
Franfurt/Oder – Allein die Qualität der Schrippe ist eine Reise wert (stammt sicher aus Polen)! Zum Inhalt möchte ich nur ablassen, dass es heute fast unmöglich ist, gewissen ganz primitiven Neigungen nachzugehen, wenn man sich z. B. den Ranzen vollschlagen will entsprechend seiner mitteleuropäischen Sozialisation und dann feststellen muss – Scheibenhonig! Ist mir klar, Gutmenschen werden wieder aufquieken und versuchen mir Xenophobie zu unterstellen. Warum soll man seine Gelüste unterdrücken, wenn es einem mal nach Bockwurst ist? Die im Bahnhof von FF kommt meinen versauten Geschmacksnerven immer sehr gelegen, obwohl der Fleischanteil in einem Türkburger bestimmt höher ist. Zu Zeiten der letzten Gammelfleischperiode war noch höher. Nach einer deutschen Wurstnorm sind für einen Dampfriemen als Minimum 17% schieres Muskelfleisch vorgeschrieben, was kann da der Metzger alles für ein undefinierbares Zeug unterbringen. Daran darf ich gar nicht denken. In Berlin/Brandenburgischen Gefilden kommt es nicht oft vor, dass man sich solch leckeres Teilchen zwischen die Kiemen schieben kann, in Thüringen sieht es da etwas anders aus…
Die dazugehörige Wurst passte zu der Teigwaren, wie die Faust aufs Auge. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Alltäglicher WAHNWITZ
Was bedeutet Mubaraks Rücktritt?
11. Februar 2011 20.68 Uhr, Lothar Matthäus analysiert, welche Rolle die Ereignisse in Kairo für seine Sicherheit spielen. Bin mir nicht ganz sicher, habe mich scheinbar mit dem Loddar vertan.
Micha F. versucht es auch noch. Kann man ihn aber mit diesem Blick für voll nehmen? Was mag er bei der Größe seiner Pupillen genascht haben? Seine Sätze muten recht merkwürdig an, zumal er sie als Analyse unters Volk streut… Weiterlesen
Wie ein Hund in Finnland mit erhobener rechter Pfote Adolf Hitler zur Weißglut reizte.
Im tiefsten Inneren sind Linke und Rechte, bis auf ganz wenige Ausnahmen tatsächlich vollkommen humorlos, weil sie sich auf eine krankhafte Art ernst nehmen. Sogar ironische Anmerkungen werden deshalb sofort als persönliche Angriffe interpretiert.
Im ersten Satz verzierte ich den richtungsweisenden Begriff mit Gänsefüßchen, weil es eigentlich gar keine mehr gibt, eigentlich noch nie gab.
Mit der Einschränkung, dass Linxwixer en masse orientierungslos durch die Gegend sterzeln. Hier und jetzt möchte ich absolut nicht groß auf irgendwelche etablierten, ehemaligen Saisonrevoluzzer eingehen. In solchen Situationen fallen mir trotzdem immer wieder Trittin und die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ein. Gott nochmal, um was für Vereine musste es sich gehandelt haben, wenn es hinterher so einfach erscheint, politisch gestählt, unvermittelt wie Kai aus der Kiste, im finstersten kapitalistischen System als staatstragende Luschen wieder aufzutauchen???
Irgendwie waren kommunistische Kleingärtnerverbände doch gewisse Kaderschmieden, wenn ich mir die Masse der geschulten 3D-Karikaturen anschaue.
Wo ist überhaupt die Rote Heidi abgeblieben? War nicht von ihr diese bahnbrechende Erkenntnis, man ist ja als Kind unterm Wasserwerfer groß geworden…
Häufig kam bereits die Frage, warum ich oft auf Die Linke eindresche, das ist auch der Grund, weshalb mir mancher einen latenten Hang zur anderen Ecke nachsagt.
– Mitnichten, wer meine politische Orientierung hinterfragt, muss dabei nur geometrisch/physikalisch herangehen, weil ich mich soweit rechts bewege, dass ich links wieder herauskomme. Wobei es bei sehr vielen Leuten, an deren ideoligscher Sozialisation ich teilhaben durfte, in den letzten Jahrzehnten alles umgekehrt ablief…
Deshalb klaffen zwischen diesen arrivierten Politchamäleons und mir Welten, so mancher kann es bestimmt nachvollziehen, schließlich ist die Erde eine Scheibe! Weiterlesen
wg. “Wetten dass..?” – Eine alte Pilotenweisheit: Fliegen heißt landen
Ungefähr viertel vor elf verging mir gänzlich der Trieb auf Nachrichten. Im ZDF plapperte Herr Gottschalk mit Betroffenheitslarve etwas in die Kamera – sicher den Gedanken im Hinterkopf – das wars!
