Archiv für den Monat: Oktober 2014

Russisches Fluggerät geistert über internationalen Gewässern herum

Die ewig kritisierte Mentalität der Frau Bundeskanzler, ihr nicht zu übersehender Hang des Aussitzens wichtiger Probleme, bekommt momentan einen positiven Touch, im Gegensatz zu den vielen Dummschwätzern und anderen Wichtigtuern aus europäischen Gefilden.

Wenn Владимир Владимирович Путин jede Übung von Nato-Streitkräften an den Grenzen Russlands auch nur kommentieren würde, hätte er sehr viel zu tun.

Nun ergehen sich laufend plappernde Selbstdarsteller vor laufenden Kameras und prophezeien den neuerlichen Beginn eines kalten Krieges, ja wenn es wenigstens so wäre!

Positiv betrachtet gebe ich zu bedenken, dass das schmutzige Politgeschäft in jenen kühlen Tagen kein Deut besser oder schlechter war als in heutiger Zeit, im Gegenteil!

Denn zumindest wusste man, woran man war…

Mark Twain in Berlin – BUMMEL DURCH DAS EUROPÄISCHE CHICAGO

Twain1äTwain2äEs handelt sich dabei um ein sehr kurzweiliges Büchlein, angefangen mit den Betrachtungen von A. Austilat. Allerdings flunkert Martenstein in seinem Vorwort genauso, wie der Autor.

Wenn M. Behauptet, dass Twain Deutsch lernte und deshalb den Struwwelpeter ins Englische übersetzen konnte, so stimmt dies nicht ganz. Schließlich schlamperte der Ami bereits vorher mehrfach durch die alte Welt, sein „Bummel durch Europa“ erschien bereits 1880, ebenso „Die schreckliche deutsche Sprache“. Selbiges Teil hätte er ohne Kenntnis des hiesigen Idioms bestimmt nicht so gigantisch verzapfen können.

 In den 1990ern tätigte der Geschäftsführer vom „Krüppelkranzler“ mit Stefan Wigger einen kleinen Deal, zu jener Zeit spielten wir in dem vornehmen Laden DOKO.

Peter, so ein Netter, allerdings mit einer totalen Glatze was Literatur und andere künstlerische Gewerke betrafen, außer Jazz, hing in den Seilen.

Eines Abends wurde ich nach Geschäftsschluss kurzfristig zu mehreren Drinks eingeladen. Bis er endlich mit seinem Problem herausrückte, war ich dann schon fast besoffen.

Wigger wollte seinen Teil des Geschäftes einlösen und eine kurze Lesung veranstalten, hatte aber dem Budiker hängen lassen, denn er sollte sich etwas aussuchen. Scheinbar mit dem Hintergedanken, dass Pedder damit überfordert war und alles im Nichts endete.

Kurz vorher hatte ich mal wieder „Bummel durch Europa“ verschenkt, weiß gar nicht, ob in der Originalausgabe eigentlich „Die Schrecken der deutschen Sprache“ veröffentlicht wurden. (Nebenbei, „Bummel durch Europa“, „Ali und Nino“ sowie „Sternstunde der Mörder“ sind die drei Bücher, die ich ganz oft verschenkte. Zum Kohout muss noch gesagt werden, wegen meines ungeheuren Nachholbedarf an Literatur, habe ich im Westen nie wieder ScienceFictions noch Krimis angerührt, die „Sternstunde…“ machte da eine Ausnahme, eigentlich nur wegen des Autors.)

Deshalb fiel mir ganz spontan besagte Abhandlung von Twain ein, allerdings war der Scheff ob meines Vorschlags doch etwas irritiert. Misstrauischerweise zog er deshalb sogar Erkundigungen ein…

Wigger fand die Entscheidung sehr weise, ging begeistert darauf ein und die Lesung ward gigantisch. Meine Freundin und ich kamen über Gästeliste rein und zur nächsten Gelegenheit füllte mich Peter nochmals ab…

Bin wieder ganz schön abgedriftet.

