Nach Raubüberfall auf Apple-Store in Berlin

Wie sich Überfälle auf Geldtransporter verhindern ließen

Anfangs dachte ich, der Artikel gehört zur “Kleinen Humorkunde“ des rotnäsigen Kaspers von der letzten Seite.

Dem war aber nicht so!

Der Artikel schien aus einer neuen Rubrik zu stammen, vielleicht unter: „Sternstunde der Dummschwätzer“.

Der Kriminalpsychologe Jan-Gerrit Keil vom LKA Brandenburg spricht, unabhängig vom Überfall auf den Apple-Laden, von “Verantwortungsdiffusion”. Eine allgemeingültige Aussage.

Psychologen sprechen von “by-stander-Problematik”

Die beiden Schreiber scheinen ähnliche Witzbolde zu sein, wie der LKM-Pücholoche. Sonst wären sie bestimmt nicht auf jenen Apfel/Birnenvergleich gekommen – das brutale Geschehen um eine hilflose Frau mit dem gleichzusetzen, wenn mehrere bewaffnete Leute einen Überfall verüben und ganz nebenher Bleispritzen als Argumente in den Händen halten. Kann ich mir richtig vorstellen, Herr Jan-Gerrit* K. neigt natürlich auf gar keinen Fall zu “Verantwortungsdiffusion”, er hätte sich wie Superman auf alle gestürzt, sie geschnappt und anschließend mit ihnen den Gehsteig sauber gewischt…

Als Westentaschenpücholoche sehe ich solche Situationen natürlich vollkommen anders! Gaffer ziehen sich gerade in den entscheidenden Momenten in ihre kleine virtuelle Welt zurück, weil schon seit Jahren das gesamte Fernsehprogramm totale Scheiße ist. Live dabei sein ist doch alles, sei es nur unter den neugierigen Augen einer Überwachungskamera. Bin mir sehr sicher, von den Schaulustigen hat bestimmt einer in die Kamera gewunken und seine Oma in Wuppertal gegrüßt…

Als schärfster Statist kann dieser erfahrener Polizist gelten, schließlich hat er mehrfach schon kopfschüttelnd Geldboten beobachtet. “Die tragen ihre Geldboxen, als würden sie ein Paket transportieren. Da muss ich mich doch anders verhalten.”

Dem weisen Herren kann ich nur Recht geben, die Geldboxen gehören auf den Kopf und in beide Hände ein Colt Kaliber 79!

Alte Western sind da wohl guter Nachhilfeunterricht. John Wayne (lieber Festus Haggan!)

beim letzten Duell auf der staubigen Dorfstraße, das ist der richtige Auftritt. “Ich jedenfalls“, sagt der Polizist, “hätte eine Hand immer an der Waffe“.

Das halte ich doch im Kopp nicht aus, jetzt brauche ich ein Bier!

*Wäre es wiedermal unseriös, wenn ich zu der Schlussfolgerung kommen, dass Jan-Gerrit auch kein richtiger Name ist, sondern mehr eine Diagnose!

Leonard Cohen vollendete gestern sein 80stes Lebensjahr

Bin gestern irgendwann nach der Geisterstunde, im Verlauf der literarischen Erkundung eingepennt und weil der kleine Transistor weiter blubberte, wurde ich zur beginnenden Tonart sofort hellwach, als der Name vom Magier der Melancholie fiel.

Während der 3-Uhr-Nachrichten zog ich dann auch endlich den Finger aus dem Arsch und nahm die letzte Stunde noch auf. Denn, ob der vielen Jahren meiner Ignoranz, kamen alle Hits doch ganz gut rüber.

Sein 1988er Konzert war, so glaube ich zumindest, das letzte was ich mir einzog, da er mir späterhin zu softig rüberkam. Wenn mich nicht alles täuscht, war es auch die letzte Mucke, die ich mir je im ICC einzog…

Schließlich durfte sich im Tagesspiegel Rüdiger Schaper noch über den wehmutsvollen Hutmann auslassen, mit einer gelungenen Betrachtung.

