DER POLITISCHE WITZ IM OSTEN

Teile des Vorwortes sind von Alexander Drozdzynski – “Der politische Witz im Ostblock”, 1974, Droste Verlag, Düsseldorf – abgekupfert.

“…Es gibt keinen Zirkus ohne Clown. So ein Zirkus wäre langweilig. Ein Clown gehört zum Wesen des Zirkus. Es gibt auch keinen politischen Zirkus ohne politische Clowns. Zwar konnte im Laufe der Geschichte so mancher Alleinherrscher auf Minister und Berater verzichten. Aber Hofnarren hielten sich fast alle, wenigstens einen. Und selbst wenn es keinen Hofnarren gab, so wurde diese Lücke durch Satiriker und Spötter aus dem Volk ausgefüllt, die Witze über den Herrscher im Land verbreiteten. Der politische Witz ist so alt wie die Politik selbst. Das ist eine Binsenwahrheit. Aber man sollte trotzdem hier noch einmal daran erinnern. Der Herrscher als Zielscheibe für Witze, der Herrscher als Spottobjekt – das sind ewige Themen der Politik und der Literatur. Der Spott ist eine gefährliche Waffe gegen die Tyrannei. Er liefert den Herrschenden, den Diktator, seiner ganzen Lächerlichkeit aus. Und darum hassten die Herrscher niemanden mehr als ihre Spötter… Weiterlesen

BEISSENDE, STECHENDE und SAUGENDE BIESTER

Wegen dieser kleinen Lebewesen sind mir die kalten Tage wesentlich lieber, allerdings habe ich mir da auch schon saugendes Viehzeug aufgehuckt.
Ich weiß nicht woran es liegt, entert jemand mit einem Flohcontainer die Kneipe, sofort sind diese respektlosen Vierbeiner in meiner Nähe. Nun kann man bei einem Hundebesitzer (laut Gesetzgeber ist der innige Liebling ein Gegenstand) nicht an sein Gewissen appellieren, da ich diese süßen Tiere nicht verstehen würde, will ich ja auch nicht. Herr Gott, sehe ich denn wie ein Hundeflüsterer aus? Weiterlesen

TACH DER DOITSCHEN EINHEIT

Heute jährt sich zum 55sten mal jener merkwürdige Tag, der den meisten Deutschen sowieso immer kalt an ihrem verlängerten Rücken vorbei ging.
Den Wessi interessierte nur die bezahlte freie Zeit, mit der sich oft ein verlängertes Wochenende rausschinden ließ.
Ossis bemerkten in der Regel nur etwas, wenn sie als Angehörige der Organe ihren verantwortlichen Dienst schoben, bei der Truppe galt dann auch erhöhte Alarmbereitschaft und dies drei Tage lang.
Viele meiner Westberliner Bekannten machten an diesem Tag rüber zum Schoppen oder gingen dort in die relativ leeren Museen.
Damals legten Bonner Politiker schon morgens ihre Betroffenheitslarven an, flogen in die ehemalige Reichshauptstadt, defilierten um die Mittagszeit zu irgendeinem Hinkelstein, fummelten an den Schleifen gestapelter Kränze herum, murmelten anschließend einige nichtssagende Worte und düsten zurück.
In den tiefsten Kalten Kriegszeiten gingen den Angehörigen des sowjetzonalen Ulbricht-Regimes und deren Nachfolger, diese Zeremonie mächtig auf ihre Nüsse. Was dann jeder Transitreisende sofort zu spüren bekam, mit allen seinen entzückenden Schikanen, die jeden Ritt durch den Korridor so angenehm machten.
Gut, das ist alles Schnee von gestern, aber die Larven sind identisch geblieben…
Dabei bedeutet Traditionspflege – Die Flamme erhalten und nicht die Asche anbeten… Weiterlesen

GASTARBEITER: PAN STEFFEN MÖLLER

Böse Zungen behaupten ja, dass man im Bundeshauptdorf täglich bei etwa 1500 Veranstaltungen seine Knete verplempern kann. Wer dieses Gerücht in Umlauf brachte ist mir nicht bekannt, sicher so ein beknackter Statistiker der Senatsverwaltung für „kulturelle“ Angelegenheiten. In der Regel haben Typen ja solche hoch dotierten Jobs, deshalb wird jener auch alle Anzeigen der Tagespresse und den Stadtmagazinen mit unter die Lupe genommen haben, die sich mit Spermatherapien und ihren vielfältigen Variationen der Entspannung befassen. Bei entsprechender finanzieller Investition kommt bei letztgenannter – horizontaler Kultur, gewiss mehr Qualität rüber, als in den anderen Bereichen. Weiterlesen

Bo Diddley geht nicht mehr einkaufen

Dank der Nachtsendungen von AfN kam mir der Mann während meiner Kind- und Jugendjahre, als ich begann, mich in der Radiotechnik einzufuchsen, immer mal wieder unter – denn auf deutschen Stationen wurde er kaum gespielt.
Dem nebulösen Herrn sei Dank, dass ich den Schefff später noch auf der Bühne erleben durfte!
Er war ja auch ein Wegbereiter für viele, nicht nur englische Bands, die ihn in ihren Anfangszeiten heftig abkupferten…
Hier etwas zur Erinnerung: Bo Diddley – The Best

AMERIKAFIBEL FÜR ERWACHSENE DEUTSCHE

 

– SACHBUCH –
Margret Boveri, AMERIKAFIBEL FÜR ERWACHSENE DEUTSCHE, Minerva-Verlag, 1946.
Bin im Besitz einer Originalausgabe, obwohl man dieses Buch innerhalb weniger Tage indizierte, allerdings geschah dies nicht nicht von amerikanischer Seite!