Wollte noch kurz auf Austilats Flunkerei eingehen, weil er behauptet, Twains fünf Geschichten erschienen erstmals auf Deutsch. Zumindest bei der letzten bin ich mir sehr sicher, dass ich sie bereits als Jugendlicher gelesen hatte, möglicherweise in einer ollen Reclam-Ausgabe der 20er Jahre. Viele Jahre war es mir nicht gelungen den Autor über das Chaos der Berliner Hausnummern herauszubekommen, in meinen Erinnerungen suchte ich ewig bei Kisch und Polgar.

Zum Schluss wurden in der National-Zeitung noch auf John Habberton und Bret Harte erwähnt, allerdings will ich in dem Zusammenhang noch auf den etwas früheren James Fenimore Cooper und den späteren Jack London hinweisen, aber auf keinen Fall Friedrich Gerstäcker vergessen, der sich als Deutscher auch dem Genre der vorher genannten Autoren hingab, allerdings nicht auf der Ebene von Karl May! Sehr schnell hatte ich als Kind begriffen, weshalb mein Großvater fast nichts von dem spinnerten Sachsen besaß aber so gut wie alles von den berühmten Amis. Weiterlesen

Für Werbung gehöre ich nicht zu den Zielgruppen

Während der Öffnung meiner digitalen Rauchzeichenbox wurde ein Werbeschnipsel von VERIVOX registriert, der kam so bekloppt rüber, dass er verfolgt wurde.

Abschließend hieß es:

Was die Geissens können, können Sie auch!

Die günstigsten Tarife. Nur bei uns. Nur beim Testsieger.

Testsiege und Zertifizierungen. Auf Verivox können Sie vertrauen.

Mein Gott, was sind denn das für Figuren?

Auf Nachfrage antwortete mir das Netz.

Hinterher beneidete ich einsitzenden Persönlichkeit in einer Klapper, die vor solchen Leuten dauerhaft geschützt werden…

Die Hools sorgen für Sternstunden der Schwätzer und GMX bietet ihnen ein Forum

Heute hieß der Matador im digitalen Rund Fanforscher Herr Dr(?!) Gunter A. Pilz…

Muss man jetzt Angst haben, ins Fußballstadion zu gehen?

Auf keinen Fall, ist sich Fanforscher Pilz sicher. „Unsere Stadien sind Hochsicherheitstrakte. Wir haben sehr gut ausgeklügelte Sicherheitsmaßnahmen. Es gibt Projekte, die sich mit der Problematik „Gewalt im Stadion“ auseinandersetzen“, beruhigt er Fans. Hi, hi, hi

Schützenhilfe bekam er auch noch von oberen Symptombekämpfern der Republik.

„Wir haben Festnahmen, jetzt möchte ich darum bitten, dass die Staatsanwaltschaften schnell anklagen, dass die Gerichte schnell entscheiden, damit von vornherein klar ist, das werden wir nicht dulden“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere in der ARD. Nötig sei „eine klare Justiz“. Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty hatte sich zudem für härtere Strafen bei Delikten mit eindeutig fremdenfeindlichem Hintergrund ausgesprochen. Wer auf unseren Straßen Hass säen will, muss die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen“ (Hosea 8, Vers 7)

Wie die „Berliner Zeitung“ (Sie spekulieren nicht nur, sie hören auch Wanzen furzen.) herausgefunden haben will, planen die Hooligans zudem, in Berlin zu demonstrieren. In den sozialen Netzwerken kursieren mehrere Aufrufe für den 9. November. Das mehr als beunruhigende Motto: „Köln war erst der Anfang“.

NRW-Innenminister Ralf Jäger ließ am Montag in Düsseldorf einen schwachen verbalen Lichtblitz aufleuchten: „Das war keine politische Demonstration, da wurde eine Plattform für Gewalt geschaffen.“ Würde gern wissen, wer ihm zu jener Erkenntnis verhalf.

Man muss es Sabrina Kammerer aber lassen, sie hat aus implodierenden Sprechblasen und den durchsichtigen Fragmenten gesammelter Worthülsen, einen beachtlichen und recht lustigen Artikel zusammenbekommen.