Als Hartzer wird er seine kommende Zeit sicher nicht verbringen müssen.
Mir kam dabei, wie viel Zeit ich in den 29 Jahren anderweitig verbrachte, wo er seinen neuzeitlichen Blauen Bock-Verschnitt offerierte. Was aber nicht heißen muss, dass diese Stunden immer viel sinnvoller verstrichen…
– Anscheinend existieren Eltern, welche offenkundig nur deshalb Kids anrühren, um die Ableger hernach zu trimmen, eigene, verpfuschten Träume zu realisieren. Später im Schatten deren Ruhmes Sonnenbäder nehmen wollen und nebenbei auch noch ihre unstillbare Eitelkeit befriedigen lassen. Hatte die Mutter meiner Schwester auch mit mir vor!
Dauerte ziemlich ja lange, bis Murphy´s Law mal richtig zuschlug.
– Wer kommt denn dafür auf, wenn Sammys wichtigste Gräte deformiert wurde und er für den Rest seines Lebens untenherum unlustig bleibt?
„Wir konnten Ihnen diese Bruchlandung nur zeigen, weil Sie pünktlich Ihre GEZ-Gebühren bezahlt haben! Danke!“
Schätze mal, dass die Boulevardmedien nun Thommy-Darling, bzw. everybody’s Depp, vielleicht doch abschießen werden. Dabei muss man die Programmmacher des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mal fragen, wieso sie ihn als Quotenheinz instrumentalisierten. Er deshalb in der Regenbogenpresse mit spektakulären Wetten einen hohen Unterhaltungswert genas und sich darin ausgiebig suhlte, was mir Schwiegermutters Frauenzeitschriften immer wieder druckfrisch offerierten.
Zu diesem System der aufs unendliche ausgerichteten Sensationsmache, des nimmer enden wollenden Rausches auf der Überholspur, gehören nebenbei auch die recht kruden Methoden, mit denen die GEZ dafür ihre Gelder eintreibt.
Um 1980 herum verfügte der Weltspiegel und andere Politmagazine, z.B. Merseburgers Panorama, lediglich über 600 DM per Sendeminute! Wim Tölke* konnte in 60 Sekunden auf 3500 Mark zurückgreifen! An jenem Verhältnis wird sich bestenfalls nichts geändert haben, im Gegenteil, für Flachzangenunterhaltung kann heute noch mehr geklotzt werden. Ist ja auch nicht einfach, das sinkende Niveau optimal zu unterbieten, um anschließend dafür noch Preise einzuheimsen.
– Bin ich froh, das Herr G., aus R., 60, bei seiner Lebenseinstellung niemals in Erwägung zog, als stupidierter Pädagoche sein Leben zu fristen. Dort hätte er wesentlich mehr Schaden anrichten können. Als Heidenkind geht mir manchmal durch den Kopf, Gottes Fügungen sind unergründlich, öfters auch gerecht…
– Wie heißt es so schön beim fliegenden Personal?
„Eine ausgezeichnete Landung ist eine, bei der du hinterher weghumpeln kannst
Eine sehr gute Landung ist eine, bei der du all deine Knochen anschließend noch verwenden kannst
Eine gute Landung ist eine, die man irgendwie überlebt…“
Werden nun die Zuschauer für Konventionalstrafen herangezogen, weil viele GästeInnen auf ihren dünnen Cocktail-Smalltalk verzichten mussten?
…Hollywood-Star Cameron Diaz (38), Teenie-Schwarm Justin Bieber (16), Sängerin Cher (64), Oscar-Preisträger Christoph Waltz (54), Musiklegende Phil Collins (59), die Schauspieler Alexandra Maria Lara (32), Hardy Krüger sen. (82), Otto Waalkes (64) und Model Sara Nuru (21).
Und – natürlich die wiedervereinten Jungs von Take That mit Robbie Williams (36).
Von diesem Gästemix kenne ich viele gar nicht.
Erst heute klärten mich zwei Frauen auf, dass Robby nicht schwul sei, weile er eine Hetero-Beziehung staatlich sanktionieren ließ, aha…
Allerdings verstanden beide dieses Gerücht nicht, dass es sich bei ihm um einen Frauenschwarm handeln würde.
Ach so, hätte ich bald vergessen, hier folgt noch der Link für Hardcore-Gaffer: WELT ONLINE Weiterlesen
Widerland im Schwabenstand
Was bestimmte Beobachtungen in dieser Republik und daraus resultierende Stimmungslagen betreffen, beschlich mich bereits vor längerer Zeit jenes Gefühl, dass ich in all den vergangenen Jahren, wiedermal in einer ganz anderen Republik gelebt haben musste, als z. B. Otto Normalverbraucher und Gabi Mustermann.
