Märzenzeit

Viele farbige Frühlingsboten hier endlich blühen
In Japan –
Ein AKW nach dem anderen beginnt zu glühen…
Zum gegenwärtigen Monat noch eine alter Bauernregel:
„Ist der März schön warm und trocken,
kann man auch im Freien bocken“
Was ohne Fallout in unseren Breiten (momentan) noch möglich ist…

Niemand sollte jetzt denken, bei diesem ledernen Zeitgenossen handelt es sich um ein erstes Relikt aus dem „Land der aufgehenden Sonne“.
Weit gefehlt!
Beim Ausräumen von Schwiegermutters Scheune fanden wir heute diesen mumifizierten Marder, verheddert in einem Kescher und dort erbärmlich verendet…

„STERBEN FÜR ANFÄNGER“ – Fukushima

In den letzten Tagen habe ich einiges in meinen Laptop masturbiert, was nicht gesendet wurde. Wollte alles nachholen, habe es mir aber anders überlegt.
Nachmittag, kurz nach 17 Uhr.
Mein Tagwerk hielt ich für beendet, ging mit gehäckselten Früchten vom Türken vor die Glotze – „Nachrichten!“
Was wollte man mir „nach richten“?
Natürlich ein radioaktives „Leipziger Allerlei“ aus Nippon, mit allen drumherum. Dramatisch, katastrophalisch, tragisch und, und, usw.
Glotze aus.
Nun sollte der Rest des Nachmittages nicht unter ferner liefen abgebucht werden. Da musste etwas werbefreies her, wollte mit den Hufen auf dem Tisch visuell inhalieren.
Warum sollte mich ein explodierendes AKW interessieren?
Es gibt doch bestimmt viele Leute, die der Meinung sind, die Japaner werden es schon irgendwie schaukeln. Schließlich haben sie doch über 60 Jahre Erfahrung mit Spätfolgen im Zusammenhang von zwei erbärmlichen Atomeinsätzen.
Wobei de facto eine anderen Elle angelegt werden muss.
Damals kämpfte übriggebliebene Partikel der Achse „Berlin-Rom-Tokio“ bereits kniend für ihren Tenno, aber zahlreiche amikanische Wissenschaftler, viele Greencardler darunter, wollten unbedingt ihre Saat aufgehen sehen und fanden offenes Gehör bei politischen Befehlsempfängern von Militär und Wirtschaft.
Letztendlich blieb nur Geschichtsklitterung bis in die heutigen Tage übrig… Weiterlesen

“der Promi-Quiz Das Woche”

Auf dem weg zum Elektrobriefkasten glotzten mich drei Larven mit recht drögen Blicken an. Alle guten Dinge sind drei, ich kannte niemanden.
Trotzdem interpretierte ich folgendes in deren Masken.
Das linke Mädel (?) mit dem Schlafzimmerblick, scheinbar kurz davor: „Los, küss mich es kommt gleich!“ Mitte, sie schaut aus wie ein Spione vom Sensenmann. Der Knabe (?) rechts: „War ich nicht gut Mammi?“
Machte trotzdem einen Klick: Die heißesten Gerüchte dieser Woche. Testen Sie Ihr Promi-Wissen. Womit haben die Stars die Gerüchteküche aufgemischt?
Damit erübrigte sich alles, da ich über kein bisschen “Promi-Wissen” mehr verfüge, seit Schwiegermutter ihr langes Leben friedlich beendete. Wöchentlich gab sie über 20 EU für Lotto und bunte Blätter aus – nur wegen der interessanten Rätsel darin, wobei die Summe für das Glücksspiel den kleineren Posten ausmachte.
Es folgte noch die Anweisung: weiter lesen!
Na denne viel Spaß!
Mit „Prominenten“ verbinde ich nun mal etwas ganz anderes als die Quotenheinze der Boulevardmedien, die auch noch meinen, lustig daherzukommen. Klar, die wollen auch ihre Knöppe verdienen. Scheinbar sind Hinz und Kunz wirklich so behindert, dass sie jene Art vorgekauter Gülle gerade noch lutschen können.
Fresst Scheiße! Milliarden von Fliegen können sich nicht irren!
Seit ich denken kann, habe ich Probleme damit auf etwas einzugehen, wenn ich keinen tieferen Sinn darin entdecke. Noch dazu, wenn eine Lusche sich auf seinen Stand in der Hierarchie beruft, auch noch meint, als Autorität durch die Welt zu sterzeln.
Egal wo man im Netz hinschaut, immer versucht jemand die dümmliche Art des anderen zu toppen mit belangloser Inhaltslosigkeit, die ich bewundernswert finde und ich soll mit einbezogen werden – aber Scheibenkleister!
Die Geschäfte mit Dummheit, Angst, Eitelkeit und breitgefächerten Unzulänglichkeiten boomt und jede noch so kleine Zecke möchte sich Brösel von diesem ranzigen Kuchen einverleiben. Singlebörsen stehen dabei immer an der vordersten Front.
Was ist überhaupt ein „Single“?
Für mich kommt er folgender Maßen daher. Als bindungsunfähiges Würstchen mit einem beschissenen sozialen Background, immer nett, politisch korrekt, vielleicht auch ein bisschen saisonbedingt linkslastig, ist er permanent am Baggern. Kleben schließlich zwei dieser Kategorie zusammen, wird bis zum Abwinken geklammert, bis es einer nicht mehr aushält und schon sind beide wieder „Singles“.
Aufgrund dieser Mentalität können bestimmte Institutionen das große Geld verdienen – die sogenannten „Partner“börsen. Weiterlesen

