ARTE – Freitag, den 5. 2. – 21:40 Cannabis

Vielleicht hat ARTE sich ja etwas übernommen, was sie so in 60 Minuten rein packen wollen. In der heutigen Vorschau verkauften eine junge Frau diese Sendung ohne irgendwelche Schnackerei. Mal sehen…
gañjā
no dope, no hope
Hanfmuseum im Bundeshauptdorf
Was BONGS angehen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Vor über 40 Jahren schaffte ich in der berühmten Firma „Sonnenschein“ als Instandhaltungsknecht. Irgendwie musste man ja seine Zeit herum bekommen, immer stand irgendetwas an, manchmal konnte man sich vor Schattenaufträgen nicht retten. So kam mir die Idee, aus weg gefundenen Firmenmaterialien besagte kleine Pur-Pfeife zu kreieren.

Als Kühlaggregat (es wurde mit zerkleinertem Eis gefüllt) bot sich der „Öler“ einer renommierten Pneumatikfirma an, die Maske stammte von „Auer“, Röhrchen und Pfeifenkopfteile bestehen aus V4A.

Ein Markenprodukt aus dem Hause: "Roter Ochse" mit EinkaufsdatumLeider sind mir die Erweiterungsutensilien irgendwann abhanden gekommen. Mit dem Deckel und der Aquarium Luftpumpe ließ sich aus meiner Bruyere-Pfeife der dampfende Harz recht passabel shutgunmäßig inhalieren.

Stickbilder und Gedichte – Helga Goetze

Helgas zweiten Todestag, am vergangenen Freitag (29.1.), hatte ich total vergessen, weil letztens mein Terminplaner (den Begriff Agenda benutze ich nicht mehr, seit Frau Köpft-Schröder ihrem Gatten diesen Begriff für sein unsägliches Machwerk andiente) im häuslichen Bermudadreieck verschütt ging. Aber Micha verpasste mir einen Wink mit dem Zaunpfahl.

Viel möchte ich nicht ablassen, schon wegen jener merkwürdigen Metamorphose der Hinterbliebenen. Bei Freunden und Bekannten ist es machbar, sie kräftig in den Arsch zu treten, wenn man von ihnen verletzt oder verachtet wird – aber der Verwandtschaft ist jeder hilflos ausgeliefert, denn die kann sich keiner aussuchen. Tragisch wird es, wenn der Betroffene sich nicht mehr wehren kann. Schon während dieser kleinen Gedenkfeier im „Haus am Lützowplatz“ kostete es mich einen Haufen Überwindung, dass ich nicht sofort abhaute. Den Gang in die Kirche tat ich mir zu Helgas Beerdigung nicht an, hockte abseits und beobachtete den Pulk. Es herrschte Kaiserwetter an jenem Mittwoch, den 5.3. 2008.  Meine Großmutter ließ an solchen herrlichen Vorfrühlingstagen oft ab: „Es herrscht ein Wetter zum Heldenzeugen.“ H. Sophia hätte es auch gefallen, schon wegen der anstehenden Frühlingsgefühle. Heißt es nicht: „Ist der März schon warm und trocken, kann man auch im Freien bocken!“

Nun hänge ich noch einige Bilder dran. Weiterlesen

afghanistaN

Letzte Woche ging die Londoner Masturbationsperformance schlicht an mir vorbei. Nebenbei schnappte ich nur auf, dass Herr Westerwave eine spezielle Abwarackprämie angeregt hatte.
…mit dem Vorhaben, Taliban-Kämpfer mittels materieller Anreize zum Ausstieg zu bewegen, werde man zwar „nicht an den harten Kern herankommen“
…aber Guido! Woher nimmst Du Deine Weisheit? Dabei bräuchtest Du doch nur gewisse Kollegen zu interviewen – ist doch alles nur eine Frage der finanziellen Beweglichkeit. Wer gut schmiert, der gut fährt! Seine Scheffin gibt sich auch mächtig knickrig, warum schickt sie nur so wenig Hanseln an den Hindukusch? Afghanistan ist ein Raum ohne Volk, doppelt so groß wie die BRD, bei nur 25 Mio. Einwohnern, das entspricht nur 38 Einwohner pro km², bei uns drängeln sich 230 Verbraucher und Verbraucherinnen auf der gleichen Fläche. Wo bleiben da nostalgische Anwandlungen? Einige Generationen retour waren die Leute noch anders drauf. Wie Verste damals der Monarchist Immanuel Geibel in: Deutschlands Beruf Weiterlesen

Zwischen Leber und Milz, passt immer ein Pils

Kurz vor 19 Uhr landete ich beim Zappen in den Nachrichten von RTL und schnappte etwas auf: „…kommen Sie durch den ‘Idiotentest’? Diesen Hinweis finden sie auf RTL.de und können dort auch testen, ob sie nochmals eine Führerscheinprüfung bestehen würden…”
Dieser MTU-Fragenkatalog beschäftigte in den 70ern auch den Bundestag, vermutlich gehört die Stimme Annemarie Renger (einer Politikerin mit Profil – die Einspielung stammt von der Scheibe: “Kampf der Giganten”), damals Präsidentin des Deutschen Bundestages, um wen es sich bei dem Fragesteller handelt, ist mir nicht bekannt.

