Alfred Polgar, † 1954-04-24 Zürich

Letzten Sonntag erinnerte mich ein Artikel über Mark Twain an mehrere Schreiber, die sich Anfang letzten Jahrhunderts ebenfalls kurzzeitig in Berlin niederließen, Alfred Polgar und Egon Erwin Kisch fielen mir als erste ein.
Vielleicht war ihre Antimilitarismus auch ein Grund, sich ausgerechnet im Zentrum von Preußen niederzulassen.
Ach so, warum ich diese Zeilen abließ? Zur Erinnerung! Denn vor genau 55 Jahren gab AP seinen Löffel in Zürich ab.
Hier folgen nun einige Sätze von: Amazon.at-Redaktion
Polgar war ein Meister der kleinen Form, dem das Leben zu kurz schien für lange Literatur. Er schrieb deshalb Feuilletons, Skizzen, eine Fülle von Rezensionen und Kritiken, Aphorismen und wieder Feuilletons. Und diese kurzen Texte darf man nicht unterschätzen. Immer wieder verblüfft, wie viel er darin verpacken konnte. So lässt sich gut demonstrieren, wie Texte, die eigentlich für den Tag geschrieben wurden, noch nach Jahrzehnten witzig, unterhaltend und sehr nahe sein können. Wohltuend ist dabei auch, dass seiner Sprache das heute übliche Knallige und Spektakuläre gänzlich abgeht.
Unter den Nationalsozialisten musste Polgar emigrieren. Nach dem Krieg kehrte er zurück, und man verpasste ihm schnell das Etikett eines Klassikers – oder wie er es ausdrückte: “In Österreich ist ein empfindlicher Mangel an Klassikern ausgebrochen, und da musste ich eben aushelfen.” Herumgereicht wurde er gerne, doch war sein intellektueller Witz und sein unbestechlicher Blick unbequem geworden. Genaue Beobachter stören immer, besonders wenn am Wiederaufbau gearbeitet wird und die früheren Jahre möglichst schnell vergessen werden sollten.
Diese Auswahl in diesem großen Lesebuch macht Lust auf mehr Polgar. Deshalb ist die Ankündigung erfreulich, dass ein weiterer Band folgen soll, diesmal mit seinen Theaterkritiken. –Tobias Hierl — Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
“Man sollte Polgar lesen, weil er Vergnügen macht und gescheit ist.” (Elke Heidenreich)

FUSSNOTE: Diese Hausseite der Universität Salzburg, mit den Links zu A. Polgar und E. E.Kisch, umfasst nur Österreichische Schriftstellerinnen und Schriftsteller des Exils seit 1933!

Schmerzensgeld für misslungene Frisur

Da latschte eine Braut zu einem Coiffeur, weil sie scheinbar meinte, dieser Udo Walzverschnitt ist in der Lage aus einer Flunder einen Zierfisch zu kreieren – aber Scheibenhonig!
„Die Haare brachen wegen des Färbevorgangs über der Kopfhaut ab.“
Wat soll´n der Scheiß?
Scheinbar verwendete der Haarrist einen schnell trocknenden Nitrolack, oder das Färbemittel korrespondierte nicht mit den vorhanden Kokspartikeln im Haaransatz.
Ist mir wirklich schnuppe.
Da ein staatlich sanktionierter Rechtsprecher niemals „Recht“ verkündet, sondern Urteile fällt, finde ich diese Begründung mehr als merkwürdig. „…da(ss) sie wegen der misslungenen Frisur in ihren sozialen Kontakten eingeschränkt sei, weil sie sich unwohl fühle.“
Ich finde, beide sollte man für eine bestimmte Zeit aus dem Verkehr ziehen.
Allerdings muss man erst mal auf diese Idee kommen, um so billig sein monatliches Taschengeld aufzubessern…