(Nur gut, dass man aus gegebenen Anlass nicht „Ätsch Pie D.“ ran ließ…)

Abschließend muss hier noch eine fast allgemeingültige Bemerkung fallen!

Es dauerte ein Weilchen, bis ich endlich sämtliche Hits von „Songs of Leonard Cohen“ auf der Bandmaschine besaß.

Ende der 1960er-Jahre/Anfang der 1970er galt jene Scheibe, nicht nur im 1. Deutschen Schlaraffend aller Arbeiter und Bauern, als ultimativer Dosenöffner der Szene, wobei damals über „Suzanne“ und „So Long, Marianne“ nichts ging…

Aus der Mediathek von ARTE

Beide Streifen fliegen demnächst dort raus, wenn man hinterher etwas länger über das Gesehene nachdenkt, kommen sie einem irgendwie leicht realistisch vor.

Der erste Film ist eine Fiktion und will lediglich die größte Demokratie des Universums in Misskredit bringen: “Essential Killing” – All characters and events depicted in this film are entirely fictitious. Any similarity to actual events or persons, living or dead, is purely coincidental.

Bei jenem Machwerk handelt es sich scheinbar um eine letzte Co-Produktion der DEFA und dem sowjetischen Mosfilmstudio…

Bei dem anderen Movie scheint es sich ähnlich zu verhalten, alles nur Propaganda!

“Töte zuerst!” Der israelische Geheimdienst Schin Bet

Hier lautet der Spruch etwas anders: Die Personen und die Handlung des Films sind (frei) nicht erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen (wären rein zufällig.) sind gewollt!

Heute auf ARTE – B.B. King – The Life of Riley

Samstag, 20. September um 22:10 Uhr

Zu einer Zeit, als Schwarzmaler den Blues am Absterben sahen, erlebte ich Mitte der 1980er, eines der geilsten Konzerte mit B. B. King im Berliner METROPOL. Für einige Freunde ist gerade jenes damalige Konzert tief hängen geblieben, ich weiß noch, mit wem ich an dem Abend dort herumhing. Der Saal war anfangs etwas mehr als die Hälfte gefüllt, irgendwann entwickelte sich der Raum zu einem Hexenkessel, denn der Schefff turnte über 40 Minuten zwischen dem tobenden Publikum herum und mehrere Roadies mussten derweil Schwerstarbeit verrichten, wegen des ewig langen Elektrokabels für seine Gibson Lucille. Warum er eines seiner Werkzeuge später dem polnischen Himmelskomiker in Rom schenkte, verstehe wer will…

Zu jenen Tagen fanden in der traditionsbehafteten Hütte Pop-Konzerte statt, die weniger als ein Zehner Eintritt kosteten, wobei manchmal keine 250 Fans auftauchten.

Heute glaubt man es kaum noch, dass z. B. Tina Turner am Bühnenrand hockte, ihre langen Hufe baumeln ließ und sich erkundigte, was wir hören wollten…

Wie oft ich B. B. in Berlin einzog, habe ich vergessen, allerdings waren seine Konzerte in der Philharmonie und dem ICC nicht besonders ersprießlich, die Klänge seiner Mucken sind absolut nichts für solche Orte!

Stimmt nicht ganz, der Sound kam dort immer hervorragend rüber, aber diese massenhaft verkrampften Leute im Publikum – schlichtweg zum Kotzen – in guter Garderobe steckend, mit Fahnen von undefinierbaren Tuntendiesel umgeben, sich zeigen und mal einen Abend musizierende Neger gucken…

„Islamischer Staat“ zielt auf den Westen

Also wirklich, dies hätte ich absolut nicht für möglich gehalten!

