Archiv für den Monat: Dezember 2013

Die großen Momente der Deutschen

Sowieso Scheiße, nachts noch etwas zu mümmeln, statt gleich im Nest zu verschwinden, wenn man aus dem Wirtshaus kommt.
Nee und ich Dösie schalte dann nach wie vor unsere Glotze an, was sich als immer gefährlicher herausstellt, was die schleichende Verblödung angeht – etwas später sollten im ZDF Nachrichten laufen, so stand es im Programmheftchen.
Gut, dachte ich, bist hier auf einem Komiker-Programm gelandet, schaust mal im Videotext rein, was das alles sollte.
Oh Schreck!
ZDF-History – Die großen Momente DER Deut(s)chen“
Es war wirklich zum Piepen, was Guido und seine Mannen und Frauen sich da wieder ausgeknautscht hatten. Es schien dort ein Bildungsprogramm für jene verblödende iPad-Generation zulaufen. Mittlerweile existiert bestimmt schon das entsprechende App für alle politisch desinteressierten Verbraucher- und Innen, U30, (+-) 5 Lenzen.
Langsam verstehe ich die Welt nicht mehr, bestimmt auch eine Alterserscheinung.
Was kursieren denn momentan für Drogen?
Zu meiner Zeit ist es wirklich einfacher gewesen, da gaben sich fast alle mit den landesüblichen Volksdrogen die Kante und bis Korsakow seine Tribut forderte, schien mir die breite Masse relativ normal. War bestimmt auch nicht so, entsprach aber der selektiven Wahrnehmung, zumindest in meiner Umgebung.
Es wird anders sein, denn bei jeder Gülle, die aus irgendeinen Sender quillt, geht es um Quoten.
Deshalb müssen garantiert, Pücho-, Soziolochen, Medienwissenschaftler und jede Menge andere Eksperten erst ihr OK geben, ehe alles im HDTV-Format ausgestrahlt wird.
Angeblich sind ja sämtliche Beiträge von mündigen Bürgern gewählt worden, dann kommt dabei heraus, dass Kreisfahrer Vettel plötzlich auf einer Stufe mit Willy Brandt stehen darf.
Bei solchen erlesenen Sternstunden medialer Unterhaltung, muss sich aber auch keiner wundern, wenn PISA-Ergebnisse entsprechend glänzen…
Zwischendurch fiel ich immer mal wieder in ganz kurze Phasen der Augenpflege, endlich das erwartete Jingle.
Nach der Hardcore-History gab es noch einen drauf.
Als erste Meldung wurde mit getragener Stimme über den Kollegen von Herrn Vettel gesalbadert und dies mehrere (vielleicht 4?) Minuten lang, anschließend berichte man über den Bombenanschlag von Wolgograd, als ob es sich dabei um das normalste auf der Welt handelte…
So kam es mir jedenfalls vor.
…merkwürdig, wie Redakteure ihre Prioritäten setzen, der Rest interessierte mich dann überhaupt nicht mehr
Im Radio begannen die 1- und 2-Uhrnachrichten identisch, mit merkwürdig spekulativen Gerede über den weltbewegenden Unfall von UNSEREM Schumi.
Mal ehrlich, was habe ich wohl mit einem Kreisfahrer am Hut?

