Zur dort dargestellten Problematik fehlte für mich allerdings der tanzende Einsatz unter den Fittichen von entsprechend politisch korrekt klugscheißenden Pädagochen…
Andrea Handels, rbbKultur, meinte: „…da steckt viel Anspruch drin in dieser Ausstellung, viele innovative Ansätze, viel zu lesen und zu experimentieren, [… ] trotz des für so etwas nicht gerade ganz idealen Gebäudes lohnt sich der Besuch da unbedingt.“
Gerade jenes Gebäude ist ideal, allerdings hätte die Ausstellung dafür wesentlich anders konzipiert werden müssen, deshalb lohnt sich der Besuch nicht…
Nikolaus Bernau, Berliner Zeitung: „…ein sinnliches Erlebnis…“ […] „…spannende Ausstellung…“, er finde dort sogar eine erotische Komponente – icke weeß nich! Weiterlesen