Jener Artikel von Sibylle Krause-Burger bestärkte mich darin.
Vom Verständnis her, entspricht die heutige Situation ungefähr meinen Empfindungen aus Zonenzeiten von Anfang ’70…
Scheinbar verstehe ich auch wieder alles ganz falsch.
Schon recht merkwürdig, was Madame SK-B in dem Text ablässt. Dabei munkelt man, sie betätigt sich immer noch als Kolumnistin für die „Stuttgarter Zeitung“.
Mag ja sein, aber ihre „POSITIONEN“ kommen bei mir ganz anders an.
Ungefähr so. Da kehrt die ältere, schreibende Hausfrau, von einem Lichterketten-Event, demokratisch aufgewühlt in ihren Elfenbeinturm zurück, klaubt einiges aus ihren Gehirnwindungen zusammen, setzt sich hin und verfasst etwas für die besten Freundinnen…
Heraus kommt: „Widerstand im Schwabenland“
Schon lustig, wer als „musterländlicher Widerstandskämpe“ alles herhalten muss…
Nun könnte ich damit kokettieren, dass Thomas Müntzer ganz in der Nähe meiner kalten Heimat geboren und „gestorben“ wurde. (Beide Orte sind ungefähr 40 km entfernt!)
Zu dem einen „aufrührerischen“ Dichter fällt mir ein, dass ich damals viele Minuspunkte erhielt, als ich in der POS dem „Deutschleerer“ vehement widersprach, als er die „Räuber“ heranzog, um zu beweisen, dass man Friedrich v. Schiller bereits zu den frühen „sozialistischen Realisten“ zählen könnte…
Sollte sich Frau K(Bindestrich)B in ihren Tagen nicht langsam auf etwas anderes besinnen. Sie erinnert mich an Jo Gauck. Diese Leute meinen, dass ohne ihr Zutun nichts funktioniert. Dabei sind in den letzten Jahren, große Teile der alten Journalisten-Garde schon lange zu Hofberichterstattern mutiert, die sich wollüstig mit ihrem gefälligen Nachrichtenschleim multiple Orgasmen verschaffen – und wie einst die Alten sungen, zwitschern heut’ die Jungen…
Die Angehörigen der Kukident-Generation klopfen sich gegenseitig auf ihre osteoporösen Schultern, schieben sich Preise zu und Laudatoren schwätzen dabei „seehr scheen“.
Während der David-Grossmann-Show fiel mir abermals auf, wie so mancher der Anwesenden mit Ermüdungserscheinungen kämpfte.
Für den folgenden Satz kann ich Grossman nicht heranziehen, denn ihn halte ich für integer, wofür ich nach einem Kameraschwenk bei so manchem Zeitgenossen aus dem Publikum, nicht meine Hand ins Feuer legen würde…
Es sollte das Privileg der jungen Generation sein, festzustellen, ob jemand würdig erscheint, z. B. für sein Lebenswerk gekürt zu werden – denn die Zukunft ist nichts für Nostalgiker! (Frei nach Andreas Thiel?) Weiterlesen
XXIII. IX. MMX – HERBSTANFANG
Angeblich konnte man sich nicht einigen, auf welchen der vielen Westberliner Trümmerberge nun das Drachenfest stattfinden sollte. Die Gerüchteküche brodelte mächtig, endlich war es raus, das Drachenfest zur 750-Jahrfeier sollte vor dem Reichstag stattfinden.
Einhellige Meinung der Szene, wir boykottieren dieses Vorhaben. Wat sollte der Scheiß, vor dem Reichstag gab es die denkbar ungünstigsten Windverhältnisse im innerstädtischen Bereich. Bei Ostwind war es nur an den Rändern der Wiese möglich einen Drachen nach oben zu bekommen und man musste sofort mindestens 70/80 Meter Schnur geben, um aus den Turbulenzen des Reichstages zu kommen. Lenkdrachen ließen sich in dieser Situation überhaupt nicht fliegen, ebenso bekamen kleine Mülltüten schon bei unstetiger Nord- oder Südbrise mächtige Probleme, wegen der Bäume an den Rändern.
Mir war der Standort egal, da ich an besagtem Wochenende sowieso im Rheinischen hängen wollte.
