Archiv für den Tag: 17. März 2012

Do, 15.03.12, fast eine Stunde sinnlos vor der Glotze gehangen

Panorama
Als ich gestern Abend mitbekam, dass die Dame des Hauses zum Rauchen auf der Terrasse verschwand, war es für mich das Zeichen – endlich ist dieser bekloppte Krimi vorbei.
Ein Wechsel fand vor der Mattscheibe – Panorama begann – glotzend und lesend hing meine Wenigkeit nun vor dem flackernden Verdummungsmöbel.
Weder die FAZ noch das Programm kamen prickelnd herüber.
Ein bisschen mehr wurde der Beitrag „Soldaten in Afghanistan“ abgeleuchtet.
Alles begann mit neuerlicher Betroffenheit wegen des letztlichen „Kollateralschadens“, was man so nicht stehen lassen kann – der GI ballerte sicher aus putativer Notwehr herum!
Dann ein Schwenk der Regie zu den Landsern, die freiwillig UNSERE Freiheit am Hindukusch verteidigen. (Fast 6000 km von hier muss niemand MEINE Freiheit dort unten verteidigen!)
In wie weit sollte mich der Inhalt der vielen Sprechblasen tiefgründiger tangieren?
Einzig, der Abgesang von Bob S.-M., ehem. Bundeswehr-Soldat, ging mit einer anderen Erkenntnis durch meine Lauscher. Der Friedenskiller stellte folgendes in den Raum: „Heute stelle ich mir die Frage, war es das wert, dass ich verwundet aus dem Einsatz wiedergekommen bin, dass ich fünf Kameraden verloren habe, die ich kannte und dass ich mich freiwillig auch zu diesem Einsatz gemeldet habe.“
Da kann ich nur sagen, „Da hättest du dir vorher mal eine Rübe machen sollen, ehe du einen Trip bei Y-Tours gebucht hattest!“
Z. B. auch mal Erkundigungen einholen, ob es die paar Ficksechser in der monatlichen Soldtüte wirklich wert sind sind, dort unten sein Hightech-Fell zu Markte zutragen.
Seit sehr vielen Jahrzehnten bereits zahlten Kolonialsöldner, Killer, bewaffnete Abenteurer, Muttersöhnchen mit hehren Vorstellungen, „Befreier“, Dummköpfe und Emporkömmlinge aus dem finstersten Westen, dem roten Norden, einen sehr blutigen Zoll, aber niemand schert sich mal um eine endgültige Antwort für alle beteiligten Seiten…
In diesem Zusammenhang muss ich wieder an Herrn Engels erinnern, geschrieben um den 10. August 1857 – Afghanistan! Weiterlesen