Hoffmann von Fallersleben: Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“

Eigentlich wollte ich heute dem ScheffOberPräsidentenFachBerichterstatter, Herrn DR. Th. Leif, eine richtige Steilvorlage geben, bin aber wieder nicht aus dem Knick gekommen. Die ewige Leserei in vergessenen Fundstücken nimmt viel Zeit in Anspruch…
Heute fand ich nebenbei etwas Tröstendes für den Brandenburger Tor – Genossen Platzeck. Vielleicht ermutigt Mathew jene Tatsache, dass die Heranziehung von Experten mit Stasierfahrungen in seiner Partei schon eine lange Tradition hat. Gegen Blockflöte und Turbo-Wendehals Ibrahim erscheinen die paar Spitzel doch nur als blakende Kerzchen…
Der Schmusekurs mit Genossin Kaiser, hängt bestimmt mit seinem latenten Selbstverständnis als praktizierender Frauenversteher zusammen. Ob aus jener Ecke die Affinität für offen Hintertürchen stammt? Bei solchen Leuten verwunderte es mich schon immer, dass sie nicht chronisch verschnupft sind.
Was ich nicht verstehe, warum hat er Kerstin nicht einen Regierungsposten zugeschanzt. Später wäre es doch 100%ig möglich gewesen etwas zu drehen damit das Mädel abschmiert. So bleibt sie Koalitionsvorsitzende, zieht weiter im Hintergrund die Fäden, was wesentlich gefährlicher ist, als im Rampenlicht zu agieren. Im Untergrund hatte sie sich doch schon zu Zonenzeiten bewährt. Weiterlesen

Deutsch ins Grundgesetz

Beim Durchblättern meiner Ansichtskartensammlung kam mir wieder ein merkwürdiger Vorschlag vom letzten Jahr in den Sinn, da fast alle Beschriftungen der Rückseiten in Kurrentschrift erfolgten.
Nach dem Willen der CDU soll die deutsche Sprache Verfassungsrang bekommen, was eine Änderung des Grundgesetzes voraussetzt. Dem Artikel 22 soll hinzugefügt werden: „Die Sprache in der Bundesrepublik ist Deutsch.” (Toll, weil diese Erkenntnis für mich ganz neu war.)
Herr Schwesterwelle spang auf diesen fahrenden Zug auch auf – fand ich richtig.
Daraus folgt, dass man endlich Nägel mit richtigen Köpfen herstellen sollte. Mehr noch, die seit vielen Jahrhunderten gebräuchlichen Lettern der römischen Besatzer werden sofort eliminiert, um augenblicklich Gotische Schrift wieder einzuführen. Gleichzeitig muss die Bundesrepublik am internationalen Gerichtshof von Groß-Posemuckel das Copyright auf ihre Sprache sichern.
Angrenzende Staaten, wie Schweiz und Österreich werden zur Zahlung von Lizenzgebühren verdonnert. Was für unsere westlichen Nachbarn bestimmt keine Probleme mit sich bringt, denn dieses Völkchen verweigert schon lange eine erneute Lautverschiebung in ihrem Sprachschatz. Allerdings müsste Landesweit jegliche Hochdeutsche Mundart verboten werden, die lateinische Lettern dürfen sie behalten. Was möglicherweise zu politischen Verwicklungen mit Italien führt, wegen alter Urheberrechte.
Vielleicht setzt in Österreich ein Nostalgieschub etwas in Gang, so als Rückbesinnung auf Türkische Sprache und Lebensart.
In Anbetracht der guten Beziehungen zu Frankreich könnte ich mir vorstellen, in beiden Staaten auf Karolingische Minuskeln zurückzugreifen, die käme formvollendeter rüber.
Vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert, innerhalb der Reichsgrenzen vom Oktober 1943, Deutsch wieder als Amtssprache einzuführen. Tonga, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwest und Tsingtao sollten dabei nicht vergessen werden.
– Die folgenden Scannereien belegen, wie weit man lange vor CDU/FDP (1921) schon mal war – alles in Deutsch. Ich werde aber keine Übersetzung liefern, da mir bekannt ist, was dort steht.

.

.

.

Während der Zeiten am Berlin Kolleg und der Uni galt ich als sehr unsozial und natürlich als rechstlastig, weil wichtige Notizen in Sütterlin erfolgten!
Abschließend eine Geschichte die indirekt auch etwas mit der alten Deutschen Schrift zu tun hatte. Weiterlesen

NEUE PHOTOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT

Schon vor Jahren haben wir unser Tagesspiegel-Abo auf das Wochenende reduziert, eigentlich sollten wir uns ganz von dieser Postille verabschieden. Schon merkwürdig was die Jungs und Mädels darin für erwähnenswert halten, ganz zu schweigen was Kultur angeht.
Auf dem „Weg durch die Institutionen” scheint eine gewisse Klientel endlich am Ziel angelangt zu sein. Mir fällt es fortwährend auf, wenn es um die selektive Wahrnehmung dieser Leute geht. Immer das ganz Große als Balken vor den Augen und kein Gespür für Kleinigkeiten die das Leben eigentlich ausmachen, besonders wenn es um Kunst und Kultur geht. Weiterlesen

Da war doch noch etwas

Beide Schriften stammen aus der gleiche Zeit. Während die einen an der Vorstufe des Kommunismus herum bastelten, gab es auf den anderen Seit Hinweise, um als Reisende dort nicht aufzufallen, damit die Zonis bei ihrer Frickelei nicht gestört wurden…

Ost

.