Mit Helene Fischer gegen atemlose Randalierer

Mit demSound von Helene Fischer gegen marodierende Hooligans

So richtig glauben will ich es immer noch nicht, dass Polizeipücholochen und Berufsdeeskalationsfuzzis auf die Idee kamen und mit Klängen von Елена Петровна Фишерc Hit „Atemlos“ (Mittlerweile weiß ich, um wenn es sich bei dieser berühmten Schlagertante handelt, mir ist es wirklich scheißegal, wenn sie mit ihren Mucken viele Millionen Euronen verdient, solange man mich nicht, wie im alten China, mit ihren Klängen foltern will.) ineiner Piano-Version deeskalierend auf gewaltbereiteRandalierer einzuwirken und die verantwortlichen Stare mussten dann prompt einsehen – alles vergebliche Liebesmüh!

Laut Kölner „Express“ scheinen jene dafür Verantwortlichen immer noch nicht zu wissen, warum ihr gutmenschelnder Schlachtplan so in die Hose ging.

Da wird in den nächsten Wochen, die „Geißel aller Talkshows„, laut STERN der Quartals-Talker Herr Christian Pfeiffer, nun mit vollkommen abgewandelten Töpfchen-Theorien die Quoten bei Plasberg und Konsorten in ungeahnte Höhen schießen…

Habe mir mal den angesagten „Deeskalationshit“ angehört, da kam bei mir sogar etwas wie Mitleid mit den Hools und Neonazi-Gruppierungen auf. Kein Wunder, wer nun mal ein grundsätzlich konträres Musikverständnis verinnerlicht hat, was wir Töpfchengeschädigten (Schließlich gehöre ich als Ex-Zoni auch zu der Kategorie. Allerdings handelt es sich bei mir weder um ein Hool noch um einen Neonazi! Gut, die Wut eines Hools ist mir nicht ganz fremd, allerdings in ganz anderen Lebenslagen! Was meine politische Sichtweise angeht, da konnte ich Linxwixern mit folgender Interpretation permanent auf den Sack oder die Eierstöcke gehen: Denn im Gegensatz zu ihnen, stehe ich soweit rechts, dass ich links wieder rauskomme…) zwangsläufig besitzen sollen, der muss doch augenblicklich zu den ersten Klängen in Angstzustände verfallen, weil Bammel aufkommt, dass das Sperma flockig wird! Weiterlesen

ARTE – Pink Floyd

The Story of „Wish You Were Here“

Eigentlich besitze ich immer noch ein recht passables Gedächtnis, besonders was Kleinigkeiten angehen. Allerdings werden die Lücken größer, besonders, wenn es um Namen geht.

Meine Statistik betreffs Telefonummern, die nach ganz verschiedenen Systemen geordnet wurden, ist bereits flöten gegangen, längere Zahlenketten sind deshalb schon länger nicht mehr merkbar.

Gestern ging es mir ähnlich, partiell war noch einiges hängen geblieben, jedoch bekam ich nicht mehr alles im Detail zusammen, es ging um Pink Floyd und deren erste Platte die wir uns stundenlang einzogen – „Dark side of the moon“, aus dem Jahre 1973.

Mir ist lediglich in Erinnerung geblieben, dass der Eigentümer dieser Platte aus den Grunddörfern stammte und eine Großmutter hatte, die ohne Fragestellungen für ihren Enkel aus dem Westen jede gewünschte Platten mitbrachte und nebenher für den Popen Bücher.

Drei Jahre später gehörte „Wish You Were Here“ zu den ersten Scheiben die ich mir zulegte. Kurz darauf entstand, zum Hörnchen einpicken, für meine Bandmaschine ein dreistündige „The Best of“ von den Floyds…

Ältestes Haus in Berlin-Wilmersdorf: Das ranzige Schoeler-Schlösschen

Bis zum Erscheine des Artikels über besagtes Häuschen wusste ich gar nicht, dass WIR in UNSEREM Kiezes mit einer Stadträtin Dagmar König (CDU) gesegnet sind, die an einem der letzten Wochenenden, während einer Stadtführung mit der Architektur- & Denkmalekspertin Swantje Eggert zum leer stehende Baudenkmal der Wilhelmsaue 126 spaziert und sich nebenbei ihren Untertanen zeigt.

Nun erinnert alles, was jene barocke Hütte betrifft, schon länger an eine Geschichte aus dem Tollhaus und ein baldiges Ende ist nicht absehbar.

