Archiv der Kategorie: ALLGEMEINES

Pille-Palle u.a.

“der Promi-Quiz Das Woche”

Auf dem weg zum Elektrobriefkasten glotzten mich drei Larven mit recht drögen Blicken an. Alle guten Dinge sind drei, ich kannte niemanden.
Trotzdem interpretierte ich folgendes in deren Masken.
Das linke Mädel (?) mit dem Schlafzimmerblick, scheinbar kurz davor: „Los, küss mich es kommt gleich!“ Mitte, sie schaut aus wie ein Spione vom Sensenmann. Der Knabe (?) rechts: „War ich nicht gut Mammi?“
Machte trotzdem einen Klick: Die heißesten Gerüchte dieser Woche. Testen Sie Ihr Promi-Wissen. Womit haben die Stars die Gerüchteküche aufgemischt?
Damit erübrigte sich alles, da ich über kein bisschen “Promi-Wissen” mehr verfüge, seit Schwiegermutter ihr langes Leben friedlich beendete. Wöchentlich gab sie über 20 EU für Lotto und bunte Blätter aus – nur wegen der interessanten Rätsel darin, wobei die Summe für das Glücksspiel den kleineren Posten ausmachte.
Es folgte noch die Anweisung: weiter lesen!
Na denne viel Spaß!
Mit „Prominenten“ verbinde ich nun mal etwas ganz anderes als die Quotenheinze der Boulevardmedien, die auch noch meinen, lustig daherzukommen. Klar, die wollen auch ihre Knöppe verdienen. Scheinbar sind Hinz und Kunz wirklich so behindert, dass sie jene Art vorgekauter Gülle gerade noch lutschen können.
Fresst Scheiße! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!
Seit ich denken kann, habe ich Probleme damit auf etwas einzugehen, wenn ich keinen tieferen Sinn darin entdecke. Noch dazu, wenn eine Lusche sich auf seinen Stand in der Hierarchie beruft, auch noch meint, als Autorität durch die Welt zu sterzeln.
Egal wo man im Netz hinschaut, immer versucht jemand die dümmliche Art des anderen zu toppen mit belangloser Inhaltslosigkeit, die ich bewundernswert finde und ich soll mit einbezogen werden – aber Scheibenkleister!
Die Geschäfte mit Dummheit, Angst, Eitelkeit und breitgefächerten Unzulänglichkeiten boomt und jede noch so kleine Zecke möchte sich Brösel von diesem ranzigen Kuchen einverleiben. Singlebörsen stehen dabei immer an der vordersten Front.
Was ist überhaupt ein „Single“?
Für mich kommt er folgender Maßen daher. Als bindungsunfähiges Würstchen mit einem beschissenen sozialen Background, immer nett, politisch korrekt, vielleicht auch ein bisschen saisonbedingt linkslastig, ist er permanent am Baggern. Kleben schließlich zwei dieser Kategorie zusammen, wird bis zum Abwinken geklammert, bis es einer nicht mehr aushält und schon sind beide wieder „Singles“.
Aufgrund dieser Mentalität können bestimmte Institutionen das große Geld verdienen – die sogenannten „Partner“börsen. Weiterlesen

Mehrere 1000000 Anzeigen gegen Guttenberg

Aus welcher sozialen Schicht mögen diese 80 Wichtigtuer wohl stammen, die Anzeige gegen Herrn Guttenberg erstatteten.
Bestimmt ein Haufen Phönixe mit verkümmerten Flittchen darunter, die sich um ihre ersten Flugversuche selber kümmern mussten und lange Zeit damit verbrachten, den Dreck von ihren Federn und Stelzen zu entfernen. Dergestalt „erleichtert“, sie flugs Anstalten machten, jungdynamisch vom Bodensatz der Gesellschaft aufzusteigen. Wobei es näher betrachtet, eigentlich nichts bringt. Weil anschließende Zwänge, jene Emporkömmlinge oft dazu verdammen, es einem Hamster im Laufrad gleichzutun. Der zwar lustig anzuschauen ist, aber letztendlich auf der Stelle tritt, noch dazu im Käfig. Ein Homo sapiens ist allerdings in der Lage seine Gitter vergolden zulassen, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass es eine Voliere bleibt, auch wenn sie glänzt und andere blendet. Weiterlesen