Dann geht es in fetter Schrift weiter: Ein deutscher Sicherheitsexperte warnt davor, dass IS-Terror auch hier möglich ist. (Aha!) Und ein internationales Institut geht davon aus, dass die Terrorbanden die Welt in ein geopolitisches Dilemma stürzen. (Achso?!) Die USA wollen nun ihre Strategie ändern. – Mir war bisher nicht bekannt, dass die Amis bisher überhaupt eine umsetzbare Strategie hatten. Beim besten Willen, aus dem ostinaten Geplapper von Obama ließ sich noch nicht mal ansatzweise etwas ähnliches erkennen, das änderte sich auch nach Telefongesprächen mit Änschie nicht. Seine medienwirksamen Ausführungen erinnern mich immer an das sehr laute Pfeifen in einem arschdunklen Wald, möglicherweise ist dies seine momentane Strategie. Jetzt verstehe ich auch erst mal, weshalb er laufend Verbündete sucht!

Dieses pfiffige Kerlchen will es demnächst mehrstimmig probieren…

Nach Auffassung des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) haben die Terrorbanden des IS die Welt in ein geopolitisches Dilemma gestürzt…

Dabei sind die augenblicklichen Plänkeleien mit all ihren perfiden Auswüchsen bisher immer noch lokal begrenzt, man kann sie momentan noch als Vorspielchen für künftige furiose Dramen bezeichnen. Letztlich kommt es zu einer unendlichen Story, ähnlich der vom Hasen und Igel, wobei die ISIS ihre furchtlosen Gotteskämpfer aus einem Behältnis ohne Boden rekrutieren können. Den Jungs und Mädels ist vollkommen klar, dass sie wesentliche weniger zu verlieren haben als irgendwelche rostigen Ketten. Wer davon überzeugt ist, dass das eigentliche Leben erst auf der anderen Seite beginnt, der will natürlich schnurstracks dort hin, noch dazu, wenn dort viele Jungfrauen auf ihn warten…Greser&Lenz (GRESER&LENZ – Witze für Deutschland)

Unsereins kann mit jener Vielosovieh sowieso nix anfangen, ich war immer schon lieber ein putzmunterer Narr, als ein toter Held! (In selbige Richtung geht eine Empfehlung, die ich heute auf dem Luisenstädtischen Friedhof ablichtete.)IMG_8839ä

Und mit den Jungfrauen, icke weeß nich. Nur einmal ist es mir untergekommen, hinterher war mir, als ob ich ein Schwein gekillt hätte. Hinzu kam, mit dem ersten Stich landete gleichzeitig ein Virus auf der Festplatte von dem Mädel… Weiterlesen

Kater Emir in Deutschland

Undurchschaubarer Besucher

Wenn ich mich richtig erinnere, waren doch sämtliche demokratischen Schnüffeldienste schon vor längerer Zeit zu der Erkenntnis gelangt, dass sich Katar zum größten REICH DES GANZ BÖSEN entwickelt hatte.

Die von Neutronen-Ronny, Anfang 1980, eingeführten Erscheinungsformen vom REICH DES BÖSEN wurde später von George W. Bush noch getoppt. Mit Hilfe einer weiteren politischen Wortkreation (englisch: rogue states) den Schurkenstaaten (Nie im Leben ist jener Begriff auf seinem Mist gewachsen, den haben natürlich seine Knechte ausbaldowert.), sollte anschließend alles noch viel fratzenhafter erscheinen. Nach letzten Erkenntnissen müsse der stinkreiche Golfstaat nun aber noch mehrere Ebenen höher angesiedelt werden. Folglich würde es gar nicht mehr ausreichen, wenn man den dortigen Emir unzweideutig als scheitanistischten Oberscheffpräsidentenbösen klassifizierte. Das wäre doch DIE logische Schlussfolgerung, wenn ich daran denke, wie Massen von Medienknechte vorher monatelang auf den augenblicklich teuren Gast eindroschen, da kam er mir bereits wie der Gott-Kaiser des Bösen vor.

Und nun dies!?!

Was bestimmte Sekundärtugenden betreffen, sind scheinbar jedwede Politiker mittlerweile vollkommen resistent, was z.B. die Wertigkeit moralischer Bedenken angeht, ähnlich verhält es sich mit der Beständigkeit ihrer Entscheidungen.

Wen ich an das gestrige Geherze denke, scheint doch alles „Roger“ zu sein!