Dann sagte sich aber Stefan und seine Freundin an…
Mittlerweile war bekanntgegeben worden, das Windfest sollte unter einem Thema laufen: „Lasst den Reichstag fliegen!“
O.K. – Ich werde ihn fliegen lassen, allerdings zum samstäglichen Nachtfliegen auch nochmal abbunsen, van der Lubbe ließ grüßen. Weiterlesen
Morgen ist Herbstanfang und früher begann an diesem Tag das “richtige Drachenwetter”
Ehe ich zum Schluss wieder beim Reichstag lande, muss ich sehr weit ausholen.
Diese Begebenheiten beginnen Anfang der 80er im letzten Jahrhundert, in eben der heutigen Jahreszeit. Es nervte mich, dass meine Freundin ewig irgendwelche Karstadtgeier anbrachte und diese Teile überlebten meistens den Nachmittag auf dem Teufelsberg nicht…
– Als großer Drachenfan schon in Kindheitstagen, September 1957 bastelten wir gemeinsam mit dem Vater meines Freundes Datsch, unseren ersten Drachen aus Pergamentpapier. Alles wurde mit einem Gesicht versehen und das Ding flog auch. Einen Monat später baute ich mir das erste Teil selber und wollte in der Perspektive Kosmonaut werden, da ab jenen Tagen der Sputnik oben kreiste…
Schon ein Jahr später nähte ich, unter Omas Obhut, die Bespannung für den Eddy aus Fahnentuch. Jetzt brachen eventuell nur noch die Leisten, der Nachteil von diesem Ding, er benötigte zum Fliegen mindestens 5 Windstärken. Bei den folgenden Modellen, immer größer werdende Kastendrachen, gab es anders gelagerte Probleme. Alles wuchs nebenbei mit, die Fähren, mit der auch größere Segelflieger und Fallschirme abgeworfen wurden, außerdem musste immer stärkere Schnur organisiert werden. Nebenbei hatte wir schon die Schnauze voll, da mit gepechten Sisal- oder Hanfseil geflogen wurde. Aus Ermangelung vernünftiger Handschuhe, hieß es anschließend immer, die Vorderläufe mit Nitroverdünnung oder Trichloräthylen zu reinigen.
Kurzzeitig benutzten wir in flüssigem Wachs imprägnierte Schnur, bis Hagen uns eine riesige Garnrolle aus Kunstfasern besorgte, 1000 Meter und bestimmt 10 kg schwer. Damit bestückten sie in der Kolchose einen neuartigen Mähbinder in der Testphase…
– Mittlerweile hatte keine 100 Meter von meiner WG, in Schöneberg, der 1. Drachenladen Berlins eröffnet. Lernte dort die beiden Eigner kennen, Michael Steltzer und Chris Sandy, skizzierte einen Delta, kaufte die entsprechenden Materialien, nebst einer Fähre und nähte das Teil. Nun wurden noch geschlechtsspezifisch zwei Fallschirme bestückt, mit Barbiepuppe und Teddybär, meistens ging es dann zum Teufelsberg…
Auf diesem Bauschutthügel traf man auf Leute, die sich keinen Kopf machten, was ihre postpubertären Phasen betrafen. Nebenbei zog ich mit einigen zu den anstehenden Drachenfesten durch Europa…
– Ab hier gelange ich an einen Punkt, wo bei den folgenden Schilderungen sicher einige aufstöhnen werden, schon wegen der partiellen Wahrnehmungen, allerdings liegt es mir auch sehr fern, irgendwelche Legenden zu zerstören…
Jedenfalls entwickelte man so seinen ganz spezifischen Tick, der absolut nichts mehr mit diesem Kinderspielzeug aus vergangenen Zeiten zu tun hatte.
Will zu den Ablichtungen noch etwas ablassen!
An einer Tischreihe hockten mehrere Funktionäre aus dem Distrikt, hinter ihnen standen ordentlich aufgereiht viele Frauen. Ein junger Mann rezitierte und anschließend sangen die Kinder den eben vorgetragenen Text, der anschließend übersetzt wurde.
Die selbstgefälligen Bonzen, ihre stolz-glasigen Blicke nebst der überlangen Fingernägel (teilweise wirr gewachsen 5 bis 10 cm lang) einiger dort sitzender, brachten mich in Rage. Holte in der Situation mein Pustefix hervor. Bei der ersten Ladung gab es fast keine Reaktion bei der Kids, aber dann…
Ausgerechnet dem kleinsten Buben, er war bebrillt und schaute sehr aufgeweckt umher, näherte sich eine Blase, kurz vor seinem Gesicht wurde das schwebende Objekt von ihm weg gepustet. Als er nun mit etwas mehr Luft weiter blies zerplatzte das Teil, von dem Moment an grapschten alle nach den Flugobjekten.
