Was hatte ich mir viele Jahre für Ärger eingehandelt, wegen des „Antifaschistischen Schutzwalls”, den ich, seit der siebten Klasse, zu Hause, im Heim, in der Lehre, während meiner 18 Monate bei der „Arbeiterknüppelgarde”, meistens auf das reduzierte, was dieses Teil für mich darstellte: einfach eine Mauer. Besonders muss ich hier meinen Stabü-Lehrer an der Goethe-Schule in Sangerhausen erwähnen, den Herrn Ohlendoof. Irgendwann aber, hatte auch er es geschnallt, dass ich nicht bereit war, von meinem „falschen” Weg Abstand zunehmen, diese Lernfähigkeit traute ihm niemand zu. Er ließ mich links liegen und ich provozierte ihn auch nicht mehr.
(Bei den ewig folgenden Bestrafungen, trat irgendwann ein Gewöhnungsprozess ein.) Weiterlesen
1964, Plädoyer für eine mutige Politik, Freiherr v.u.z. Guttenberg
Bei dem Schreiber, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, einem früheren Parlamentarischen Staatssekretär, handelt es sich um den Großvater des heutigen Bundeswirtschaftsministers, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.
Richtig klar wurde mir nicht, warum der Alte seinerzeit heftig gegen die Ostpolitik der Regierung Brandt opponiert. 1972 dann, als einer der wenigen CDU/CSU-Abgeordneten, sogar den Grundlagenvertrag ablehnte, im Gegensatz zur Mehrheit seiner Fraktion. Denn es ging ja nicht darum, den Kommunisten in den Arsch zu kriechen. (Ich bin mir sicher, ohne diese witzlose Blockadepolitik der USA gegen Kuba, gäbe es diesen Staat schon lange nicht mehr. Die Insel währe längst wieder ein Billigpuff der Amis – so sind momentan besonders EuropäerInnen die Nutznießer, wie zu Hemmingways Zeiten. – Als eine vergleichbare Wirtschaftsprothese für die Zone, sehe ich die Hallstein-Doktrin, in den 50-er/60-ern.)
Dieses Freiherrliche Machwerk, in der Blütezeit des kalten Krieges entstanden, ist als Zeitdokument lesenswert. Dem senilen Bocciafan aus Röhndorf, haben die Ansichten aus der Feder dieses Blaublütigen, bestimmt nicht in den Kram gepasst haben. Weiterlesen
XIII. VIII. MDMLXI – I. Teil
Natürlich bin ich ein totaler Blindenscheff, was den Umgang mit einer Bit-Möhre angeht. Deshalb schmeiße ich die folgenden Bilder aus meinem Archiv, laienhaft ins Netz. Man findet darunter einige martialische Photos – will natürlich keiner mehr wahrhaben.
Es war ja nicht alles schlecht in der Zone. Wenn ich es positiv betrachte, haben mir die gegossenen Brösel, der Stacheldraht und Minen, 14 Jahre lang dieses Pack vom Halse gehalten, wegen denen ich 1974 eine etwas längere Wanderung bis an den Draht nach Jugoslawien unternahm. Als Belohnung gab es anschließend einen Totensonntag im „Roter Ochse“. Dabei lernte ich den Genossen, Feldwebel Klopffleisch (der hieß wirklich so) aus Halle kennen, der mir den dortigen Auffenthalt ungemein abwechslungsreich gestaltete. Letztendlich folgten noch einige fette Jahre im Westen.
Haufenweise werden ja heute „Zeitzeugen” (Ich bin Zeuge, um was geht’s?) zum Mauerfall bemüht, ich möchte nur ganz kurz auf den 10. November, gegen 6 Uhr eingehen. Kurz vorher war ich im Prenzelgebirge gelandet. Freunde hatten mich aus Wilmersdorf entführt, die dortige Hütte war voller Leute und eine Luftschlacht über Demokratie im Gange. Obwohl schon angegangen, lösten auch zwei gefüllte Senfgläser mit kubanischem Rumverschnitt meine Zunge nicht besonders. Auf diese Downer folgte kurz darauf ein Upper, mein Joint kam aber nicht besonders an. Bei mir ging sogar die Lust zum Mithören flöten. Sollte aber noch etwas ablassen, wegen der gelungenen „friedlichen Revolution”. Was ging mich das alles an. Mein Statement ließ die Runde schließlich platzen, auch verstand niemand, dass ich den sterbenden Staat immer „Zone” nannte, den fast alle Anwesenden, ganz neu auferstehen lassen wollten. Die unter uns befindlichen, ehemaligen Schärpenträger (Sie trugen zu den vergangenen Demos, eine breites gelbes Band mit der Aufschrift: „Keine Gewalt!”, wie Mexikanische Revolutionskämpfer ihre Patronengurte.) flippten total aus.
„…von wegen Revolution, die Zone ist verreckt, weil sie pleite war. Der Kampf ist erst beendet, wenn an jeder Laterne in der Klar-Marx-Allee mindestens 20 Leute baumeln…”
Denn Rest des Satzes lasse ich hier weg Weiterlesen
Überflüssig wie Brustwarzen auf den Sitzwangen
Bei diesem Teil handelt es sich um die nicht gerade preiswerte Variante einer Korkenhebamme.