Da kann man aber nicht meckern, schließlich entspricht es einer sehr langen Tradition im hundeverschissenen Bundeshauptdorf. Entsprechend der Größe und des Umfanges aller bisher geleisteten Arbeit, könnte man bereits vom ganz kleinen Bruder des BER sprechen, vielleicht handelt es sich ja um eine Mehdornsche Nebenbaustelle…

Irgendwann ging die Stiftung pleite, daran war das Land Berlin schuld, denn sie wollten keine Werbeplakate an der Fassade dulden!

Ging es etwa um Reklame für einen Flaterate-Puff?

Eigentlich hieß ewig, dort sollte die Bibliothek von Bruder Johannes rein und deshalb floss haufenweise Knete. Im Artikel wird aber ein selten dummer Fall nicht erwähnt, der als eigentlicher Grund gelten kann, weshalb die Geldquelle versiegte. Erst zu fortgeschrittener Zeit stellte sich plötzlich heraus, dass die Deckenbelastung gar nicht für das Gewicht aller Folianten ausgelegt war…

Berechtigterweise wurde deshalb der Geldhahn zugedreht.

Was tun sprach Zeus?

Ach so, in den Hirnwindungen von Frau Stadträtin Dagmar König (CDU) schwirren bereits diverse Gedankenblitze umher, welche in Richtung „sozio-kulturelles Zentrum“, Ausstellungen über die Entwicklung des Ortsteils vom Dorf zur innenstädtischen Wohnlage (Weil die Frau Rätin in dem Ensemble ein „wunderbares Spiegelbild des großbürgerlichen Lebens“ sieht), ein barrierefreier „temporären Trausaal“ soll entstehen, alles versehen mit einem „unauffällig“ Aufzug. Weiterhin muss ein „offenes Café für demenzerkrankte Menschen“ her! Da im Umkreis von 100 Metern keine Bäckrei mit Ausschank existiert. Menschen mit geringem Einkommen und Zuwendungsempfänger können dort arbeiten, außerdem soll jener Betrieb auch der Seniorenarbeit dienen.

König denkt auch an einen „Riech- und Tastgarten“ hinter dem Haus – einen „Indoor R&T“ würde ich persönlich besser finden!

Darüber hinaus soll der Heimatverein Wilmersdorf in den Barockbau einziehen und, und, und..

Bin noch nicht ganz fertig…

Doris Dörrie hat wiedermal zugeschlagen – „Dieses schöne Scheißleben“

Kino4Einfach große Klasse, was Doretta da nicht zum ersten Mal kreierte.

In ihren Filmen finde ich es stets affenscharf, wie sie ewig irgendwelche Kleinigkeiten einbaut – seien es nur Sequenzen von wenigen Sekunden – die heutzutage mehrheitlich von der Masse überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden.

Mich erfreuen solche winzigen Raffinesse immer wieder aufs Neue, denn inzwischen geht es doch BEI UNS nur noch um bombastische Sachverhalte, die letztendlich zum Wohlbefinden der Menschheit führen sollen. Wobei keiner der dafür verantwortlichen Flachzangen auch nur ansatzweise irgendeinen akzeptablen Plan aus dem Hut zaubern kann. In unmittelbarer Umgebung und bei ihren medialen Selbstdarstellungen verkaufen sich jene großen Macher aus Politik und Wirtschaft permanent als netteZeitgenossen. („Nett“ ist für mich etwas ähnliches wie Scheiße – allerdings einer Form von Scheiße, weit entfernt vom Verständnis der Mexikaner und jener Aussage des Filmes.) Schaut man aber hinter die Kulissen der Stare, bleibt von vielen recht wenig Persönlichkeit übrig, wobei nebenher jeder registrieren könnte, wie perfekt sie ihre Unzulänglichkeiten bereits optimal an die Brut weitergegeben haben – Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen – was UNSERE Gesellschaft zum Überleben aber noch weniger braucht. Es geht ja nicht nur mir so, langsam sollte es doch reichen, wo UNS die Altvorderen hinein laviert haben und dies auch ohne unsägliche Leitsprüche der Vergangenheit.

Beginne mal mit einem Dörrie-Streifen von 1985, den sie in damals in Südchina drehte. Wenige Wochen bevor ich dorthin reiste, lief er in der Glotze – viele Totalaufnahmen, kein dämliches Gequatsche, nur mit O-Tönen versehen.