Die Erzieherin, entsprechend pädagochisch vorbelastet, fing an in höchsten Tönen zu kreischen, wurde aber von einem Funktionär sofort beruhigt. Da stand ich dann auf und legte los, plötzlich lachten alle. Anschließend bekam die Tante das kleine Seifenblasenutensil von mir geschenkt, was sie aber trotzdem nicht richtig beruhigte…



Auf den Wochenmärkten registrierten wir oftmals Schreiber, die ihre Kalligraphie-Künste auf handgeschöpftem Papier anpriesen.
Unsere Leute ließen sich alle irgendwelche sehr sinnigen Sätze kreieren, z. B.: Das unendlich Loch im Himmel oder Der reitende Drachen unter den Wolken u. ä.
>Mehrfach wollte ich mein Buttonspruch verewigen lassen, aber Fuck the Sky, konnte kein Dolmetscher übersetzen!
Interessant waren immer die entsprechende Handlungen mit den Schriftkundigen…
Dafür näherte sich der Dolmetscher dem Meister erst, bis er mit einem Blick dazu aufgefordert wurde, sein Begehren vorzutragen. Er nannte den Spruch, worauf der anwesende Schüler mit langatmigen Gehabe die Frage stellte, welche Größe jenes Bildnis haben soll. Entsprechend drapierte der Knabe das Papier vor seinem Meister, der weiterhin mit stoischer Ruhe in sich geht. Nun in vollständiger Ruhe, lässt er sich irgendwann das vorgesehene Malutensil reichen, macht aber noch vorher einige kurze gymnastisch aussehenden Bewegungen mit der Hand, packt dann das Schreibgerät mit seiner Faust, die Borsten weisen dabei nach unten, taucht es ganz vorsichtig in die gewollte Farbe und beginnt in einer affenartigen Geschwindigkeit die Lettern zu kalligraphieren. Sein Gehilfe nimmt anschließend den Pinsel an sich und beginnt ihn sofort ganz vorsichtig zu reinigen.
Der Schefff streut aus einem überdimensionierten Salzstreuer sehr feinen Staub auf die noch feuchte Schrift und geht dann wieder ein Weilchen in sich…
Abschließend nimmt der Knecht das Papier, schüttelte es vorsichtig aus und pustet die verbliebenen Brösel hinweg.
Dann erfolgt noch das Zusammenrolle des Werkes, die kunstvollen Verpackung, nebst einer facettenreichen Verabschiedung.
Alles verbunden mit endlosen Segenswünschen und der unauffälligen Übergabe des ausgehandelte Lohnes…
– Rasend schnell entwickelte sich in jenen Jahren eine Freizeitindustrie, wo viele begannen, Statussymbole an die Wolken zu nageln. Hightech war irgendwann angesagt, Flugobjekte aus ultaraleichten und hochfesten Materialien zerschnitten auf einmal lautstark die Lüfte.
Was zu Auswirkungen auf allen Drachenfesten führte. Nur noch Teilnehmer der entsprechenden Klubs wurden aus versicherungstechnischen Erwägungen in die abgesperrten Areale vorgelassen. Klar, wem so eine NASA-gestylte Mülltüte aus CarbonFiber und Ripstop-Nylon mit 150 Sachen an die Glocke knallte, musste sich unter Umständen keinen Kopf mehr um sein weiteres Leben machen…
Die Nachfrage zwecks Werbung anlässlich eines Drachenfestes auf der Buga, 1985, ließ mich schwach werden – Pecunia non olet – sollte allerdings die dafür vorgesehene Knete erst nach Lieferung von 12 Dias nebst entsprechenden Text erhalten, für ein KNAX-Heft.
Als die Zusage kam, dass ich in einer kleinen Bude sämtlich Steckverbinder fräsen und drehen konnte, lief alles an. Besorgte mir daraufhin das entsprechende Material und legte los. Letztendlich beliefen sich die Kosten auf rund 500 DM + 30 Arbeitsstunden, 800 Eier waren es dem entsprechenden Werbemenschen wert, die Kohle wurde einer Kaffeekasse entnommen…
Und der Sozialneid blühte an jenem schönen Tag, zumal es nicht besonders windete, aber meine Mülltüte schon bei einer halben Windstärke wie ein Sektkorken abging.
Eigentlich war mir nie nach einem Drachen dieser Preislage. Das Angebot aus der Spardose entpuppte sich als Geschenk des Himmels. Denn für mein späteres Vorhaben benötigte ich dieses große Format und orientierte mich deshalb an einer Thaischlange.