Der alerte Emir wurde innerhalb weniger Stunden zum Medienliebling, sogar Mutti schmückte ihn mit diplomatischen Floskeln: Intensiv, offen, konstruktiv seien die Gespräche mit dem Emir von Dingsbums gewesen; an einer Stelle prämierte die Kanzlerin die Erläuterungen Tamim Al Thanis mit dem Etikett “glaubwürdig”.

Demnächst bekommt er das sicherlich noch ehern bestätigt, vielleicht sogar mit Eichenlaub und Schwertern…

Ein unabhängiges Schottland? Warum eigentlich nicht?

Aus Anlass des morgigen Referendums in Schottland, gab es ab 1:00 Uhr morgens auf „d-radio“ ein Special mit Musik Schottischer Künstler, von Freiheits-Songs bis zu Liebesliedern. War geil, hatte in weiser Voraussicht die „Tonart“ mitgeschnitten, und alles ging auf Sendung ohne das weltweite Gesülze über Pro oder Kontra der angesagten Autarkiebestrebung in einem Drittel von UK.

Letztlich wird es, egal wie das Referendum ausgeht, nur Verlierer geben und nicht nur auf der Insel! Hinzu kommt, gegen eine Trennung – gerade zum heutigen Zeitpunkt – sind doch sowieso nur die von den Plebsen gewählten Lakaien des Kapitals.

Nicht nur mir gefällt an dem Volksbegehren, dass es auch verbunden ist mit einem schweren Seitenhieb in Richtung der faschistoid anmutenden Globalisierungsbestrebungen unter Führung gewisser US-amerikanischer Kreise. Wobei es sich bei dem Köders eines genormt-hemmungslosen Konsumrausches, lediglich um ein ausgebufftes Deckmäntelchen handelt, für ganz andere niemals mehr korrigierbarer Schweinereien, die immer schon heimlich angepeilt wurden, aber alle Verantwortlichen, den richtigen Zeitpunkt für deren Umsetzung bis gestern noch nicht ins Auge gefasst hatten.

Letztens vernahm ich von einem der ganz bedeutsamen weltpolitischen Kaffeesatzleser, dass ein positiver Entscheid zugunsten einer Trennung vom königlichen Muttiland, dem Beginn vom Weltuntergang gleichkäme. Der weitsichtige diplomierte Knabe ließ noch ab, dass im Endeffekt auch die Schotten 300 Jahre am vereinigten Königreich partizipierten. Logisch, in den kolonialen Hochzeiten fiel auch der eine oder andere Brösel für jene Landsleute ab.

Seit EU-Zeiten geht es UNS doch nicht anders. Weiterlesen

Demo gegen Judenhass am Brandenburger Tor

Anti-Antisemiten unter sich

Dem Artikel ist nichts groß anzuhängen, vielleicht nur eine Bemerkung zum Ex-Bupräsi, weil der die Situation beim Schopfe packte und sich von hinten wieder in die große Politik schlich. Das Photos im Artikel von Antje Sirleschtov lässt ganz anderen Schlussfolgerungen zu, da hocken die Eliten und Elitinnen aufgereiht wie Hühner auf der Stange und alle ohne den ganz spezifischen Betroffenheitsblick des Tages.

(Selbige Ablichtung könnte ebenso im Olympiastadion während einer Vorstellung mit Mario Barth entstanden sein – nach der langatmigen Schilderung eines Sparwitzes der mächtig klemmte und für dessen Pointe man eine Brechstange benötigte.)

Zu Cherno Jobatey fällt mir noch etwas ein. Der Knabe war bestimmt vollends in seinem Element, wie üblich, wenn er sämtlichen Leuten in seiner Umgebung die Ohren abkauen kann. Er scheint zu der Spezies zugehören, denen man nach deren Ableben, das lose Mundwerk extra totschlagen muss… Weiterlesen

Es muss dringend ein Bundesministerium zur Überprüfung der Einhaltung von “demokraturischen” Wahlpflicht-Events her!

