Jurkeneinlejerezepte
Berlin, Hurfürstenstraße im Tiergarten
Am Sonntag trudelten zwei Transitschlafgäste bei uns ein, da sie nach ihrer Ankunft etwas spachteln wollten, ging es Richtung Prager Platz, zum Ausklang vom „Fest der Nationen“. Früher, unter Obhut der Britischen Besatzungsschutzmacht gab es noch was her – heute decke ich den Mantel des Schweigens drüber. Uns wurden die Sitzgelegenheiten unter dem Arsch weggezogen. „Punkt 22 Uhr müssen alle hier verschwunden sein, sonst hagelt es Strafgelder vom Amt.“
So bekamen wir noch zwei Stücke von Manfred Maurenbrecher mit, der im „Cafe´ Einstein“ zu einer Lesung aufspielte. Es ist immer wieder eine Freude für uns, dieses Berliner Lyrikfossil an den Tasten zu erleben. Letztens erfuhren wir sogar eine Steigerung, er trat mit Band in einer Lichterfelder Kirche auf.
Anschließend verabredete sich unser Trupp in der Nähe seines Spielortes, zum Mümmeln in einer Kneipe. Sechs Leute, vier Raucher drunter, immer raus zum Qualmen. Wenn man dies nicht im eigenen Rudel tätigt, wird man ewig von Leidensgenossen angequatscht mit so sinnlosem Scheiß, wie es Hundebesitzer drauf haben. Kotzt mich manchmal mächtig an.
Einmal verpasste ich den Anschluss, war etwas länger meinen Hamster melken – dauert im Alter unter Umständen halt etwas länger, setzte mich anschließend zu den beiden verbliebenen Herren. Als die Damen zurückkehrten, fiel mir ein, dass ich ja eigentlich auch rauchen wollte, also raus. Weiterlesen
SCHÖNE DEUTSCHE HEIMAT – NeufünflanD – Sachsen
Blick ins Elbsandsteingebirge
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STADTWERKE-FESTival 2008, Potsdam, 12. July
In Stichworten
– es fand zum 8. Mal statt
– als Ottos Mucke begann tauchte ich auf – Texte nicht unbedingt meine Welt – Sound: O.K., Stimmung ausgelassen
– kurzes Heimspiel eines Potsdamer Hardrocktrios – war zu ertragen
– dann fast 90 Minuten Soundcheck, wobei man einen ganz wichtigen, tätowierten Kugelblitz in action beobachten konnte
– Cherno Jobatey überbrückte die Zeit mit verbalen bullshit – manchmal kam ich mir vor wie zu Zonenzeiten – Kindergarten Weiterlesen
MARIO BARTH – “Generation doof”
Interview, 12.07.2008, 07:25 Uhr – auf Info-Radio
“70.000 Leute bezahlen viel Geld dafür, um sich Altherrenwitz-Pointen erzählen zu lassen – was ist da los? Der Comedian Mario Barth tritt im ausverkauften Berliner Olympiastadion auf. Hallen dieser Größe zu füllen, das schaffen sonst vielleicht Madonna oder die Rolling Stones.
Sein neues Programm heißt: “Männer sind primitiv, aber glücklich.” Was macht den Komiker so erfolgreich – obwohl er eigentlich ziemlich doofe Männer-Frauen-Zoten reißt?
Diese Frage stellt Ute Meyer einer Expertin für Dummheit, der Kölner Autorin Anne Weiß. Sie hat mit Stefan Bonner zusammen ein Buch geschrieben mit dem Titel: “Generation Doof!”. (Ob Anne Weiß mal über ihre eigenen Unzulänglichkeiten promoviert?)
Als ich heute dieses Interview vernahm, dacht ich mir so, beide Mädels, U.M. + A.W., sind nicht weit weg von dieser dickbrüstigen Spinatwachtel, mit der das Privatfernsehen Dummheit flächendeckend salonfähig machte. Nun muss man sich davon doch nicht anstecken lassen, ich bekam es damals mit und das war es dann auch. Weiterlesen
FLACHZANGEN ALLER LÄNDER, VEREINIGT EUCH
Nach dem Studium jener Agenturmeldung werden ja Rudel von Gutmenschen freudig aufgejault haben. Die nächsten Abende in Männer- und Frauengruppen, ebenso bei linkslastigen Kleingartenvereinen sind auf Wochen gerettet, beim gemeinsamen pc Verbalwichsen über das angeschnittene Thema. Sie sollten sich aber auch gleich mal überlegen, wie man diesen Katalog mit einer deutschen Version erweitert.
Eine fällt mir da spontan ein.
Das „Give me five“ unter Kids muss sofort strafrechtlich geahndet werden. Kann es sich dabei nicht um eine getarnte Variante des “Deutschen Grußes” handeln, oder? Weiterlesen
Dürfen Sie Bürger der Bundesrepublik Deutschland sein?
Als Pickel am Arsch dieser Gesellschaft, gelang mein Einbürgerungstest (aus dem “Tagesspitzel” vom Mittwoch, den 9.Juli, auf Seite 2) in fünf Minuten, von 33 Fragen zwei versiebt, Nr. 26 und 32.
Wie macht es überhaupt jemand, der nix Deutsch sprechen?
Wenn in dem Artikel erwähnt wird, das „wahrscheinlich nicht mal jeder Altbundesbürger die Fragen beantworten kann“, meine Schlussfolgerung, dass man den Test bei allen Zonis nachholt und wer nicht besteht, wird ausgebürgert, oder? Für die Ostler sollte man auch noch etwas spezifischere Sachen abfragen. Weiterlesen
In den Fängen einer kleinen Heuschrecke
Im letzten Jahr, am 9. Juli, erhielt ich von einem Bekannten jenen Artikel, kannte aber die Geschichte bereits, in vielen Einzelheiten vom Betroffenen geschildert. Was weiter draus wurde ist mir unbekannt, Herr W. bezog zwar eine neue Wohnung, ich habe aber seit mehreren Monaten nichts mehr über ihn vernommen.
Aus der Berliner Morgenpost vom 9. Juli 2007 – von Michael Mielke
Vermieter baut Zimmer um und löst wertvolle Wissenschafts-Sammlung auf
Der 69-jährige Erich Wirz wirkt heute noch fassungslos, wenn er vom 8. Juli 2005 erzählt. An diesem Tag fuhr der Archäologe nach langer, schwerer Krankheit zu seiner Drei-Zimmer-Wohnung in der Wilmersdorfer Trautenaustraße. Weiterlesen