Als Motiv verfremdete ich farbig und seitenverkehrt den Apokalyptischen Reiter von George Grosz, denn frische Luft ist etwas mehr, als nur ein Medium zum Kiteflying.
Jenes Motiv von dem musizierenden Tod habe ich von Alfred Rethel geklaut und neuzeitlich modifiziert!
Mike Minehan erwischte mich irgendwann mal vor dem Reichstag, photographierte meine Schlange und brachte das Bild sogar im TAGESSPITZEL unter. Sein Kommentar war allerdings leicht übertrieben, er lautete ungefähr so: Ein Berliner Drachenfreund baut riesige Kites und bemalt sie mit Motiven von George Grosz!
– 1987 dräute am Horizont, die Kleingeister von beiden Berliner Halbstädten versuchten sich zu überbieten, was die 750-Jahrfeiern angingen und Mike wollte das größte Drachenfest Berlins zelebrieren, auf dem Gelände des Teufelsberges – aber die Auflagen!
Und wo er sich mal drin verkeilte, da ließ er nicht mehr los.
Als musste erstens ein Verein her! Dafür wurde sich im Frühjahr ’86 in einer Ätzkneipe getroffen, dem „Phillis“ in der Pohlstrasse. Als „Kumpelnest-Gänger” mochte man solche Yuppi-Löcher natürlich nicht, deshalb kam ich schon leicht abgenervt dort an.
Was die Namensvorschläge betrafen, ebenso deren Interpretationen angingen, entsprach die Situation einem antiautoritären Kinderladen mit beknackten Gutmensch-Gören.
(Zu eben dieser Zeit lief im Südwesten der Republik ein Prozess, weil ein Marktflecken seinen Sportverein Motor oder Dynamo nennen wollte, dies musste unbedingt verboten werden.)
Deshalb mein Vorschlag, den zu gründenden Verein AERO(mit Bindestrich)FLOT zu taufen.
So als Gegenstück zum Musterländle, denn die Presse würde nebenher mächtig Werbung für Mikes Drachenladen veranstalten.
Von Bernhard kam noch: FLOTT, mit doppelten T, alles schien gelaufen.
Später nahm keine Sau Notiz von dieser Namensgebung, so unspektakulär verlief es damals in Berlin…
Drachen usw.
Weiter geht es hier: XXIII. IX. MMX – HERBSTANFANG
Die Zukunft der Anti-Atom-Bewegung >>> Allerdings ist die Zukunft auch nicht mehr das, was sie mal war! Trotzdem, die Zukunft kommt wieder! <<<
Gestern verband ich eine längere Radtour mit peripherem Restklassenkampf, produzierte nebenbei audio-visuellen Müll.
Die Situation vor dem Wallotschen Palaverhaus war nicht so richtig durchschaubar. Eigentlich galt die Wiese davor als No-go-Area, an der westlichen Seiten lagen aber die rot/weißen Begrenzungszäune auf dem Rasen. Außerdem liegt doch dieses Anwesen in der Bannmeile, oder?



Ver(w)irrte Schäfchen
Unter der Ägide von Frau Professor Süssmuth (Mit ihr begann die Ära von Frauen in höchsten Regierungspositionen, welche mich ewig an jene Hausfrauen erinnern, die mit einem krankhaften Hang zur Harmonie, erfolglos versuchen ihr Umfeld zu befrieden.) wurde mit riesigem Aufwand der Platz vor dem Reichstag umgestaltet. Der dafür verantwortliche agile Knecht, ließ nach Bewältigung seiner „schwierigen Aufgabe“ folgendes ab, was in der Berliner Abendschau ungefähr so klang: „…endlich haben wir den „AMÖBOIDEN Charakter dieses Platzes für immer beseitigt…“
Für diese Unverschämtheit hätte dieser Knabe mehr als nur Klassenkeile verdient…
Vorher lebte dieser Platz täglich und das ganze Jahr über. Mit all seinen Konzerten der U- und E-Musik, der Quatschkopf Heller bunste dort sein gigantisches Feuerwerk ab, vielfach gaben sich dort Menschen den unterschiedlichsten sportlichen Betätigungen hin. Nicht zu vergessen jene berühmte Rede von Ernst Reuter 1948 (Der erste OB mit Visionen für diese Stadt, allerdings auch der vorletzte, später folgte nur noch Willi Brandt, den ich politisch ernst nehmen konnte.)