Vorläufig lagern solche verschroben Pläne noch in den untersten Schubladen irgendwelcher Giftschränke.
Tschuldigung, ich wollte ja auf etwas ganz anderes hinaus!
Klar, gestern fanden  ja in zwei Staaten von Neufünfland Wahlen statt und irgendetwas ging dabei voll in die Hose, zumindest beim Thüringischen Bergvolk.
Hatte anfangs gar nicht den Eindruck, dass etwas schief gelaufen war, überall Friede, Freude und viel Eierkuchen, der kurz nach 18 Uhr über die Fernsehkanäle waberte. Alles andere lief auch nach dem ewig drögen Ritualen ab. Sämtliche Vortänzer und Vortänzerinnen der Parteien bedankten sich artig bei ihren Kreuzchenmachern und Macherinnen – weiter ging es mit Selbstbesteigungen und Lobhudelein…
Wegen des verloren Sieges in den südlichen Gefilden, begann auf einem anderen Kanal der Dicke aus dem roten Lager, plötzlich mit leichten Schuldzuweisungen, natürlich immer in die andere Richtung, pikste dabei auch seine schwarzen Bundesgenossen an, dabei sollte er alles etwas ruhiger angehen lassen, wegen der wiederholten Mehrheitsbeschafferrolle seiner Partei…
(Eine fast unwahrscheinliche Konstellation könnte allerdings in Thüringen die ganze Chose der “Regierungsbildung” ad absurdum führen. Dies gelänge, wenn es zur Mischmasch-Koalition von dunkelrot/rötlich/grün kommen sollte und die AfD geschlossen für einen neobolschewistischen Ministerpräsidenten stimmen würden)
Viel später wurde die Glotze nochmals eingeschaltet, kurz darauf pennte ich ein.
In den heutigen Presseerzeugnissen ging es so ähnlich weiter, nur dröge Wahlspekulationen, ebenso im Netz. Einige Sachen überflog ich mal kurz.
Dabei fiel mir auf, dass in Erfurt eine Uni existiert und die halten sich sogar einen promovierten parteipolitischen Kaffeesatzleser, der die AfD ableuchtete. Dafür sorgte ein Artikel von Christa Roth, weiß nun aber nicht, ob sie besonderer Beziehungen zum GMX pflegt oder mit ihren Texten Klinken putzen geht. Jedenfalls brachte sie mir Politikprofessor Dr. André Brodocz nahe. Seine Antworten waren nicht besonders ergiebig, mag wohl auch etwas an den Fragen gelegen haben.
Meine alte Bekannt, die Toilettenfee (mit Migrationshintergrund) vom Wolfsburger Hauptbahnhof, hätte bestimmt keine besseren Spekulationen liefern können…
Massenhaft findet man überall die gedruckte warme Luft aus den Sprechblasen irgendwelcher Schwätzer, dies wird in den nächsten Wochen natürlich so weitergehen, es sei, Putin… oder die IS versucht einen  Düsenjet am korrektem Weiterflug zu hindern…
Hier noch etwas aus dem TAGESSPITZEL.
um den negativen Klang und die Pflicht als solche zu vermeiden, wäre eine weiter gedachte Wahlpflicht nötig. Wer wählt bekommt etwas dafür, wer nicht wählt, eben nicht. Eine solche Regelung könnte „Wahlgabe“ heißen. Ob die Staatsbürger für ihr Kreuz Geld erhalten, einen Geschenkkorb oder, was deutlich besser wäre, Gutscheine* für staatliche Museen und andere Kultureinrichtungen, könnte bei Landtagswahlen den jeweiligen Bundesländern überlassen werden. Wie jedes große Problem wäre die niedrige Wahlbeteiligung mit einer Wahlgabe alleine vermutlich nicht behoben. Zusätzlich sollte endlich die Möglichkeit eröffnet werden, seine Stimme im Internet abzugeben. Bislang entscheidet das Wetter immer noch über die Zusammensetzung der Parlamente mit. „Bei trübem Wetter blieben viele potentielle Wähler wohl lieber zu Hause“ ist so ein Satz, den jeder Wahlleiter irgendwann schon mal benutzt hat.
Mein sog. Wahlverhalten würde sich auch bei einem digitalen Votum nicht ändern, weshalb sollte es dazu kommen?
Hier noch etwas von einem christlichen Witzbold:
Die Volksparteien sind unter Druck gekommen“, räumt denn auch CDU-Vize Thomas Strobl ein, der 2016 als Spitzenkandidat in Baden-Württemberg antreten will. Aber die CDU werde „druckresistent“ bleiben – „keine Koalitionen, keine Bündnisse, keine Duldung, keine Zusammenarbeit“. Die AfD nennt er eine „Illusionspartei“, die sich selber entzaubern werde. Davon, die Truppe zu ignorieren, hält Strobl allerdings auch nichts: „selbstverständlich“ würde er sich mit AfDlern in eine Talkshow setzen, auch wenn ihm das wenig Vergnügen bereite.