Hugo von Guttenberg +

Eine verbale Masturbationsperformance jagt die andere, während der nicht enden wollenden Sternstunden für DummschwätzerInnen, selbstverliebte MoralistInnen, BesserwisserInnen, KlugscheißerInnen, SpökenkiekerInnen, politischen KaffeesatzleserInnen, verklemmten SelbstdarstellerInnen, nebst Viertel-, Halb- und DreiviertelintellektuellInnen, die sich immer und überall einbringen müssen.
Gott sei Dank trat Hugo von Guttenberg nun endlich ins Abseits, nicht in die ewige Versenkung. Schon melden sich die ersten schrulligen Lobhudler, die meinen, er bräuchte eine neue Chance. Richtig, vielleicht könnte der adlige Spross in seiner früheren Penne als Schülersprecher hc. von Neuem beginnen, vielleicht sogar mit seinem „großen politischen Talent“ bei den Hellgrünen oder Dunkelroten hausieren gehen. Weiterlesen

Verschollen im Landkreis GF

Seit mehreren Tagen hänge ich im ehemaligen Appendix des Kalten Krieges herum, man nannte ihn damals: „Das Zonenrandgebiet“.
Sehr wenige im Freundeskreis hatten jemals den Namen des Dorfes vernommen. Es änderte sich etwas nach der Eingemeindung, als alles plötzlich Wittingen hieß. Zumindest Alkies sagte dieser Ort nun etwas, wegen seiner Brauerei.
Der Rest konnte sich den Namen nie merken, aber alle wussten, dass wir oft in eine Gegend fuhren, die 30 km nördlich von WOB-City lag. Mit Freunden fuhr ich im September 1979 auf dem Rückweg aus dem Landkreis Psycho-Pannenberg erstmalig hier durch, was zur Regelmäßigkeit ausartete, später kamen die anderen Gründe hinzu.
Um es kurz zu machen, viel Landschaft in der Südheide, sonst nicht viel. Weiterlesen

Bemerkungen zu einem Plagiat

Vor zwei Tagen erhielt ich von Manfred S. einen A4-Bogen. Jemand wollte jene Sätze zudem Konfuzius in die Pantoffeln aus Reisstroh schieben.
Denn die dort erwähnte Einrichtung existierte noch nicht und die oben und die unten lebten damals noch in ganz anderen Verhältnissen. Es gab weniger Leute an der Spitze, außerdem waren sie wesentlich fetter, was die angesprochene Aussicht arg verfälschte. Für sämtliche unteren Chargen gab es überdies nicht viel zu lachen.
Alles nur an Unternehmen festzumachen, wird der dargestellten Situation nämlich nicht gerecht, ich beziehe es auf alle Hierarchien.
In „unserer“ gegenwärtigen Spaßgesellschaft kommt hinzu, dass so manches Lachen abnorm und hilflos erscheint.
Mir sagt man allerdings oft Gelächter an ganz falscher Stelle nach. Dies liegt daran, dass mich gewisse Zeitgenossen in einem fort dazu animieren. Weil sie mir ständig auf die Nüsse gehen und mich bis zum Kotzen abnerven – mein Lachen ist deshalb nur Selbstschutz. Wenn z. B., ostinat vorgetragene „Expertenahnungen“ aus Betroffenheitslarven quellen, getragene Worte von Scheuklappen bewehrten Berufsgutmenschen die Luft verpesten, „demokratische“ Vi$ionen weltfremder Träumer und Au§agen politisch korrekter Schnacker meine Horchwaffeln streifen…

(Ein Unternehmen) Eine Hierarchie ist wie ein Baum voller Affen, alle auf verschiedenen Ästen, auf verschiedenen Höhen. Einige klettern hoch, manche machen Unsinn und manche sitzen untätig herum. Die Affen ganz oben schauen herunter und sehen einen Baum voller lachender Gesichter…
Die Affen ganz unten schauen nach oben und sehen nichts als Arschlöcher!

…und sogar mach promoviertes dabei, was man aber nicht jeder Sitzwangenperforation sofort ansieht…