Wie oft machten wir in der Nacht zum 1. Mai durch und pennten nach den DGB Kundgebungen anschließend unsern Rausch dort aus und schwätzten hernach wieder dämliches Zeug, so als Ersatz zum entgangenen Klassenkampf…
Nachtrag:
Stimmt nicht ganz, denn der entsprechende Einsatz erfolgte dann am späten Nachmittag, nach einem längeren und immer sehr lustigen ☺ Marsch ins entsprechende Zentrum von ♣berg!
Manchmal zog sich vor Ort dann alles hin bis weit in die Nacht hineinging.
Allerdings unter einem ganz anderen, fast unpolitischen Motto, dann hieß es lediglich: High sein, frei sein, Chaos muss dabei sein…




Man konnte auch einfach so dort herumliegen und die Wolken beobachten, noch besser kam es stoned und mit den „Floyds“ in den Lauschern und manchmal konnte man dort innerstädtisch auch mäßig Drachen steigen lassen…
– Heute stillos „aufgehübscht“, wenig frequentiert, präsentiert sich diese Koppel nur noch öde…
Mir fällt noch eine kleine politische Größe, im Zusammenhang mit dieser, aus Renaissance, Barock und Klassizismus vermanschten Hütte ein – Philipp Jenninger.
Im Kleingartenverband der CDU tätig, weigerte er sich standhaft, dass dieser dahergelaufene Bulgare nebst Marokkanischer Gattin seine Laube mit Gewebe bandagierte.
(Christos späteres Happening wurde von mir nie begutachtet)


Weiterlesen
Im “Babylonischen Völkergemisch” der “Sonnenschein GmbH”
Fußnote 1
In jener Zeit fand auch mal eine Gesamtbetriebsratsversammlung statt, mit Abordnungen aus dem Stammwerk in Hessen, den Niederlassungen und dem ganz großen Schefff, Herrn Dr. Schwarz-Schilling.
– Muss aber noch etwas einfügen.
In der Nachbarabteilung schubberte ein junger Türke, Anfang der 20er. Ein gutaussehender, sehr sympathischer Durchblicker aus Neukölln, mit finsterstem Berliner Idiom auf seiner Zunge. Hauptschulabbrecher, in der Firma das absolute Arbeitstier, was ihm nicht nur Pluspunkte einbrachte.
Nebenbei hatte ihn auch der Hadschi aus der Pastiererei auf dem Kieker, wegen seiner Hobbys. Unser junger Freund liebte riesige amerikanische Schlitten und blonde Mädels. In jeder freien Minute schraubte er entweder am kalten Metall oder am warmen Fleisch.
Einem türkischen Kollegen der IG-Metall war er mal aufgefallen. Jener sprach ihn an, ob er nicht Lust hätte sich weiter zu qualifizieren, um in der Perspektive als Dolmetscher zu arbeiten. Begeistert gab er vor Ablauf einer Bedenkzeit seine Zustimmung. Fast unannehmbar war allerdings die Preisgabe seiner geliebten Straßenkreuzer. Letztendlich erfolgte der Verzicht einer Gewerkschafterkarriere nach Beendigung jener großen Versammlung.
– Vorn an den Tischen umrahmten Gesamtbetriebsrat, Gewerkschafter aus Büdingen, Berlin, der Niederlassung und von der IG-Metall-Hauptgeschäftsstelle den große Geschäftsführer Dr. Christian Schwarz-Schilling.
An jenem Tag existierte sogar ein Simultandolmetscher für die türkischen Kollegen, ein junger Spund mit recht großer Klappe.
Nach dem üblichen Einleitungsgesülze las unser Betriebsratsvorsitzende den Rechenschaftsbericht vor, auf ein Zeichen hin sollte der Dolmetscher immer das Gesagte kurz zusammenfassen, als aus der Zuschauermenge ein Yugo rief, „Kollega, kannst du nicht sprechen deutsch?“
Was bis auf wenige Lacher, fast niemand registrierte.
In den hinteren Reihen machte sich langsam kichern breit, Auslöser dafür war meine Wenigkeit. Aus der Pudelmütze und zwei Kronkorken hatte ich ein Objekt gebastelt, was synchron die Mimik der Redner wiedergab.
Auf ein Nicken hin sollte die Übersetzung beginnen. Wie im Theater beim verpassten Stichwort, wurden die entsprechenden Kopfbewegungen heftiger.
Bis jemand den Dolmetscher heftig anstieß, „Kollege, du bist dran!“
Der stand auf, dabei hilflos in die Runde schauend, „was soll ich eigentlich Übersetzen? Ich habe kein einziger Wort verstanden, welche Sprache spricht dieser Kollege überhaupt?“
Dröhnend lachten die anwesenden Deutschen auf, bis schließlich alle wieherten.