Der neue Eyjafjallajökull

EyjafjallajökullEin etwas größeres Käckerchen – Heutzutage hat es die ganze Welt mit Feuer und viel Rauch.
Jetzt äfft man die Isländische Art im Golf von Mexiko nach. Gut, die dort abgebildete Rauchsäule ist nicht so gewaltig, aber die Qualität des kleinen Knäckerchens ist nicht von schlechten Eltern und wird bestimmt noch ein Weilchen zu bestaunen sein.
In dem Artikel ist man sich nicht so ganz einig wie viel Liter „schwarzes Gold“ täglich hervor sprudeln werden. Bei der zu erwartenden Umweltsauerei spielt das auch keine Rolle mehr, ebenso der entstandene Kollateralschaden von 11 Stück Mensch…
Was musste ich da lesen?
„Angehörige eines Vermissten erstatteten inzwischen Anzeige gegen die an der Bohrinsel beteiligten Firmen.“
Wieso eigentlich?
Solche Firmen zahlen doch freiwillig schon gute Entschädigungen, allein wegen der Tatsache, dass sie ganz schnell aus der vorderen Front der Medienberichterstattung kommen.
Versuchen da irgendwelche Gierkröten ihre persönliche Kosten-Nutzen-Rechnung aufzumachen nach der Devise: Wer zu erst kommt, mahlt zu erst – oder anders ausgedrückt: Der frühe Vogel fängt den fettesten Wurm?
Eigentlich korrekt, denn munter werden eventuelle Überbleibsel jenes Verblichenen sowieso nicht mehr, falls sich überhaupt Fragmente für das Identifizierungspuzzle auftreiben lassen. Außerdem zieht man ja bei der Erstattung von finanziellen Vergütungen betriebsinterne Kategorisierung der Toten heran, dabei spielen Rasse, Stand, Qualifikation, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Alter und sonst etwas, eine nicht zu unterschätzende Rolle…
In solchen Fällen hängen auch ein Haufen Zecken (nicht diese Tiechen) an den Hinterbliebenen, die permanent mit dem Leid anderer ihre Süppchen kochen
Ich denke dabei nicht nur an Buchmacher, die bestimmt schon Wetten angenommen haben, ob es BP in den nächsten Wochen gelingen wird, die verursachte Schweinerei der Exxon Valdez von 1989 noch zu toppen.

Katholiken: Rücktrittsgesuch Mixas ist große Erleichterung

Das Rücktrittsgesuch des Augsburger Bischofs “Prügel-Peitsch”, ist bis auf eine Ausnahme sehr wohlwollen registriert worden. Nur der Vorsitzender des Diözesanrates in der Diözese Augsburg, Helmut Mangold „hatte es erschüttert, dass das Rücktrittsgesuch so schnell erfolgte. Aber der Druck von den deutschen Bischöfen war sehr groß.” Scheinbar hoffte er, dass Herr Mixa noch mehr deckelt.
Sein Abgang auf Raten ist mit jenen immer wieder aufgewärmten moralischen Ansprüchen nicht zu vereinbaren. Eigentlich doch, solche Leute verkaufen sich bekanntlich nur rein äußerlich, innen sind solche Figuren hohl, wie Schokoweihnachtsmänner.
Ohne weitere Worte, nur dieses Gesuch an den Papst, halte ich für ein ganz respektloses Verhalten,
sich duckmäuserisch zu verpissen ist auch keine Empfehlung, spricht aber Bände, für die Verkommenheit der Funktionäre jener Institution.
Für mich kam er als rostiges Maschinengewehr der Herrgottes daher und verschoss Platzpatronen, allerdings fand ich viele seiner weltfremden Sprüche und Erklärungsmuster oft sehr erheiternd. Allerdings war es nicht nachvollziehbar, warum man ihn nach solchen Kalauern ernst nehmen sollte.
Zur Erinnerung, als Militärbischof folgte Mixa damals einem nicht ganz so lustigen Vorgänger, dem Herrn Dyba, als Scharfmacher war er ihm aber ebenbürtig.
z.B.  Der nach dem Gesetz benötigten Beratungsschein für eine straffreie Abtreibung galt bei D. als “Lizenz zum Töten”
Was die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften anging, war für ihn “Homosexualität eine Degeneration” und folglich hätten “importierte Lustknaben” keinen Anspruch auf die Fürsorge der Gemeinschaft.
Geistlichen, die in den Verdacht des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger geraten waren, begegnete Dyba mit der Mentalität jener drei berühmten Äffchen… Weiterlesen