HARTZER können endlich rauschende Feste feiern

Es war einmal.
Es war einmal, vor 12 langen Monaten, da grummelten irgendwo die Bundesverfassungsrichter.
Bereits nach 10, wirklich nach Monaten tat sich ein bissel – und zwei Monate, die letzten zwei Monate wurde hart gekämpft – mit Zahnstochern bis zum letzten Blutstropfen. Ganz wütend zerrissen die Kontrahenten immer wieder das feuchte Papier worauf sie ihre Kompromisse kritzelten.
Letztens in einer kalten sternenklaren Nacht ward es endlich geschafft, man sah den Geburtshelfern, jener Chimäre die Folgen ihres Kampfes an.
Dieses ökonomisch/politische Mischwesen taufte man sofort nach der „schweren Geburt“ und nannte es – Kompromiß. Für diese sozialpolitische Fußnote erhält das Bundesarbeitsblondchen den buckligen Quasimodo aus Salzgebäck.
Eines der leichtesten Übungen aus dem Hause von Tante SPD.
Bereits vor 100 Jahren machte Tucho darauf seinen Reim…
Nun darf jeder Hartzer sein Dorf einladen, ein rauschendes Fest zelebrieren. Nebenbei, die Musi und der Gesang von Ernst Busch sind hervorragend zum Tanzen oder Schunkeln geeignet…

Dr. nix mehr.

In den letzten Jahren kreuzten ein Haufen Nasen meinen Weg, die sich irgendwann mal den 4ten und 18ten Buchstabe des Alphabets vor ihren Nachnamen pappen durften. Viele darunter, die allen Ernstes dem Trugschluss aufsaßen, dass dieser Akt dem angeknacksten Selbstbewusstsein Flügel verlieh.
Wenn ich daran denke – wird mir immer ganz anders…
Massenhaft ungebildete Fachidioten darunter, nun aber mit jenem Selbstverständnis, als tragende Säule der Gesellschaft einer elitären Schicht anzugehören. Im Endeffekt aber nur auf einer anderen Ebene weiter buckeln, jedoch als etwas größere Nummer im System und mit einem längeren Namen auf den Visitenkarten.
In dem Zusammenhang fällt mir hier im Kiez auf, was Gentrifizierung betrifft, dass zwar mehr Titel auf Klingelschildern erscheinen, aber diese Tatsache auf keinen Fall beitrug, das intellektuelle Niveau im zwischenmenschlichen Umgang aufzubessern, im Genteil.
Was sagt uns das?
Es ist ganz einfach!
Diplome, Magister, Titeln sind absolut ungeeignet, die soziale Herkunft zu kaschieren.
Ein kleines Beispiel, was fast jeder in seinem Umfeld beobachten kann. Wo wir früher wohnten war es nicht anders als jetzt hier. Rund zwanzig Jahre sind vergangen seit Einführung von farbigen Mülltonnen, unter den Mietern ein Haufen „studierter Leute“, sehen sich nicht in der Lage diese Behältnisse entsprechend ihrer Kennzeichnung zu „befüllen“…
Letztens kam mir folgender Hinweis unter die Augen: Weiterlesen

Vergangenen Freitag: FameLab in Potsdam

Nach einem Wink mit dem Zaunpfahl ging es am letzten Freitag auf den Telegrafenberg, ins GFZ – neudeutsch: German Research Centre for Geosciences, dem Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Ist ja alles mächtig zentriert!
Mein Weib und ich waren sehr gespannt, denn nach der Kurzinfo vom Filius, konnten wir uns nicht viel vorstellen, um was es in dieser Veranstaltung eigentlich ging.
Am Institut gab es von zwei sehr freundlichen Pförtnern die Parkplatzeinweisung.
Im Gegensatz zu meiner Stupidenzeit an der FU, präsentierte sich das gesamte Institutsgelände als sehr sauber, gepflegt und ohne Tags oder Sprüche an den Wänden. Vorm Eingang zum Hörsaal, lag kein Zigarettenstummel auf dem Pflaster, bis zu dem Zeitpunkt als Herr N. seine Kippe wegschnippte.
Dort trafen wir auf weitere Bekannte, jene hatten bereits den ersten Vorrundenteil erleben dürfen und fanden die Interpretation der Vorträge sehr amüsant, in dem übermackerten Quintett befand sich sogar eine Quotenfrau.
Was anschließend von den nächsten Vortragenden folgte, kam sehr amüsant rüber. Denn alle waren auf ihre Art in der Lage, aufgesogenes Lexikonwissen (Wofür so mancher während des Studiums von Dozenten gelangweilt wurde und seiner Willkür ausgeliefert war.) gekonnt weiterzugeben, wobei jeder sein Thema witzig verpackt vortrug.
In der Pause gab es einen kleinen Imbiss. Hinterher fiel mir noch ein, dass ich vergaß mich zu erkundigen, woher die wunderbaren Brez´n stammten.

Zwei Fußnoten folgen noch.
Sie betreffen die Anzahl der Zuschauer und das Detail auf der Toilette.