Anfang letzten Jahres schwärmte mir Ricky von einer Telenovela (mit GEZ-Mitteln finanziert) vor, sie zog sich diese Teile immer morgens während des Frühstück ein. „Diese Serien sind immer so ‘nett’ (ich hasse diesen Begriff) und clean. Da wird nicht gesoffen, nicht geraucht…”
„…und nicht gevögelt! Es kommt eine Renomierbimbo und auch ein Renomierkrüppel darin vor…”
„Nee, ein Farbiger nicht, aber ein Behinderter im Rollstuhl…”
„Aha, Schäuble im AOK-Shopper…”
„Mann, mit dir kann man sich überhaupt nicht ernsthaft unterhalten!”
„Gut, ich halte kurz meinen Sabbel, aber fasse dich kurz, denn solch einen Scheiß ziehe ich mir nämlich nicht rein. Noch nicht mal diese längeren Krimiserien im Abendprogramm. Stimmt nicht ganz, zwei Teile mit der Folkerts habe ich, unterbrochen durch kurze Phasen der Augenpflege, mal gesehen.” Weiterlesen
M. Riechling
Mir fiel heute noch etwas zu Mathias Riechling ein und warum er anders erscheint, so leicht ausgebrannt.
Klar, es ist auf Dauer nicht machbar, immer von ganz oben mit den Fingern in den Wunden herum zu stochern, schon gar nicht in der heutigen Zeit. Wo Kleingeister, im Auftrag des Kapital überall als deren Marionetten fungieren und sich orgiastisch an ihren implodierenden Sprechblasen berauschen dürfen, da bleiben für das Kabarett nur noch Nano-Teilchen übrig. Weiterlesen
Kurt Tucholsky 1919: “Satire darf alles” – Wo?
Satire scheint bei manchen Akteuren auch abzusaufen, wo bleibt z. B. Richlings ehemalige schwäbische Maßarbeit? Am Sonntag zum „Satire Gipfel” habe ich sie ebenso vermisst, wie am 1. Dezember im Wigwam, anlässlich einer „Kabarett-Gala” zum 25-jährigen Bestehen des Kulturkanals 3SAT. Schnackerin Katrin Bauerfeind bezeichnete diese Station, als den „Sender für eine anspruchsvolle Minderheit”.
Georg Schramm brachte es annähernd auf den Punkt: “3SAT ist die Heimstatt für die Verwirrten und Verirrten” – der Nickelbrillenfraktion, häufig im modischen Schick – mit fleischfarbenen Badekappen… Weiterlesen
Nachtrag zum 11. Dezember – etwas Nostalgie – Die Schoko
Vor über 50 Jahren jobbte ich in Tangermünde, der Geburtsstadt von Grete Minde…
Hier einige Short Stories aus der Schoko, von Zucker-Meyer, alles geschehen im Jahr 1972…
“Frohe Pfingsten”

Gestern Abend irrte so ein bekloppter Hippie durch Wilmersburg und wünschte den Leuten: „Frohe Ostern!“
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→ Andere Länder, andere Sitten: ↓
Dieser Weihnachtsmann tat wohl das gleiche und jemand fühlte sich mächtig genervt.
→ In die hohe Norden kocht nicht so schnell der Blut!
Traditionen pflegen heißt die Flamme bewahren – nicht die Asche anbeten
Eigentlich wollte ich alle Stichworte der letzten Woche verpacken und auf meinen Blog pinnen. Nun ist mir aber etwas anderes dazwischen gekommen, denn gestern wurde mir von einem Bekannten ein Tütchen Bonbons überreicht mit der Bemerkung: „ Bin mal gespannt, was Du über diese Süßigkeiten ablässt!”
Zu Hause kippte ich den Inhalt auf den Tisch, „Oh, die sehen ja aus wie kleine Edelsteine,” kam von meinem Weibe.
Wir stellten beide fest, diese Brösel schmecken ja wie ganz früher und dies bis zum Schluss – nach alter Tradition.
Weiß der Teufel, warum sie „Rockbonbons” heißen, sicher wegen ihres Härtegrades, oder? Ist mir auch total Schnuppe…
Was musste ich aber heute morgen feststellen?
Um ein Leckerli raus zu fischen, war eine zusätzliche Aktion notwendig, da alle aneinander klebten. – Oh Wunder, diese, in Millisekunden erfolgte Handlung beeinträchtigte den anschließenden Genuss in keinster Weise.