Kriminaltheater spielt „Zehn kleine Negerlein“

Warme Luft in über 500 Worte verpackt, aber alles politisch sehr korrekt.
Im letzten Satz wird mit einem stramm erigierten Zeigefinger gewedelt und die „Mohrenstraße“ als Beispiel für die tägliche Portion Rassismus herangezogen.
Ganz toll!
Außerdem habe ich heute gelernt, dass ergänzend zum „F-Wort“ (betrifft wohl „ficken“?) auch ein N-Wort (Neger?  – Nigger? – Nutte? …) existiert.
Gott nochmal, wie oft haben mich Farbige schon „Weißbrot“ genannt. Ehrlich gesagt, es geht mir schlicht am Arsch vorbei.
Allerdings gibt es häufiger Probleme, wenn Ausländer mich mit s.g. Kraftausdrücken belegen. Diese Jungs zwar sehr gern austeilen, aber ob meiner anschließenden Reaktion regelmäßig ausflippen. Nun soll keiner annehmen, dass ich bei einem Schwarzen sofort mit „Dachpappe“ kontere, oder auf „Scheißdeutscher“ von einem Kebabgermanen mit gleicher Münze heimzahle.
Egal, was mir jemand verbal an die Birne haut (Ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand…), wenn ich darauf eingehe, kommt meinerseits immer nur: „Tut mir ja leid, aber mich können nur Menschen beleidigen!“ Fast 100 pro outen mich fremdländisch anmutende Zeitgenossen dann als „Rassisten“.
Kraftausdrücke,  Schimpfworte, oder wie man diese Bemerkungen auch titulieren mag, sollten endlich wieder Zugang in den täglichen Sprachgebrauch finden.
Mir hat man vor langer Zeit mal beigebracht, solche Bemerkungen niemals auf eine Goldwaage zu legen. Sondern augenblicklich und messerscharf kalkulieren, ob man nicht doch der eigentliche Anlass ist für solche recht hilflosen Gesten, die nicht zwangsläufig als Beleidigungen gemeint sind, sondern mehr als augenblickliche Statements… Weiterlesen

Aus dem Vereinsleben…

…der Treberhilfe
Letztmalig etwas wg. Maserati-Harald
Ich beginne mal mit einer Frage. Was hätten denn die Kassen hinblättern müssen, um so jemanden zu therapieren, der sich nur über Macht und Geld definiert? Nebenbei in einem Dienst-Maserati für nur 137 000 EU umher düst, weil er vielleicht massenhaft Defizite aus Kindheitstagen kompensieren muss. Da es früher möglicherweise mehr Schläge als zu fressen gab und an kirchlichen Feiertagen das Hauptgericht aus Kitt der ollen Fenster bestand…
Dann wäre es kein Wunder, dass so ein Menschlein auch mal Hummer bis zum Kotzen verdrücken muss…
Herr E. (Name nicht geändert, nur abgekürzt!) hätte sich auch ein wesentlich teureres Gefährt zulegen können, mit doppelt so viel Pferdchen unter der Motorhaube! Nein, hat der ganz große Treberhelfer nicht gemacht, denn „Geiz ist geil!“
Sein Gehalt betrug ungefähr 200 000 EU, das waren mal 400 000 Deutschmärkerchen, für die Neufünfländer anders ausgedrückt, nur im Kurs 1:5 umgerubelt: 2 000 000 Ostmark!
Über den Rest der anderweitiger „Zuwendungen in Höhe von 750 000 Euro pro Jahr vom Land Berlin für Straßensozialarbeit und Beratungsstellen und Kopfpauschalen in zweistelliger Millionenhöhe…“ – breite ich den Nerzmantel des Schweigens.
In dem Artikel darf eine Mitwisserin, Michaela Weiß (Name geändert), Interna ausplaudern, die sie einfach so im Raum stehen lassen darf.
„Ehlert ist eine explosive Mischung aus Genie und Wahnsinn“, sagt Weiß. Er habe ein hervorragendes Gespür für Chancen, einen scharfen Intellekt und eisernen Leistungs- und Expansionswillen. So lasse sich der Erfolg der Treberhilfe erklären, die 1988 als kleines Obdachlosenprojekt begann. Damals kam Ehlert den Behörden gerade recht.
Er hielt die Straßen sauber, holte Trinker vom Alex
(schon zu Mauerzeiten!), Jugendliche vom Breitscheidtplatz…“
Mmmm, das nicht genannte Mäuschen bescheinigt ihrem Scheffchen: „eine explosive Mischung aus Genie und Wahnsinn… scharfen Intellekt und eisernen Leistungs- und Expansionswillen”
Warum kratzt die Alte so?
Ich betrachte es mal wieder ganz anders!
Es beweist mir nur, welch Geistes Kind Uns-Harald eigentlich ist.
Mit was für einen Webfehler muss denn jemand belastet sein, wenn er auf 80 EU Bußgeld und drei Punkte in Flensburg (Keine Treuepunkte in der dortigen Uhse-Boutique!) mit einer “Kohlschen Fehlleistung” (Schwerwiegender Blackout) reagiert. Bei seiner recht großzügigen Entlohnung hätte doch die Putzfrau nicht mal eine Veränderung in der Portokasse registriert.
In jenem Moment kann nur die „Mischung aus Genie und Wahnsinn“ implodiert sein, wegen einer  ganz mikroskopisch-winzigen Kleinigkeit, aber welcher? Weiterlesen