Kommen Sie durch den \’Idiotentest\’?

“Ganz Frankreich sagt Nein zum Ganzkörperschleier”

Ein Kulturzeit-Bericht vom anstehende Burka-Bann in Frankreich animierte zu folgenden Zeilen.
Mir haftet ein merkwürdiges Verhältnis an, was Uniformen und Verkleidungen angehen, die mit irgendwelchen mir unverständliche Ritualen verknüpft sind. Dazu zählen auch religiöse Bräuche und deren in die Öffentlichkeit getragenen Maskeraden, genauso der immer wieder zelebrierte Mummenschanz von Armeen, Schützenvereinen, Heimatvertriebenen Verbänden usw.
Wobei mir auch die Bimmelei der Kirchen mächtig auf den Keks geht. Allerdings erinnert mich das Mittagsgeläut häufig an den Rest des Kraches jener Tradition, als 1453/54 Papst Calixtus III. das „Türkenläuten” einführte.
Fast 20 Jahre wohnte ich im Nachbarhaus der Evangelisch-Lutherische Kirche Zum Heiligen Kreuz (Berlin-Wilmersdorf). Irgendwann hatte man das Gefühl, dass der neue Ayatolla es so manches mal mit der Läuterei übertrieb. Eins seiner ersten Amtshandlungen war, für die nächtliche Beleuchtung des Kreuzes zu sorgen. Dieser Akt zog anschließend Massen von umher schwirrendem Getier an, im Gegenzug ließen sich von unserem Balkon Zwergfledermäuse in action beobachten… Weiterlesen

TEUFELS FRITZE

Heute morgen dachte ich schon, dass der verantwortliche Redakteur kalte Füße bekommen hatte (aber nicht wetterbedingt), weil der zweiseitige Artikel über Fritze online im „Tagesspiegel” fehlte.
Nachmittags immer noch das Informationsloch, am Abend stand er nun drin, allerdings ohne die zusätzlichen Photos. Weiterlesen

Wie kommen wir heil nach Hause?

Nomalerweise ziehe ich mir diese merkwürdigen Artikel von Frau Binder schon lange nicht mehr ein. Existieren wirklich so bekloppte Leute wie „Heidi, verschreckt?” Scheinbar doch, oder beantwortet Erzsébet immer nur Fragen, die sonst niemand einfallen würden? Bei manchen Erklärungsversuchen ihrerseits würde sogar Adolf Freiherr v. Knigge rotieren wie der Motor einer JU-52.
Was Autofahren unter Alkoholeinfluss angeht, da könnte ich tückisch werden. Warum soll man überhaupt einer respektlosen Flachzange etwas „taktvoll” vermitteln, noch dazu wenn er besoffen ist? In solchen Momenten würden mir keine Hörner wachsen, ich käme gar nicht auf die Idee so jemanden mit schlechtem Gewissen zu hofieren und ihm auch noch mit Sätzen kommen, „die nicht kränkend oder belehrend” wirken. Ich muss nämlich keinem gefallen, außer mir selbst und leisste es mir, so einem Arschkeks zu vermitteln, was ich von ihm halte. Das erste mal allerdings unter vier Augen, dabei tangiert es mich auch nicht die Bohne, was man anschließend von mir hält, dies hat mich in solchen Fällen noch nie interessiert… Weiterlesen

Der Willkür ausgeliefert

Ein Runder Tisch
Was soll dabei herauskommen, wenn eine Berufsgutmenschin als Vorsitzende eines Runden Tisches fungiert, der sich mit einem solch brisanten Thema befassen darf? Helfen ihr dabei die Erfahrung aus Grünen Zeiten oder der Abschluss als evangelische Popin?
Was mir bei diesem Artikel auffiel, es geht um die „Heimerziehung der früheren Bundesrepublik” – nix erwähnt – der andere deutsche Staat!
Ideologisch war (?) ja die Schreiberin zu früheren Jahren auch in einer Ecke angesiedelt, wo man die Zone immer als den besseren deutschen Staat verkaufte. Niemals habe ich seit 1975 (bis zum Mauerfall) erlebt, dass sich sich auch nur ansatzweise ein bundesgermanischer Linxwixer für das praktizierte Unrecht im Osten interessierte, für DKPisten und den Kämpen der SEW waren wir sogar erzreaktionär… Weiterlesen