Herr Kleinbück in der BZ

Mal etwas von einem roten Kleinbürger. Heute in der „größten” Berliner Zeitung bemerkt.
Mein Gott, was hat der denn anders gemacht als die Leute, an denen er rumkrittelt?
Dabei soll man doch, wenn man in einem Glashaus hockt, nicht mit Eulen werfen, oder?

Schumi?!?

Der kleinkarierte Kreisfahrer ist wieder aufgetaucht
Who the fuck is Daimler?
Wo bekomme ich ruckartigst eine Voodoopuppe mit Schuhmachers Larve her?

Galionsfigur des Guten

Am 24. Dezember starte ein Film über Albert Schweitzer, natürlich aufgebauscht und geklittert. Wie der „Tagesspitzel” sich auszudrücken pflegt: „Um dem Drehbuch der neuen Kinogeschichte einen Schuss Politthriller zu verleihen, konstruiert es eine fiktive Spionagehandlung, die den alten Stoff neuen Rezipienten schmackhaft machen soll.”
Klar, wer von der heutigen Pisa-getesteten Generation kennt denn noch den Doktor aus Lambarene?
Dafür zeichne ich Autor, Herrn James Brabazon, mit einem Blick zur Sonne aus, weil diese Idee richtig geil war, um auch recht viele Flachzangen ins Kintopp zu locken. Allerdings war JB schlecht beraten, er hätte schließlich einen richtigen 3-D-Schmachtfetzen kreieren können mit Tarzan (noch besser „Tarzoon“) und Jane, wegen wesentlich höheren Zuschauerquoten… Weiterlesen

Alles Alisa, oder?

Anfang letzten Jahres schwärmte mir Ricky von einer Telenovela (mit GEZ-Mitteln finanziert) vor, sie zog sich diese Teile immer morgens während des Frühstück ein. „Diese Serien sind immer so ‘nett’ (ich hasse diesen Begriff) und clean. Da wird nicht gesoffen, nicht geraucht…”
„…und nicht gevögelt! Es kommt eine Renomierbimbo und auch ein Renomierkrüppel darin vor…”
„Nee, ein Farbiger nicht, aber ein Behinderter im Rollstuhl…”
„Aha, Schäuble im AOK-Shopper…”
„Mann, mit dir kann man sich überhaupt nicht ernsthaft unterhalten!”
„Gut, ich halte kurz meinen Sabbel, aber fasse dich kurz, denn solch einen Scheiß ziehe ich mir nämlich nicht rein. Noch nicht mal diese längeren Krimiserien im Abendprogramm. Stimmt nicht ganz, zwei Teile mit der Folkerts habe ich, unterbrochen durch kurze Phasen der Augenpflege, mal gesehen.” Weiterlesen

M. Riechling

Mir fiel heute noch etwas zu Mathias Riechling ein und warum er anders erscheint, so leicht ausgebrannt.
Klar, es ist auf Dauer nicht machbar, immer von ganz oben mit den Fingern in den Wunden herum zu stochern, schon gar nicht in der heutigen Zeit. Wo Kleingeister, im Auftrag des Kapital überall als deren Marionetten fungieren und sich orgiastisch an ihren implodierenden Sprechblasen berauschen dürfen, da bleiben für das Kabarett nur noch Nano-Teilchen übrig. Weiterlesen

Kurt Tucholsky 1919: “Satire darf alles” – Wo?

Satire scheint bei manchen Akteuren auch abzusaufen, wo bleibt z. B. Richlings ehemalige schwäbische Maßarbeit? Am Sonntag zum „Satire Gipfel” habe ich sie ebenso vermisst, wie am 1. Dezember im Wigwam, anlässlich einer „Kabarett-Gala” zum 25-jährigen Bestehen des Kulturkanals 3SAT. Schnackerin Katrin Bauerfeind bezeichnete diese Station, als den „Sender für eine anspruchsvolle Minderheit”.
Georg Schramm brachte es annähernd auf den Punkt: “3SAT ist die Heimstatt für die Verwirrten und Verirrten” – der Nickelbrillenfraktion, häufig im modischen Schick – mit fleischfarbenen Badekappen… Weiterlesen