Archiv für den Tag: 7. Dezember 2015

Von Hockney bis Holbein

Die Sammlung Würth in Berlin
Wir haben sie uns heute im Gropius-Bau angeschaut, es war der erste Tag, wo man kostenlos rein kam – die nächsten vier Montage kostet es auch nüscht!
Ich schlug 10 AM auf, dort lungerten lediglich 30 Hanseln herum, ab high noon wurde es etwas voller.
(Habe sowieso ein besonderes Verhältnis zu dem riesigen Bau. In der Reko-Phase hielt ich mich öfters dort auf, weil ein Bekannter die Steinmetzknechte unter sich hatte. Mann, wurden die polnischen Koryphäen dort ausgepowert, dafür kurvte das Scheffchen mit einem SUV-Citypanzer aus dem Amiland herum, der fraß um die 45 Liter auf 100 km in der Stadt…)
Kann nur eins ablassen, was sie dort präsentieren – AFFENSCHARF!
Nach der frühjährlichen Oskar Schlemmer-Ausstellung in Stuttgart, die zweite große Exhibition, wo wirklich alles stimmte, eingeschlossen Beleuchtung und erklärendes Schriftwerk! !
Witzig und spannend waren die Themenzusammenstellungen, mal ging es um Objekte aus verschiedenen Jahrhunderten, dann wieder nur einzelne Künstler in den Räumlichkeiten…
Im Rahmen der Malerei von Hans Holbein (“Schutzmantelmadonna”) wurde in einem Nebensatz an die Bilderstürmerei im ausgehenden Mittelalter erinnert. Weil dort auch zwei Werke von Tilman Riemenschneider standen, fiel mir der Marien-Altar in Creglingen ein, der wurde in jenen Zerstörungstagen teilweise auseinander genommen und die Schnitzereien versteckt.
Wenn man schon mal in dem kleinen Nest sein sollte, dort gibt es noch ein Fingerhutmuseum! Auf sehr wenigen Quadratmetern kann man über 3500 recht winzige Nähutensilien betrachten, angefangen bei Fischgräten-Nadeln kurz nach der letzten Eiszeit. (Es ist dort von Vorteil, eine Lupe einstecken zuhaben, ich habe solch Gerät allerdings immer in meiner Weste.)
Die Zerstörungswut von irgendwelchen Kulturperversen, in heutigen Tagen, ist nämlich keine Erfindung von neuzeitlichen hirnlosen Fanatikern! Weiterlesen