Rotchina live, war dann doch etwas anderes. Anschließend fasste ich einen weitreichenden Entschluss für meine anschließenden Trips. Dazu trug damals auch das Pack von selbstherrlichen Kommunisten Funktionären bei, Parteisekretäre mit zentimeterlangen gekräuselten Fingernägel, wie zopfbehangene Mandarine aus längst vergangenen Zeiten, die uns langweilten mit hehren Sprüchen vom Großen Vorsitzenden…

Nach jener ungewöhnlichen Tour, wollte ich nie wieder in Länder reisen, wo es der breiten Masse viel mieser geht als mir, was in den folgenden Jahren dann auch geschah.

Es existiert wenig Folklore auf UNSERER Erdenscheibe, die ich nicht ab kann, wobei Mariachi schon seit meinen ausgehenden Kindheitstagen einen großen Stellenwert einnahm. Hinzu kommt ja auch der spätere Einfluss auf die amerikanische Popmusik. Wer erinnert sich in meinem Alter nicht an den absoluten Jahreshit und Nonsens-Song (Wikipedia) von 1965: Wooly Bully!

Leider war es in den beginnenden 1960gern nicht einfach, öfters Mariachi und die abgewandelte Form für Weißbrote, den Tex-Mex-Sound, öfters einzuziehen. Dies ging nur sporadisch und dann aber tief in der Nacht auf AFN.

Manchmal erreichte mich zwar der Tip, dass solche Mucke auf irgendeinem Zonensender lief, so alibimäßig unter dem Feigenblatt der internationalen Volksmusik. Was mir aber am Arsch vorbeiging, da ich grundsätzlich keine Ostsender einzog.

Als mich die Scheffin gestern fragte, sie wollte mit einer Freundin in den Film, ob ich mitkomme, da gab es keine Frage. Allerdings passte es mir nicht so richtig, dass sich die beiden Mädels dafür ein Kino in der Touriefalle der Hackeschen Höfe ausgesucht hatten…

Gegen 17 Uhr verpisste ich mich von der Tastatur, wollte nämlich einen Zeitzeugen wegen des Schölerschlößchens nerven, es ging um einen Artikel im TAGESSPITZEL.

Als Gesellschaftstrinker und Quartalssäufer sackte ich mit Herrn Dr. A. und Herrn Dr. W. etwas ab. Hinzu kam heute in der Pinte, dass tolle nostalgische Mumienhits in einer Lautstärke liefen, wo man sich richtig gut unterhalten konnte. Merkwürdigerweise erinnerte mich ein Hit entfernt auch an Mariachi, Kris Kristoffersons „Bobby McGhee“. Wobei mir die Variante von Janis Joplin immer besser gefiel, bis zu dem Zeitpunkt, als mir vor Jahren die Mutation Me & Bobby Mc Ghee  von Rita Chiarelli (Wer kennt die Braut überhaupt?) unterkam. Zwischendurch lief ein Hit, wo der grauhaarige Kiezwolf meinte, das ist doch von Elvis, klar – allerdings von Dilbert McClinton (Wer kennt überhaupt diesen Knaben?) interpretiert. In meinem Archiv stehen ein Haufen Scheiben von ihm, die ich bestimmt 10 Jahre nicht mehr aufgelegt habe, allerdings sind seine Hits momentan immer noch in der Birne abrufbar, was aber rapide abnimmt – erinnerungstechnisch in allen Lebenslagen… Weiterlesen

Xavier Bettel, ich beneide DIE Luxemburger wegen ihres Premiers,

da er ganz lässig in der deutschen Mundart parliert und dabei auch noch viele kluge Argumente auf der Pfanne hat.
Dafür sind UNSERE großen Politrethoriker aber zum Piepen komisch, deshalb muss auch niemand auf irgendwelchen weiteren Sinn in ihren Ausführungen harren. (Siehe Ö.& S.)