Was den eigentlichen Zweck dieser High-Tec-Krücke ausmachen sollte – Anschiss! Weiterlesen
SANGERHAUSEN – Die Fortsetzung vom 29. VII. – Geschichte Nr. 2
Als mir Nils vor Jahren berichtete, wo er als Kind aufwuchs, fiel mir sofort diese Geschichte ein.
In besagtem Haus wohnte damals ein lustiges Kerlchen, der sich Ekel erregend als „Schulmeister” versuchen durfte und nicht nur ich hasste ihn.
– Vor Nachahmung jenes Racheaktes möchte ich aber dringend abraten.
Zu dieser und ähnlichen Taten, stiftete uns ein Bauer an, der alter Bielig. Mein Freund Datsch und ich hockten an sonnigen Nachmittagen oft in seinem Garten am Stadtrand, wobei er immer wieder Räuberpistolen erzählte. Kommunisten und Neureiche hatte es ihm besonders angetan. In uns fand er willige Helfer. Kam es zur Ausführung solcher Missetaten, bei denen er uns mit Rat und Tat unterstützte, mussten wir anschließend haargenau berichten. Regelmäßig gab es dann eine Belohnung und wir könnten uns an seinem Obst und Gemüse schadlos halten. Weiterlesen
Elektrobrief v. Nils Heinrich – wg. Frank-Walter Steinmeier
Liebe Leute,
Ihr wisst, wir blicken rosigen Zeiten entgegen. Das sagt ja der Deutschlandplan von Kanzlerkandidat Frank.
Da ich seit einiger Zeit das Feld der politischen Mitwinknummern für mich beackere, habe ich das Wahlprogramm von Frank-Walter Steinmeier (http://www.facebook.com/FrankWalterSteinmeier ) Mit vier Akkorden. Das macht einen Akkord pro Million Arbeitsplätze, die die SPD jetzt nach elf Jahren in der Regierung schaffen will.
Das wird ein Spaß. Etliche Arbeitslose sind schon auf der Flucht!
Hier mein Lied, wie immer mit grandios gestimmter Gitarre und geölter Stimme sowie live aus meiner Rumpelkammer. Viel Freude damit: (http://www.youtube.com/watch?v=bjaZaspxk3I) Bisschen schnell gesungen, wird live auf der Bühne runtergepitcht..)
Viele Grüße von hinter der Erdkrümmung:
nils
Uwe Tellkamp – Der Turm
„Jazz im Town“ – Köpenick
Michael Mass hat gefunkt: Dabei stellte ich fest, jenes Konzert vom Berliner Jazz-Heino (am 31.7.MMIX) ist bereits ausverkauft – deshalb ein anderer Tipppppppppppp:
SANGERHAUSEN – etwas werbung für meine kalte heimat
ein blick zurück – für alle in der diaspora – dazu ein abgewandelter spruch von Meue, aus dem jahr 1964 –
er selbst wurde 1989 von seiner freundin mit einer schere perforiert, in deren folge er seinen löffel abgab…
…kennst du das nest, wo die sonne nie lacht?
wo man aus menschen idioten macht.
wo man verlernt – anstand und tugend,
das ist Sangerhausen, das grab meiner jugend…
Nils Heinrich, heute in einem Nest wohnend, welches auch mit „S” anfängt, drückt es so aus: Zu Hause
Nebenher noch einige andere Schnippsel aus der Tube:
ohne kommentar
motocross
Schachthalde
King Erdmann
Zwei kurze Begebenheiten aus Schulzeiten in Sgh.
Eine betrifft Genossen E. – nicht den “King”
Micky G. hatten sie in der gleichen, neu eröffneten Kaufhalle beim Wegfinden ertappt, wie einige Tage vorher die Gattin vom Direktor der Thälmannschule. In der großen Pause lieferten zwei Polizisten den Sünder, beim zufällig auf dem Schulhof umher laufenden Genossen Oberlehrer ab. Vor versammelter Meute schiss er ihn prompt zusammen,. Micky (damals in der fünften oder sechsten Klasse) wurde langsam knallrot und zitterte am ganzen Körper. Vergrub dabei seine Hände bis an die Ellenbogen in den Hosentaschen. Was den Direx fast zum Platzen brachte. Schließlich riss der Schreihals, dem Erdnuckel beide Arme aus der Versenkung. Im Gegenzug schubste Micky den Grobian von sich, wobei jener rückwärts strauchelte und brüllte dabei den verblüfften Lehrer an: „Was soll das denn überhaupt, ihre Frau klaut wie ein Rabe Schokoladentafeln…, aber mir wollen sie wegen einer Schachtel Zigaretten einen Strick drehen…”, und wollte verschwinden. Der sofortige Satz warme Ohren rettete ihn vor weiteren Bestrafungen. Den Rest regelte später sein Vater, der ihn mächtig malträtierte, allerdings auch den Pädagochen anzeigen wollte…
Wendelin W.
Diese bedauernswerte Kreatur, nun erhält er statt 100 Mio Euerchen, nur 50. Damit ihm die Knechte vom Steinbrück nicht all zu viel behelligen, will er von der Hälfte, der neuen Hälfte, eine Stiftung gründen. Bestimmt für notleidende Hoteliers auf den Cayman Islands. Ich wünsche ihm viel Erfolg dabei.
Nebenbei eine Frage, wo kann man eine Voodoo-Puppe mit der Larve dieses Herrn erstehen?