Mehrere 1000000 Anzeigen gegen Guttenberg

Aus welcher sozialen Schicht mögen diese 80 Wichtigtuer wohl stammen, die Anzeige gegen Herrn Guttenberg erstatteten.
Bestimmt ein Haufen Phönixe mit verkümmerten Flittchen darunter, die sich um ihre ersten Flugversuche selber kümmern mussten und lange Zeit damit verbrachten, den Dreck von ihren Federn und Stelzen zu entfernen. Dergestalt „erleichtert“, sie flugs Anstalten machten, jungdynamisch vom Bodensatz der Gesellschaft aufzusteigen. Wobei es näher betrachtet, eigentlich nichts bringt. Weil anschließende Zwänge, jene Emporkömmlinge oft dazu verdammen, es einem Hamster im Laufrad gleichzutun. Der zwar lustig anzuschauen ist, aber letztendlich auf der Stelle tritt, noch dazu im Käfig. Ein Homo sapiens ist allerdings in der Lage seine Gitter vergolden zulassen, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass es eine Voliere bleibt, auch wenn sie glänzt und andere blendet. Weiterlesen

Hugo von Guttenberg +

Eine verbale Masturbationsperformance jagt die andere, während der nicht enden wollenden Sternstunden für DummschwätzerInnen, selbstverliebte MoralistInnen, BesserwisserInnen, KlugscheißerInnen, SpökenkiekerInnen, politischen KaffeesatzleserInnen, verklemmten SelbstdarstellerInnen, nebst Viertel-, Halb- und DreiviertelintellektuellInnen, die sich immer und überall einbringen müssen.
Gott sei Dank trat Hugo von Guttenberg nun endlich ins Abseits, nicht in die ewige Versenkung. Schon melden sich die ersten schrulligen Lobhudler, die meinen, er bräuchte eine neue Chance. Richtig, vielleicht könnte der adlige Spross in seiner früheren Penne als Schülersprecher hc. von Neuem beginnen, vielleicht sogar mit seinem „großen politischen Talent“ bei den Hellgrünen oder Dunkelroten hausieren gehen. Weiterlesen

Verschollen im Landkreis GF

Seit mehreren Tagen hänge ich im ehemaligen Appendix des Kalten Krieges herum, man nannte ihn damals: „Das Zonenrandgebiet“.
Sehr wenige im Freundeskreis hatten jemals den Namen des Dorfes vernommen. Es änderte sich etwas nach der Eingemeindung, als alles plötzlich Wittingen hieß. Zumindest Alkies sagte dieser Ort nun etwas, wegen seiner Brauerei.
Der Rest konnte sich den Namen nie merken, aber alle wussten, dass wir oft in eine Gegend fuhren, die 30 km nördlich von WOB-City lag. Mit Freunden fuhr ich im September 1979 auf dem Rückweg aus dem Landkreis Psycho-Pannenberg erstmalig hier durch, was zur Regelmäßigkeit ausartete, später kamen die anderen Gründe hinzu.
Um es kurz zu machen, viel Landschaft in der Südheide, sonst nicht viel. Weiterlesen

Bemerkungen zu einem Plagiat

Vor zwei Tagen erhielt ich von Manfred S. einen A4-Bogen. Jemand wollte jene Sätze zudem Konfuzius in die Pantoffeln aus Reisstroh schieben.
Denn die dort erwähnte Einrichtung existierte noch nicht und die oben und die unten lebten damals noch in ganz anderen Verhältnissen. Es gab weniger Leute an der Spitze, außerdem waren sie wesentlich fetter, was die angesprochene Aussicht arg verfälschte. Für sämtliche unteren Chargen gab es überdies nicht viel zu lachen.
Alles nur an Unternehmen festzumachen, wird der dargestellten Situation nämlich nicht gerecht, ich beziehe es auf alle Hierarchien.
In „unserer“ gegenwärtigen Spaßgesellschaft kommt hinzu, dass so manches Lachen abnorm und hilflos erscheint.
Mir sagt man allerdings oft Gelächter an ganz falscher Stelle nach. Dies liegt daran, dass mich gewisse Zeitgenossen in einem fort dazu animieren. Weil sie mir ständig auf die Nüsse gehen und mich bis zum Kotzen abnerven – mein Lachen ist deshalb nur Selbstschutz. Wenn z. B., ostinat vorgetragene „Expertenahnungen“ aus Betroffenheitslarven quellen, getragene Worte von Scheuklappen bewehrten Berufsgutmenschen die Luft verpesten, „demokratische“ Vi$ionen weltfremder Träumer und Au§agen politisch korrekter Schnacker meine Horchwaffeln streifen…

(Ein Unternehmen) Eine Hierarchie ist wie ein Baum voller Affen, alle auf verschiedenen Ästen, auf verschiedenen Höhen. Einige klettern hoch, manche machen Unsinn und manche sitzen untätig herum. Die Affen ganz oben schauen herunter und sehen einen Baum voller lachender Gesichter…
Die Affen ganz unten schauen nach oben und sehen nichts als Arschlöcher!

…und sogar mach promoviertes dabei, was man aber nicht jeder Sitzwangenperforation sofort ansieht…