Liane von Billerbeck gab sich im heutigen Interview sehr viel Mühe (eigentlich tätigt sie das immer so) ALLE anstehenden Probleme in drei/vier Minuten abzuhaken.
Es begann mit dem neu zu schaffenden Job eines EU-Koordinator für die Ebola-Krise. Was könnte denn ein solcher Koordinator tun?
Jene Frage stellte ich mir auch, denn die Ausbreitung von Ebola läuft doch schon seit 1976 optimal, was soll da ein zusätzlicher EU-K noch unplanmäßig dort herum pfuschen? Wenn es in den fast 40 Jahren niemand registrierte (In der periodischen Polithumoreske vom Herrn Plasberg feierte Ebola gerade den ersten Geburtstag! Auf so manchen Komiker in der Runde und die anwesenden Claqueure möchte ich nicht eingehen!), kommt mir lediglich der Verdacht auf, dass man in UNSEREM Schlaraffenland mal wieder jemand abschießen will, den in Brüssel eine heimelige und gutdotierte Nische ohne Geschäftsbereich erwartet, wo er z.B. als Pharmalobbyist sein monatliches Salär sogar noch weiter aufbessern kann…
Über die touchierte Ukraine gab es schließlich erste Sachaussagen zum etwas ausgeprägteren Terrorismus der ISIS, wobei Frau von Billerbeck sogar noch einen total verstaubten Gedanken von Genschman ins Spiel brachte, er drückte es damals bestimmt wieder ganz liberal aus!
Dann ging es in Richtung Finale, zuvor wurde posthum noch der kürzlich verstorbene Journalist Peter Scholl-Latour mit einer seiner vielen ungehörten Thesen bemüht: …der Westen sei mit seiner Politik im Orient gescheitert, und jedes gewaltsame Eingreifen, egal warum, würde nur zu neuer Gewalt führen und sei daher abzulehnen.
Auf die beiden Nebensätze über die Entwicklungshilfe ist geschissen, weil es sich lediglich um Knete handelt, die von den armen Leuten in den reichen Ländern stammt, die dann in den Taschen der wenigen Reichen in den armen Ländern versickert. Deshalb sind jene Transfers vollkommen unsinnige Luftnummern!
Wir (Soll es sich dabei um den Pluralis Majestatis oder das Personalpronomen der 1. Person Plural handeln?) sind der Überzeugung, dass, wenn man den Leuten in einem Land Hoffnung gibt, eine Perspektive gibt, einen Beruf gibt, mehr Chancen sind, dass sie nicht in Extreme fallen und dann auf populistische Fallen hereinfallen.
Mit der Aussage traf Premier Xavier Bettel natürlich des Pudels* Kern, aber wen sollte das in den folgenden Jahren irgendwie tangieren? Bereits während seiner Kanzlerschaft drückte es Cognac-Willy noch etwas anders aus, als er vor dem sich abzeichnenden Nord/Süd-Gefälle eindringlich warnte!
Zu keinem Zeitpunkt wurde jemals der Versuch unternommen einschneidenden Veränderungen herbeizuführen, noch nicht mal ansatzweise. Auf der ganzen Erdenscheibe wucherte in den Jahrzehnte des Aufreibens zwischen den Blöcken, außerhalb aller Industrienationen eine, schon lange nicht mehr kalkulierbare Armut und parallel zu dem dort anzutreffenden unsäglichen Leid ein zartes Pflänzchen, das des Flüchtlingselends und dies hat sich, nicht nur in den Industrienationen, zu einem Milliardengeschäft entwickelt! Es fängt an bei den weltweit agierenden Schleuserbanden, bis hin zu den vielen Organisationen in den reichen Ländern, die ihr witzloses Handeln mit humanistischen Feigenblättchen kaschieren.
Wenn ich an die gerade vorgebrachten medienträchtigen Sprüche des Herrn Dr. rer. pol. h.c. Rudolf Seiters denke, da stellt sich mir u.a. die Frage, ob dem Greis überhaupt bekannt ist, welches ursprünglichen Vorstellungen Henri Dunant bewegten, als er im 19ten Jahrhundert das Rote Kreuz aus der Taufe hob…

*Selbige Metapher spielt auf den merkwürdigen Vierbeiner in Göthe1 von Faust an. Heutzutage existieren solche Köter gar nicht mehr, zumindest hier im Viertel.

Der ganz normale Hund in unserem Kiez zeichnet sich durch seine beiden Arschlöcher aus!

Das eine kleinere befindet sich unter seinem Schwanz und das ganz große am anderen Ende der Leine!