.

.

.

West

Mal „Hüh”- mal „Hot”!

Kulturzeit wird auch immer flacher.
Schon der Vorspann nervt, ich finde ihn reichlich faschistoid…
Heute ein Thema, was für mich nie eins darstellte, weder im Osten noch hier: „Die Rückkehr des Kriegsspielzeugs“. Verstehe ich nicht. Politisch korrekt müsste der Titel aber anders lauten: “Die Rückkehr des Freiheitsverteidigungsspielzeugs”, oder?
Witzig, wie sich jetzt Pücholochen und sogar Popen winden, um deren Spielwert zu rechtfertigen. Auf die gewichtigen Betrachtungen von Mutti Schulte möchte ich nicht eingehen. Ist der Name ihres Ablegers (Finn) lediglich eine deutsche Verniedlichung des skandinavischen Rufnamens: Puukko?
Nun zu meinen kindlichen Erfahrungen.
Zwar fielen mir beim Stöbern in einem Schrankkoffer auf unserem Dachboden, auch Soldaten und Fahrzeuge in die Hände, aber alles Wehrmachtszeug. Indianer, Cowboys ließ man gerade noch durchgehen. Ausgeprägter Drang in diese Richtung war mir eigentlich fremd, ich spielte lieber mit dem Stein- oder Stabilbaukasten und meiner elektrischen Eisenbahn.
Allerdings lag ich manchmal stundenlang im oberen Flur und schoss mit einer Armbrust auf einen schön bemalten Adler aus Sperrholz, auf den schon Opa ballerte. Der Vogel war ungefähr 80 cm hoch und 60 cm breit. Man konnte mit Pfeilen, die mit Saugknöpfen versehen waren, Kopf, Schwanz, seitlich mehrere Federn abknallen, steckte ihn anschließend wieder zusammen und weiter ging es.
Mit 10 Jahren baute ich mir Flitzebögen aus Eberesche und Haselnuss, alles unter Aufsicht vom Großvater. Er gab mir ein Jahr später einen gigantischen Tipp, als nächstes wurde aus einem großen Herrenregenschirm eine Bogen hergestellt, der Haltegriff entfernt, und das Oberteil mit Bindedraht zusammen gerödelt, die Sehne bestand aus einer Klaviersaite. Als Pfeile dienten Goldrautenstiele oder dünnen Haselnussgerten. Nebenbei wurde mir auch beigebracht richtige Zwillen zubauen. Weiterlesen

Prinz Charly hatte gestern Geburtstag

Der Gabentisch von Prinz Charly wird sicher anders ausgesehen haben. Bin mir aber sicher, er hing nicht auf so einer lustigen Fête rum… (Ich bin ein paar Stunden älter)
Wenn ich nur an seine griesgrämige Mammi denke…
Beginnen werde ich ich wie ein ganz wichtiger Probierpolitiker. „Lassen Sie mich bitte einen Satz sagen! Ich bedanke mich bei allen Gästen, wegen der guten Laune, dem Appetit, dem Durst und für die Präsente.”
Fange mal an, einiges über die Geschenke abzulassen.
Die Rechnung auf dem Gutschein von Micha und Annette stimmt nicht ganz, es war mein 62ster Geburtstag! Aber fast alle zählen bekanntlich die Summe dieser Tage falsch… Jedenfalls kann ich mich jetzt mit meinem digitalen Müll mehr ausscheißen, wegen der erhaltenen 1073741824 bytes bei ZK.de. Weiterlesen

Meine Büttenrede

Mein Weib hat recht, in mir steckt ein Hang zum Messie, allerdings flog heute der Inhalt von zwei Bananenkisten in die Tonne. Trotzdem blieb etwas an meinen Händen kleben, u.a. dieser letzte Gruß von Gerulf, allerdings von der Witwe geschrieben.
Beim anschließenden Versuch gesammelte Zeitungsartikel in die Tonne zu treten, traf mich eine Fügung, wer weiß wo her. Kurz vorher waren ein Haufen Bücher im Papiermüll gelandet, alles gepflegte Ausgaben. Diesen Entsorger nur einen Kulturbolschewisten zu bezeichnen, würde der Angelegenheit nicht gerecht werden – Becket, Fontane, Huxley, London, Majakowski, Mühsam usw.
Ein lustige Ausgabe befand sich auch darunter und diese wurde ausgerechnet zum Muttertag verschenkt: „Die Geschichte der Hexen und Hexenprozesse”. Was mag sich Annemie dabei gedacht haben?
Hier muss ich etwas einschieben.
Schon herb, mein Weg führt mich seit geraumer Zeit in jene bestimmte Sackgasse, die immer finsterer wird. Das phänomenales Gedächtnis für Daten jeglicher Art, Biographien und Literatur macht den Abflug. Die allgemeine Merkfähigkeit lässt mich mächtig im Stich. Besonders fällt es mir bei Musik auf, noch vor wenigen Jahren genügten ein paar Töne und sofort erkannte ich Interpreten nebst Songtitel…
Vor mehreren Tagen war es nicht möglich, zeitlose Gedichte von einigen Schreibern abzurufen, dabei fiel auch Pannachs Name.
Heute nun, kam durch sein Bild die Erinnerung wieder und ich wurde im Netz auf Anhieb fündig.
Diese Zeilen – in der Zone (auch Gerulf gelang es nicht, mir dieses Wort abzugewöhnen) verzapft – sind heute aktueller denn je. Weiterlesen