PHOENIX – wg. Spitzelei

Als mir der grauhaarige Kiezwolf kurz über den Weg lief, meinte selbiger, der heutige „Internationaler Frühschoppen“ verlief recht interessant. Es ging da um: „Abhören, täuschen und tricksen – Das Ende des Vertrauens?
„Meinst du nicht auch, dass etwas sehr merkwürdig erscheint, vor etlichen Jahren veranstalteten die Leute so einen Aufriss wegen der Volkszählung und jetzt stellen sie allen privaten Mist ins Netz…“
Ist für mich schon ein kleiner Unterschied, ob man von Staatswegen zur Datenherausgabe genötigt wird oder man irgendwelchen Scheiß freiwillig preisgibt. Letztlich sah ich nicht ein, weshalb man ganz bestimmte Angaben von mir erpressen wollte, die in irgendwelchen Ämtern und Behörden landen sollten, alles zwar anonymisiert, wie immer beton wurde! Dabei war damals schon bekannt, was einmal in Rechnern landet, bleibt abrufbar für die nächsten Jahrzehnte und kann jeder Zeit wieder zusammen gepuzzelt werden…
Kurz nach halb zwei, hing ich dann zur Mittagsmümmelei vor der Glotze, im hochgefahrenen Kanal lief gerade die: „Die Helene Fischer-Show
– Who The Fuck Is Helen F.
Sehr schnell kam mir, was dort als Frohsinn geboten wurde, Lichtjahre von meinem Geschmacksempfinden entfernt angesiedelt ist, da konnte einem ja des Sperma flockig werden…
Auf dem nächsten Kanal begann gerade etwas über die Gebrüder Lilienthal – Die kuriose Geschichte der \“Anker-Bausteine\“ (Die hatte ich anfangs auch!) – alles in allem, 30 sehr interessante Minuten, anschließend wurde die Verdummungslaterne sofort ausgeschaltet.!
Demnächst steht das „Lilienthal-Museum“ in Anklam auf dem Programm, ein winziges Teil steht in Stölln, ebenso die IL 62 auf der Wiese – dazu muss man den Hügel gegenüber dem Museum ersteigen…

– Mir fällt noch etwas ein, im Museum auf dem ehemaligen Flugplatz in Gatow existiert auch eine Halle, wo die Entwicklung der Luftfahrt gut dargestellt wurde, abgesehen von den destruktiven „Friedenstauben“ mit Strahltriebwerken und sonstigen fliegenden Gerätschaften, die überall herumstehen.
Leider hat sich das Museum auf dem Flugplatz Berlin-Gatow in den letzten Jahren mächtig gewandelt, mittlerweile scheint es so eine Art visuelles Jobcenter für Y-Tours zu sein…
Auf der Heimatseite vom MHM findet man unter Museum, fett gedruckt: Das MHM in Dresden und in Berlin-Gatow: Der Mensch steht im Mittelpunkt
Richtig, ein Leitspruch mit dem man in allen Systemen das militärische Personal ködert und verscheißert, allerdings gilt dies nur bis zum letzten Atemzug, denn danach kann ein Menschenkind bekanntlich nicht mehr stehen…

Beeskow

Wegen des frühlingshaften Wetters wurde der kleine Stinker angeworfen und ab ging es durch die Botanik in südöstliche Richtung.
Ansonsten sollte man nach B. lieber mit der Bahn samt den Räder fahren. Wenige Kilometer weiter, ist das „Schlaubetal“ gut erschlossen.
Aber 8-ung!
In der Saison kann es zur Rückfahrt passieren, dass in den Ferkelbahnen kein Platz mehr für Drahtesel zu ergattern ist! Oft konnte ich aber auch schon erleben, das eine bestimmte Klientel äußerst unsoziales Gehabe an den Tag legt.
Vor Jahren erlebte ich in Kremmen eine sehr merkwürdige Situation in jene Richtung. Wir waren zu dritt und die beiden Mädels verzichteten schon im Vorfeld auf einen Zug in Richtung Berlin. Ich kam zwei Minuten später dazu und musste feststellen, dass mit etwas gutem Willen, noch mindestens fünf Räder samt deren Besitzer, hätten mitfahren können. Aber der Zugführer wollte sich da nicht einmischen. Nach einer Stunde das gleiche Spielchen, ein gestyltes Pärchen versuchte von innen die Türe zuzuhalten, was ihnen aber nicht gelang. Drinnen stellte ich fest, alles war chaotisch geordnet und sämtliche Anwesenden wollten nach Berlin. Das etwas ältliche Duo fing plötzlich an zu zetern, wegen ihrer neuen Karbonteile, denn ein Typ und meine Wenigkeit hatten begonnen, die kleineren Karren auf andere draufzulegen. Als der Knabe mich dann auch noch antatschte, war alles zu spät. Mein darauffolgender Spruch ging in jene Richtung: „Wisst ihr was, wenn ihr mit euren teuren Mühlen lediglich renommieren wollt, dann kutschiert demnächst im Tiergarten oder Treptower Park herum, da sehen auch wenigstens die Leute! Und jetzt haltet die Klappe!“
Man muss in diesen Tagen so reagieren, sonst arten ebendiese Situationen in ellenlangen Grundsatzdiskussionen aus. Das Gute dabei ist, viele ehemalige Genossen können damit überhaupt nicht umgehen, jene Erkenntnis trifft besonders auf die Nickelbrillenfraktion zu, beginnend bei den heutigen Endsechzigern…
Meiner Scheffin war natürlich alles wieder äußerst peinlich. Dies änderte sich aber, weil fast alle Mitfahrer auch begannen, die beiden Leutchen zu belegen, teilweise sogar recht unflätig, was mir natürlich sehr gefiel.
Irgendwann musste deshalb noch abschließend etwas kommen, ließ nebenbei ganz ruhig einfließen, „kann es sein, dass ihr beide etablierte Linxwixer seid? Ich wette um eine Flasche Gehacktes, ihr seid Pädagochen… – und solche Gestalten werden auf unsere Kids losgelassen!“ Weiterlesen