Da war mir klar, jemand musste ein sehr altes Rezept ausgebuddelt haben und verzichtete auf bestimmte Zusätze: Wie „Äkschenbiss” – für den Kauer mit den dritten Zähnen, oder „Flipp XM mit der Ultraformel” – damit nichts zusammen pappt, auch wurde auf Kobaltblau verzichtet…
Als nicht allzu „Pisageschädigter” fiel mir während des Studiums des Beipackzettels auf, es handelte sich um ganz simple Bolchen!
Na denne: Good Rock´(bonbo)n All Day and All Night Long.
Verlängerte Rücken
Via Lavalampe
Einige Photos von Sitzwangen aus meinem Archiv. Manchmal verstehe ich nicht so ganz, was mir die “Günstler” damit sagen wollen.
Diese Untertitelung ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Da sich vorn rechts in dem Arsch keine Steuerbord-Positionsleuchte (grün) befindet, außerdem die Landeklappen nicht ausgefahren wurden, gehe ich von einer gewollten Wasserung der al-Qaida aus.
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Was Fälschungen von Politphotos angehen: 

Deutschlandradio Kultur: Die “fünfte Gewalt”
Wegen – In Concert – hatte ich kurz vor 20 Uhr Deutschlandradio angeschaltet und bekam die letzten 10 Minuten der vorhergehenden Sendung noch mit. Allein die wenigen Minuten genügten mir, sie entsprachen fast einer Kotzpille. Es lohnt sich den Text einzuziehen, auch wenn es würgt…
Eine kurze Geschichte des Lobbyismus in Deutschland – Otto Langels
Andreas Thiel
quakende teppichratten
Was diese perversen Auswüchse zur winterlichen Sonnenwendfeier angehen, scheinen die kranken Phantasien von Entwicklern und Herstellern im „Christlichen Abendland” grenzenlos zu sein. Rotchinesisches Proletariat fährt Überstunden, pumpt diese Gülle unaufhörlich zu uns und wir haben immer noch massig Platz für diesen Scheiss, ebenso die Knete für all das überflüssige Zeug…
Diese beiden quakenden Teppichratten sind fast um den ganzen Planeten gekarrt worden, bis sie aus den USA bei uns landeten…
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Gestern hing ich im Prenzelgebirge herum, habe mich während eines Adventhappenings köstlich amüsiert und ganz nebenbei mit einen Wässerchen aus russischen Gefilden meine Leber etwas geärgert.
Die Qualität der dargebotenen Choräle kollidierte in keinster Weise mit der Sangesfreude aller Mitstreiter, deren Interpretationen erinnerte mich teilweise etwas an field hollers von bekifften Baumwollflückern…
Wieder mal typisch, selbst kein Ton geträllert, aber rum mosern…
Ich bin ja schon ruhig und streue mir Asche auf meine fleischfarbene Badekappe!
Soll nochmal einer sagen: Die Jugend von heute hängt nur am PC, zieht sich Counter-Strike rein und klopft ´ner alten Omi eins an die Glocke, weil sie Knete für „Rauschgift” brauchen. Nee, nee dort traf ich nur auf sympathisches Jungvolk. Schon merkwürdig, wenn man als die älteste Mumie bei solch einem Treffen auftaucht.
Gott noch mal, ich sang doch in meiner Freizeit kein Weihnachtshits. Habe allerdings an diesen kleinbürgerlichen Kack schöne Kindheitserinnerungen, allerdings nur, wenn die Mutter meine Schwester nicht anwesend war. Was ich schwer vermisste in der gestrigen Situation, den Geruch von Bratäpfeln und knisterndem Tannengrün…
Ich weiß nicht, ob der Scheff damals anwesend war, als wir im Sangerhäuser „Eschental”, dem schwer arbeitenden Proletariat, mit unserer „westlich dekadenten Einstellung” die verdiente Sonntagsruhe deformierten. (So ähnlich drückten es die Genossen aus der Villa aus, als sie mich gleich nach der Arbeit kurz weg fingen, diese Arschgeigen. Hätten sie es morgens getan, wäre sogar für mich Lustgewinn aufgekommen. Nee, erst den Plan erfüllen und anschließend die Freizeit kappen.) Mit einer Klampfe und einem Haufen dort hergestellten „Instrumente” nervten wir stundenlang die sonntäglichen Alkis mit Improvisationen von „Why Don´t We Do It in the Road?”
Von uns war natürlich auch keiner nüchtern, im Gegenteil, zu dieser Zeit schmiss so mancher Zonen-LSD, was nur in Vebindung mit harten Volksdrogen richtig knallte…
Hier einige SchnipselMovie1 Movie2 Movie3 Movie4 Weiterlesen