Mark Twain geht seit hundert Jahren nicht mehr einkaufen

Hier ein Rauchsignal an arbeitenden Mägde, Knechte und all die anderen, denen Mark Twain nur als Schöpfer von Tom Sawyer und Huck Finn bekannt ist, die zum angegebenen Sendetermin schon lange Augenpflege betreiben.
Auf der anderen Seite – wer viel arbeitet, verdient auch viel Geld – oder?
Herausragende Radiosendungen laufen immer dann, wenn der eigentliche Hartzer die Muße dafür haben könnten, aber solche Leute interessieren sich bekanntermaßen nicht für Kultur, außerdem versaufen die zu jenen Stunden ihr Ficksechser vom Amt…
Morgen, gegen 0 UHR fünf beginnt auf D-Radio ein Feature über Herrn Samuel Langhorne Clemens, jenem lustigen Vielschreiber, haarscharfen Betrachter und Kritiker seiner Zeit.
Nun folgt etwas zum Anklicken: TAGESSPITZEL vom letzten Sonntag. Habe mir erlaubt, einige im Artikel angesprochene Sachverhalte aus dem Netz zu fischen.

Berliner Eindrücke

Die Schrecken der deutschen Sprache

Eine Rigibesteigung

Eyjafjalla

Es klares Feindbild vereinfacht vieles.
Für dieses Dilemma am Eyjafjalla-Gletscher kann es nur einen Schuldigen geben – den fast einjährigen Neu-Isländer mit Migrationshintergrund: Herrn Thiel!
Da verflüchtigt sich dieser Mann aus der eidgenössischen Alpenregion, schaltete aber letztens auf dieser kleinen Insel jenen Feuer speiender Berg an und verkrümelt sich hernach sofort auf das europäische Festland. Wetzt dort seine politlästernde Zunge, schießt en passant meinen Freund Moritz Löwenhügler in einer Kolumne an und beobachtet seine Schandtat aus sicherer Entfernung.
Unsereins wird deshalb, ob dieser Vulkantätigkeit von allen Seiten über irgendwelchen Wolkenscheiß desinformiert.
Was soll das denn?
Helikopter oder Bomber huschen doch auch bei Sandstürmen in der Gegend rum, und diese Partikel sind doch wesentlich größer als das Zeug von dort oben.
Ganz zu schweigen, in was für einer Suppe sich seinerzeit die Luftstreitkräfte unter Rommel und Montgomery bei El Alamein austobten.
So etwas ähnliches wie Herr Löwenhügler, existiert in unserer Bananenrepublik ebenfalls, bei uns heißt er allerdings Peter Ra(h)msauer, ist von den Christsozialisten und verkauft sich momentan als der wichtigste „Scheffoberpräsidentenexperte“, was dickere Luft in einer Höhe von 30 000 Fuß angeht. Da kann er als Müllermeister richtig mitreden, hatte er doch schon eine Menge mit Staub in den verschiedensten Korngrößen zu tun… Weiterlesen

Im ZEBRANO-Theater: Zwiegespräche mit Gott und der Echse – Puppentheater für Erwachsene

Letzten Freitag war ich mal wieder im Kleinkunsttempel von Hans Kaspar Aebli, dem ZEBRANO-Theater. Es gab „Zwiegespräche mit Gott und der Echse, ein amphibisch-göttlicher Spaß mit den beiden ältesten Wesen der Welt!“ Die kurz gefasste Ankündigung entsprach dem Verlauf des Abends. Gleich zu Beginn machte mich allerdings Herr Echse an, als er an mir vorbeiging. Dem alten Viech sah ich seine Unkenntnis nach, weil er mich ob meines Bartes anmachte. Dabei trage ich ihn schon seit Jahren mit Zöpfen, aber gewisse Linxwixer tätigen oft den Gedankensprung zu dem lange verblichenen Philosophen aus Trier.


(- Als Beleg ein etwas neueres Bilchen, entstanden beim anschließenden Absacken in meinem Kiez, als Slow-Motion-Suizidbomber der Terrororganisation: Al-Ka-Seltzer.
Es folgt hier noch die Erklärung, was SMS bedeutet. Ich baue keine Bomben, das harte Zeug aus dem man auch Mollies herstellen könnte, saufe ich lieber. In Anwesenheit der entsprechenden Co-Alkies in solchen Mengen, die meinem Körper nicht immer gut bekommen, was einem Selbstmord auf Raten gleichkäme, wie ein Spielverderber mal äußerte…)

Nach Texten von Ahne spielte Veronica Thieme “Gott”, wobei sie alles sehr gekonnt in Szene setzte.
Michael Hatzius hauchte anschließend seiner „Echse” das pralle Leben ein.

PS. Die Echse zu Gast in der NDR Talkshow:
Freitag 21. Mai 2010 um 22:00 Uhr im NDR