Genie und Knochenbrecher

Beim Printmediendealer sah ich heute den Hinweis auf ein Interview vom mundartlichen Betroffenheitstroubadour aus Köln. Suchte im Netz nach diesem Artikel, aber Scheibenhonig! Waren der SZ seine Sprechblasen zu peinlich, dass sie nicht online gingen?
Auch egal, fand aber etwas anderes, einen Filmtip: „Beware of Mr. Baker
Gegen den Trommler schrumpft Herr N. auf die Größe eines Kerbtieres, empfinde ich bestimmt nicht alleine so…
Doku über Rock-Legende Ginger Baker
Nach 45 Jahren habe ich endlich die Chance, ein großes Loch aus jenen Jahren etwas auffüllen.
Hatte mich doch, 1967/68, für 18 Monate das Kommunistenpack fast vollständig von den westlichen Einflüssen der Beatmusik abgeschnitten und gerade in jener Ära existierte „Cream“.
Erst 1970 lieh mir Mischa „Wheels of Fire“, weiß noch, ich musste sie nachts aufnehmen und am nächsten Tag, vor der Arbeit, wieder bei ihm wieder abliefern.
Endlich besaß ich danach das legendäre „Toad“, selbiger Hit, „Sympathy for the Devil“ und
You Shook Me von – Led Zeppelin, alles Songs aus der Zeit – mit denen konnte ich meine Nachbarn in der Platte besonders nerven…

Fack ju Göthe

Heute in dem Streifen gewesen, nur gut, dass die Schefffin Karten im Netz bestellte, Kino 5 im „Titania-Palast“ war nämlich ausverkauft. Frühlingswetter und übermäßige Weihnachtsgülle auf allen Fernsehkanälen schien massenhaft die Leute aus ihren heimischen Buden vertrieben zuhaben.
Was soll man zu dem Film sagen?
Wenn man ihn nicht allzu ernst nimmt, schon OK. Er hat schließlich nicht den Anspruch in Richtung „ZDF-History“, frei nach Guido K. – hätte noch gefehlt, diese merkwürdige Serie auch auf den heutigen Schulalltag auszuweiten, versehen mit einweisenden Worten des großen Meisters, für dessen Darstellung sie dann allerdings Till Schweiger genommen hätten…
Eigentlich ist FJG nur ein Abklatsch jener Paukerfilme aus den 1960/70-ern, aber letztlich doch etwas amüsanter. Muss zu den alten Schmonzetten noch ablassen, dass ich beim Bärtchen, von Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah, gabeln könnte, niemals eines dieser Machwerke vollständig eingezogen zuhaben.
Zu den Darstellern fällt mir noch ein, Zeki Müller* erinnerte mich sehr an Everett in „O Brother, Where Art Thou?“.
Das Direx-Blondchen ging mir gehörig auf den Sack, da ich KR absolut nicht ausstehen kann.
Ob man Uschi G. für selbiges Röllchen aussuchte, da sie scheinbar über sehr viel persönliche Erfahrung verfügt, was den vermeintlichen Umgang mit der Vermittlung von pädagogischen Defiziten angeht…
Noch vor wenigen Jahren wäre ich nicht ohne ein Hörnchen davor, in solchen Film gesterzelt.