Redner und Dolmetscher nahmen recht verunsichert, mit hochroten Köpfen, wieder ihre Plätze ein. Wobei der junge Türke absolut nichts raffte, sollte er nun wütend den Raum verlassen oder laut heulen, er bezog dieses Tohuwabohu einzig auf sich.
Als Schwarz-Schilling sich langsam erhob, natürlich mit lachender Mine, kehrte wieder Ruhe ein. Bis zu dem Zeitpunkt, als der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende zum Dolmetscher gewandt, ihm erklärte, was es mit der Sprache des Hauptredners auf sich hatte.
Der Mann war durch die Kriegswirren in Berlin gelandet. Sprach aber 30 Jahren später immer noch seinen absolut zerknautschten sächsischen Dialekt aus Kindheitstagen…
Fußnote 2
Yüksel Effendi
Auf einem Thing der Nostalgie – Teil (I) – 28. August
Mit etwas Mühe habe ich meinen Finger aus der Perforierung meiner Gesäßfalte gezogen und heute morgen den Bootleg vom letzten Samstag leicht bearbeitet. Einen Oskar erhalte ich dafür nicht, höchstens den „Relaxenden Suffgnom“.
Da sich einige erkundigten, was mit den Aufnahmen geschehen würde und sie auch Interesse bekundeten, kippe ich diesen digitalen MP3-Müll ins Netz. Verbunden mit einigen Sätzen zum Wochenende.
Gemeinsam mit Manu und Herrn M. (dem ehemaligen „Knuff-Trommler) gings am späten Vormittag über die Piste in Richtung Mittelgebirge, durch momentan noch bewaldete Steppen von Südbrandenburg, an meiner kalten Heimat vorbei. Dieses Stückchen Mitteldeutschland nennen sie heute: „Das Land der Frühaufsteher“. Keine Ahnung wer auf diese bescheuerte Idee kam und sie auch noch als witzig verkaufen konnte. Mit was für einen Scheiß mag dieser Werbeknechte sein Näschen gepudert haben, bis diese kolossale Eingebung durch seine Hirnwindungen schossen?
Weiter ging es in das „Land der Ausgeschlafenen“! Hinter Jena runter vom Beton, auf der „Bier und Burgenstrasse“, durch
auf die Höhen des östlichen Ilmtales.
Vom Anwesen des Gastgebers ein gigantischer Blick von Ost nach West, dort am Horizont, hinter vielen Erhebungen der „Kickelhahn“.
(Jemand ließ mal ab, dass auch folgende Zeilen dort entstanden:
Matte Fliegen, wie sie rasen, wie sie summsend überkeck,
träufeln ihren Fliegendreck auf Tyrannennasen.)
– Suchte bei „Google“ den korrekten Text, fand dabei nur mit Fragezeichen versehen: „Matte Fliegen, wie sie rasen. Wie sie summsend über eck.“
Klasse, was da ein ungebildeter Fachidiot von Programmierer verzapft hat, damit letztendlich so etwas herauskommt.
– Kindheitserinnerungen wurden bei dieser Weite wach.
Was dort der Entfernung zum „Gickelhahn“ entsprach, waren damals ungefähr 12 Kilometer zum „K(i)ffhäuserdenkmal“. Stundenlang konnte ich oben, von meinem Zimmerfenster aus, alte 2000 Ω Kopfhörer auf den Lauschern (natürlich mit den Klängen von AFN-Frankfurt), im südwestlichen, fast endlosen Tal von 35 km, durch die Goldene Aue, den Sonnenuntergang zwischen Kyffhäusergebirge und den südlichen Ausläufern des Harzes beobachten. Ebenso interessant, wenn nicht sogar spannender, waren aufkommende Unwetter…
– Schon seit Jahrzehnten muss ich direkt bis zum Fenster latschen, nur um ein Fetzen Himmel zu erblicken. Kann mich allerdings auch nicht über eine der vielen Wohnungen beklagen, die ich in den letzten 35 Jahren bewohnte, jede Butze hatte ihre ganz besonderen Vorzüge.
Etwas Wehmut kam trotzdem auf…
…denn Häuserschluchten sind doch nicht das Gelbe vom Ei, bei allem Konsum der ringsherum gedeiht, der mich: „GsD!“ – nicht besonders tangiert…
Irgendwann nachmittags musste ich mich etwas verkrümeln.
Ständig wurden mit Neuankömmlingen diverse Krankheitsbilder durchgehechelt.
Brrrrrrrrr. Mit Krankheiten verhält es sich wie mit Geld. Entweder man besitzt welches, oder hat keins – aber geredet wird darüber nicht! Weiterlesen