*Jenen Gutschein habe ich entsprechend der angedachten Situation etwas abgeändert! In seiner Originalfassung geisterte er Anfang der 1980er in der BfA unter den Kollegen herum. (Aus meinem Archiv) Weiterlesen

Eckart von Hirschhausens “Kleine Humorheilkunde”

Leicht ist schwer

Verdammt schnell mutierte E.v.H. bei den öffentlich/rechtlichen Anstalten zum Quotenheinz der ganz leichten Sorte, nun darf es sich auch beim TAGESSPITZEL produzieren – wie langweilig. Wenn man den Rest seiner Kabarett-Mentalität und den Wandel zum populärwissenschaftlichen Pausenfüller des Abendprogramms betrachtet, kommt einem Mario Barth mittlerweile hochgradig intellektuell vor…

Ein Kenner der Szene berichtete mir vor vielen Jahren, dass Ecki gefürchtet war, da er gern Pointen seinen Varietékollegen abkupferte.

In seinem Artikel plagiierte er etwas aus einem Cartoon von Paul Simmel! …Wie der Betrunkene, der im Kreis sich um eine Litfaßsäule herumtastet und ruft: „Hilfe, ich bin eingemauert!“

Jene Karikatur  – dieses großartigen Zeichners – kam mir (in den 1960er Jahren) bei den Simmelanten aus dem Eulenspiegel-Verlag unter. Leider fand ich das Büchlein gerade nicht…

Anlässlich seiner „Dreier-Regel“, kam mir noch nicht mal ein müdes Grinsen auf, dies war schon so, als ich besagten „Witz“ erstmals vernahm. Das hängt mit meiner blühenden Phantasie zusammen, weil das Geschehen nacheinander bildlich zustande kommt. Wenn ein Depp im Nebel nicht mitbekommt, dass er sich in ein Eisstadion verirrt hat, wie soll ihn dann erst der Stadionsprecher in solcher Suppe überhaupt wahrnehmen?

Hier gebe ich mal ein Beispiel.

Bevor der stotternde Schmiedegeselle ein rotglühendes Stück Rundeisen auf den Amboss legt, sagt er zum Stift: „Wee, wenn ich schtoo, schtopp sage – daa, dann hörst d, du soo, sofort auf mit schlagen!“

Kaum liegt das Eisen auf dem Amboss drischt der Lehrling unmittelbar los.

Nach wenigen Schlägen kommt vom Gesellen: „Schhh, schhht – Scheiiiße! Ma, machen wir n´ Schhhhippe draus!“

…Ein Mann betritt ein Bahnabteil, in dem bereits zwei Juden sitzen…

Weshalb ausgerechnet zwei Juden?

 Jedem politisch korrekten Gutmenschen schwant doch anfänglich bereits der Hauch von Antisemitismus, oder nicht?

Wenn man aber weiß, dass selbige Winz-Humoreske aus der Sammlung „Jüdische Witze“ von Salcia Landmann stammt, ergibt sich prompt ein ganz anderes Bild.

Auch der Umgang mit Plagiaten will gelernt sein! (Da kann ja UNSERE taufrische Botschafterin auf dem Heiligen Stuhl, Frau Dr. nix, ein langatmiges Liedchen von singen…)

Da fällt mir gerade ein, wie sieht es überhaupt mit der Doktorarbeit vom Kleinen Humorheilkundler aus?