Fußnote:
WIKI ist manchmal recht merkwürdig, dort ist u.a. zu lesen: Mit 13 Jahren ging er auf ein katholisches Internat. Elyas M’Barek gehört der römisch-katholischen Konfession an und hat Abitur gemacht. Er lebt in München.
Weiß der Deubel, was der römisch-katholische Aberglauben mit seinem Abi zu tun hat…

Vorfall im Kölner Dom:

Frau springt vor dem Altar nackt auf Meisner (?!)
Wie sich die Zeiten geändert haben.
Wir hatten vor vielen Jahren einem Kumpel auch mal ein ähnliches Präsent zukommen lassen. Allerdings war es zu seinem 40sten Geburtstag, damals nannten sich jene weiblichen Nackedeis allerdings noch „Stripperinnen“ und nicht „Femen“.
Wer von der Gemeinde ist überhaupt auf die Idee gekommen, ausgerechnet einem 80-Jährigen katholischen Kirchenfunktionär solch Geschenk zu offerieren?
Mir fiel plötzlich etwas ein!
Sollte es möglich sein, dass es sich doch nicht um eine Geschenk handelte, denn mehrere Sachen kamen mir in dem Zusammenhang, doch reichlich spanisch vor.
Sehr vermessen fand ich die Message auf dem hübschen Körper, des etwas zu groß geratenen Jesuskindes. Dass Kardinal Meisner gerade mal 24 Stunden später eine Kehrtwende vollzog und sich entschloss, beim Krippenspiel auf eine Quotenfrau zurückzugreifen, dies glaubt noch nicht mal jemand, der seine Hose mit der Kneifzange anzieht.
Bekanntlich verkündete er gestern, als kruppstahlharter Traditionalist: „Die Kirche hat sich dem Worte Gottes anzupassen und nicht der Meinung der Menschen!“ (Sonst würde der Verein doch in unmittelbare Nähe von SPD oder FDP rücken…)
Selbigen Spruch erhielt er bestimmt aus Kreisen der NSÄ und die haben ihn garantiert bei der Konkurrenz in Mekka aufgeschnappt…
Ist mir eigentlich schnurz.
Ob die Sicherheitskräfte des Erzbistums bereits Verbindung zu Владимир Владимирович Путин aufnahmen, wegen eventuell anstehender internationaler Rechtshilfe? Schließlich sind die Appartements der beiden PussyRiot-Musikerinnen, Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, bisher immer noch verweist…

Marry X-Mas

Gott sei Dank, bald ist der erste Tag endlich vorbei.
Das „Weihnachtsfest“ wird doch recht unterschiedlich begangen. Bei den einen macht der Magen Klimmzüge, weil sie nichts haben, was sie sich ganzjährig zwischen ihre Fressleiste schieben könnten. Aus christlicher Nächstenliebe und Solidarität frisst unsereins in ´ner Stunde die wöchentliche Kalorienmenge einer größeren Familie, die das Pech hat und in Äquatornähe haust. Damit meine ich aber keine Scheichs oder Emire, was auch blödsinnig wäre, denn selbige haben bekanntlich mit Weihnachten nichts am Hut…
Bei uns hatte die Scheffin Gänsebrösel zubereitet, eine fette Brust und vier Keulen (war vielleicht doch ein überdimensionierter Dachhase), dazu gab es vorgefertigte Klöße (sicher von der BASF oder „Pfanni“), Grün- und Rotkraut. Innerhalb kürzester Zeit wurde alles in der Plauze versenkt, abschließend gab es noch ein Dessert – gut schmeckende Himbeerpampe mit viel Sahne und Früchte der Saison von ganz weit weg – die unser Besuch mitbrachte.
Schließlich war ich abgefüllt wie der Wolf, nachdem er Rotkäppchens Großmutter vertilgt hatte. Verließ nach kurzer Zeit die drei Damen, holte mir aus dem Netz die Klänge von Flaco und Santiago Jimenez (ich liebe Tex-Mex, die Musik genauso wie das Essen), weil im Rundfunk nur „festliches“ Zeug gespielt wurde.
Vollgefressen wie ich war, gab das anschließende Lesen nicht viel her und eine Stunde musste noch abgehakt werden, da die Kneipe erst 22 Uhr öffnet, will dort eine Runde flippern, etwas Bewegung zur Verdauung…
Fußnote: Musste noch sein, da ich „sehr spannende“ Artikel bei GMX fand, die natürlich auf großes Interesse stoßen werden: Weihnachten bei den Promis(Stars!) Die Geissens: Nur Geschenke für die Kinder
wg. der Feiertage noch ein Kommentar von den plärrenden Teppichratten und einem kleinen Weihnachtsmann als Dirigenten…