 

Mein Senf zum Thema und ein Kommentar aus dem TAGESSPITZEL…

 

Finde ich herb, dass ROLAND BERBIG im TAGESSPIEGEL vom MITTWOCH, 6. JULI 2005, anlässlich des 30sten Todestages von Margret Boveri gerade mal einen Satz in sein Notebook hackte, was für meine Begriffe ihr wichtigstes Buch angeht – die „AME­RIKA-FIBEL FÜR ERWACHSENE DEUTSCHE“.

Dieses Büchlein scheint wohl vielen peinlich zu sein, sonst würde es sicher mal wieder verlegt werden, wie andere politische Betrachtungen der Dame. Kollidiert es etwa mit der politischen Korrektheit verantwortlicher Gutmenschen, die Angst vor antiamerikanischen Schubladen haben? Denen es nicht in den Kram passt, dass christliche Eiferer und Kriminelle das Sagen hatten, auf vielen Ebenen heute noch haben. Als vor ein paar hundert Jahren europäische Weißbrote den Kontinent besiedelten und sogleich begannen, die dortig ansässigen Rothäute gnadenlos zu eliminieren. Ich würde jene Besiedelungs-Kollateralschäden Völkermord nennen!
Nebenbei aber Unmengen von schwarzem Menschenmaterial aus Afrika importierten, es unter bestialischen Verhältnissen hielten und deren Arbeitskraft bis zum Umfallen ausquetschten.
Dies alles geschah unter dem Feigenblatt einer, sich im Selbstlauf, für sie zu recht geschnittenen Demokratie! Allerdings geht Frau B. auf beide, vorher erwähnten verbrecherischen Konflikte, auch nur in Nebensätzen ein.
Ma. Bo. stellt es schon recht ansehnlich dar, was gewisse Angehörige der kalkgesichtigen US-amerikanischen Sippschaft ununterbrochen dazu drängt, sich überall als Weltpolizisten zu profilieren. Wobei diese selbsternannten Demokratieverbreiter und Hüter allerdings immer nur ein recht dürftiges Selbstbewusstsein an den Tag legen, deshalb zwangsläufig, während ihrer ganz speziellen Problemlösungen, obendrein jegliche Sensibilität fehlen lassen!
Was DIE Amis immer noch nicht geschnallt haben, the times they are a-changin’, aber der Wandel betrifft in keinster Weise den homo sapiens! Denn jener Irrläufer der Natur befindet sich immer noch auf der Stufe von Jägern und Sammlern. Es haben sich in den vielen tausend Jahren seiner Evolution lediglich die Ebenen verschoben auf denen er lustwandelt.
Ein Muselmane, der auf Grund eines zugesicherten Freifahrtscheines beschließt, sich massenmörderisch ins Paradies zu bomben, um dort anschließend bei seinen vielen imaginären Jungfrauen anzudocken, ist für meine Begriffe, keinen Deut besser oder schlechter als die damaligen und heutigen christlichen Eiferer in Gods own country.
Für mich existiert dabei kein großer Unterschied, was unterm Strich ihre Kosten/Nut­zenrech­nungen betreffen, denn beide Seiten versuchen lediglich ihre Weltanschauung anderen aufzudrücken. Wobei ich zu dem Schluss gelange, diese Rechnung geht ebenso wenig zu Gunsten der Verfechter einer Demokratie christlichen Gebarens auf, auch wenn sie unaufhörlich mit Milliardenaufwand Militärmaschinerien in Gang setzen, damit ihr ideologisches Potential dann nachhaltig exportiert werden kann. Entsprechend ist die Metapher aus Vietnamkriegszeiten zu interpretieren, als das Pentagon den Auftrag erteilte, jenes südostasiatische Ländchen, mit Hilfe ihrer Luftwaffe, wieder in die Steinzeit zu befördern…
Auch mit Hilfe des Todes aus Ingelheim gelang es nicht, jenen frommen Wunsch in die Tat umzusetzen.
Witzigerweise konnte sich das erlauchte
Scheffchen selbiger Firma, später nicht daran erinnern, was in seiner Bude hergestellt wurde. Mit dem Gedächtnis haperte es auch anderweitig, als er frühere Jahre einfach unter Ulk verbuchte – die Zeit als HElite-Hitler-Junge in Wilmersdorf – wo er sich ab der 1930er im Schoeler-Schloesschen tummeln durfte
Nebenbei bemerkt, ein neuerlicher Völkermord schien der United States Air Force dann doch nicht das Gelbe vom Ei zu sein…
Schließlich ist es doch wesentlich effektiver, wenn ein blutjunger Mensch für seinen Glauben eine FREI­TOD ICH AG gründet. Jenes, von Sponsoren mit Semtex bestücktes Leibchen um­schnallt oder frei nach dem Motto westlich dekadenter ungläubiger Konsumenten handelt, welches da lautet: GEIZ IST GEIL, dazu die preiswertere Dynamitvariante wählt, um sich dann mit einem freudigen Ausruf: Allah o akbar 
(Jener Song ist von einem Südafrikaner. Den ich in den End1970ern, im Berliner Quasimodo ewig noch als Dollar Brand, am Piano erleben durfte…auf den Lippen, in die Massen stürzt, um dort große Mengen von Asphaltgyros zu produzieren…
Finde ich natürlich auch Scheiße, denn ich verachte jegliche Art von Missionierungen.
Allerdings als Zonengeschädigter verinnerlicht habe: – Die Idee vom Sozialismus war ja nicht verkehrt, leider haperte es nur ganz geringfügig bei ihrer Umsetzung!   kommt mir UNSER ALLER Demokratur heute vor, wie ein eitriger Furunkel am Arsch reicher Industrienationen, beiläufig auch noch erheblich faschistoid… 

Zonenklaus-Ede, July 2005 Weiterlesen