Industrie- und Kulturlandschaften

Wer Interesse an vergangenen Industriebauten und deren morbiden Resten bekundet, der sollte unbedingt mal ein Auge auf Christian Brünigs Foto-Galerie der Industrie- und Kulturlandschaften werfen!
Wie heißt es dort so schön?
Willkommen!
Lassen Sie sich auf diesen Seiten entführen in die eigenartige und faszinierende Ästhetik der Deindustrialisierung in Europa und Nordamerika. Ein Streifzug durch die Regionen wird ergänzt durch Fotoserien aus besonders interessanten Anlagen.

Wirklich geile Ablichtungen, tolle Kommentare, eine akkurate Zusammenstellung und viele Reisebeschreibungen!
Gegen ihn bin ich nur eine kleine Photodateienschlampe, was meine gering Auswahl von Industrieanlagen und Ruinen angeht, die hauptsächlich Anfang der 1990-er entstanden. Besitze allerdings noch massenhaft Negative (s/w, farbige und auch noch Dias), wobei ich irgendwann aufhörte das Archiv zu vervollständigen nebst dazugehöriger Kontaktabzüge.
War gerade im Mai mal wieder in der kalten Heimat, fuhr durch Hellerwer und ward genauso platt, wie die verschwundenen Hüttenanlagen.
Allerdings erkennt man das ehemalige Produktionsgelände, denn auf dem hochgradig verseuchten Areal existiert bereits auf der Höhe von rund 220 m ü. NHN eine chemische Baumgrenze – für viele tausend Jahre…

Klassenkrampf in Hamburg

Kalt wie das Gesetz
Eigentlich Schade, dass Charlotte Parnack so einen weichgespülten Kommentar abließ.
Will lediglich aus dem letzten Absatz zwei Sätze herauspicken, die da lauten:
…Der Fairness halber muss man sagen, dass in Hamburg gerade ziemlich viele Herausforderungen ziemlich ungünstig aufeinandertreffen. Aber der Wahrheit halber muss man sagen, dass Scholz* und seine Senatoren in dieser Lage eins versäumt haben: die Menschen mitzunehmen.
Ja, ja, diese vielen „Herausforderungen die ziemlich ungünstig aufeinandertreffen“, als ob jene Problematiken erst seit gestern bekannt sind. Stimmt schon, sie treffen seit 14 Tagen erst „ziemlich ungünstig aufeinander“. Da kullern bei mir ruckartig viele Krokodilstränen und ich werde vor lauter Mitleid ganz traurig. Jenes Versäumnis, welches die Dame, Scholz&Senatoren mit halber Wahrheit ankreiden möchte, entspricht doch seit vielen Jahren bereits dem angesagten Politikverständnis aller gewählten Figuren an den Hebeln der Macht. Wo sind denn erkennbare Wandlungen hängen geblieben, als die SPD mit andersfarbigen Mehrheitsbeschaffern regierte, beziehe mich da besonders auf die Chlorophyllmarxisten…
Mich würde mal interessieren, wann irgendein politischer Kleingärtnerverein in Hamburg, während der letzten Jahrzehnten überhaupt „Menschen mitgenommen hat“ und sie dauerhaft für irgendetwas motivieren konnten? Abgesehen von jenen Tagen, wo sich mündige Bürger, anlässlich diverser Abstimmungsvorbereitungen, verbale Leinen um ihre Hälse legen lassen, damit sie zu den Wahlurnen gezerrt werden können…
Abgesehen von den Stadtstaaten, existiert in Deutschland überhaupt eine Großstadt, von der man behaupten könnte, dass vieles in einigermaßen geordneten Bahnen läuft.
Was Berlin betrifft, da möchte ich nichts weiter ablassen, und macht Euch selbst ein Bild…

*Hier eine kleine Auswahl gebügelter Sprechblasen vom Genossen Scholz: „Dokumente