Archiv für den Monat: September 2010

Die Zukunft der Anti-Atom-Bewegung >>> Allerdings ist die Zukunft auch nicht mehr das, was sie mal war! Trotzdem, die Zukunft kommt wieder! <<<

Gestern verband ich eine längere Radtour mit peripherem Restklassenkampf, produzierte nebenbei audio-visuellen Müll.
Die Situation vor dem Wallotschen Palaverhaus war nicht so richtig durchschaubar. Eigentlich galt die Wiese davor als No-go-Area, an der westlichen Seiten lagen aber die rot/weißen Begrenzungszäune auf dem Rasen. Außerdem liegt doch dieses Anwesen in der Bannmeile, oder?

Ver(w)irrte Schäfchen
Unter der Ägide von Frau Professor Süssmuth (Mit ihr begann die Ära von Frauen in höchsten Regierungspositionen, die mich ewig an jene Hausfrauen erinnern, die mit einem krankhaften Hang zur Harmonie, erfolglos versuchen ihr Umfeld zu befrieden.) wurde mit riesigem Aufwand der Platz vor dem Reichstag umgestaltet. Der dafür verantwortliche Knecht, ließ nach Bewältigung seiner „schwierigen Aufgabe“ folgendes ab, was in der Berliner Abendschau ungefähr so klang: „…endlich haben wir den „AMÖBOIDEN Charakter dieses Platzes für immer beseitigt…“
Für diese Unverschämtheit hätte dieser Knabe mehr als nur Klassenkeile verdient…
Vorher lebte dieser Platz täglich und das ganze Jahr über. Mit all seinen Konzerten der U- und E-Musik, der Quatschkopf Heller bunste dort seine gigantisches Feuerwerk ab, vielfach gaben sich dort Menschen den unterschiedlichsten sportlichen Betätigungen hin. Nicht zu vergessen jene berühmte Rede von Ernst Reuter 1948 (Der erste OB mit Visionen für diese Stadt, allerdings auch der vorletzte, später folgte nur noch Willi Brandt, den ich politisch ernst nehmen konnte.)
Wie oft machten wir in der Nacht zum 1. Mai durch und pennten nach den DGB Kundgebungen anschließend unsern Rausch dort aus und schwätzten hernach wieder dämliches Zeug, so als Ersatz zum entgangenen Klassenkampf…


Man konnte auch einfach so dort herumliegen und die Wolken beobachten, noch besser kam es stoned und mit den „Floyds“ in den Lauschern und manchmal konnte man dort innerstädtisch auch mäßig Drachen steigen lassen…
– Heute stillos „aufgehübscht“, wenig frequentiert, präsentiert sich diese Koppel nur noch öde…
Mir fällt noch eine politische „Größe“, im Zusammenhang mit dieser, aus Renaissance, Barock und Klassizismus vermanschten Hütte ein – Philipp Jenninger.
Im Kleingartenverband der CDU tätig, weigerte er sich standhaft, dass dieser dahergelaufenen Bulgaren nebst Marokkanischer Gattin seine Laube mit Gewebe bandagierte.
(Christos späteres Happening wurde von mir nie begutachtet)
Weiterlesen

James Marshall Hendrix († 18. September 1970 in London)

Arte – Jimi Hendrix – Wiederholung am: 24.09.2010 um 01:50
Morgens war ich richtig froh, dass man im d-radio an den vor 100 Jahren geborenen jüdischen Komponisten Josef Tal erinnerte.
So wie man das Gedenken an Hendrix in den letzten Tagen ausquetschte, wäre nicht viel für das heutige „Kalenderblatt“ übrig geblieben.
Zumal am Donnerstag, auf Arte, eine recht vernünftige Kurzbiographie lief und Kollegen von ihm nicht mit dem sonst üblichen Dummschwätzen kamen – allerdings hätte man Fritz Rau außen vorlassen sollen.
Abgesehen von seinen unmittelbaren Mitstreitern auf der Bühne, waren alle Techniker im Hintergrund auch gigantisch drauf, ebenso die Leute an den Kameras und dem anschließenden  Schnitt von Filmsequenzen…
Einige Betrachtungen von Vernon Reid, Steve Stevens oder Kelvyn Bell hatte ich noch nie so gesehen, sind aber einleuchtend.
In diesem Zusammenhang fiel mir noch etwas zu Voodoo Child ein. Weiterlesen

Heimliche Hochzeit: westerwelle und mronz gaben sich die ringe und wechselten das ja-wort

Heiratete Herr Guido Frollein Michalea, oder kam es umgedreht und Herr Michael ehelichte Frollein Guida?
BILD Dir keine Meinung!
Nebenan ein Video
…als ich irgendwann mal in den Endsiebzigern, aus Ermangelung von Zigarettenpapier oder einer „Prawda“, nächtens mehreren Seiten einer Dünndruckausgabe von „Mein Kampf“ zum Bauen von Hörnchen benutzte, kam die einhellige Meinung auf, dass es sich um Wiedergutmachung handeln würde, da sich zu diesem Zeitpunk auch zwei amerikanische Juden in unserer Runde aufhielten.

Der Quizzz das Deutschen – mit Frank Blassberg

Eben hatte ich mich mit einem Sendetermin vertan, wollte eigentlich Jimi auf ARTE einziehen, was allerdings fast eine Stunde zu früh.
Hockte mich mit einem Brösel Eis vor die Glotze und mir wurde fast schlecht.
Was war das denn?
Da hockten nur Larven herum, die ich ja nun fernsehtechnisch überhaupt nicht verknusen kann, alles so ganz nette Leute.
…es ging gerade um den Ballast der Republik. Scheinbar ging es in der die Frage darum, was mit dem Stahl aus dieser Hütte geschah.
…natürlich wurden Motorblöck für VW daraus produziert!
Daraufhin ließ Meister „Blassberg“ etwa folgendes ab: „Aus dem Stahl des Hauses für das Volk, produzierten sie etwas für den Volkswagen, das war doch für beide in Deutschland eine schöne Sache…“ Zumindest hat es so ähnlich blöde geklungen…
Ein Blick in den „TV-piccolino“ – „Das Quiz der Deutschen!“
Nun kam mir, kannst ja ein Weilchen noch schauen, bei was sich der gesamtdeutsche Spießer so amüsiert, dank der Verkabelung wird ja sogar das Tal der Ahnungslosen bereits seit 20 Jahren, ganz legal mit Westfernsehen versorgt…
…gab mir zumindest Mühe, aber es ging nicht, schaltete zu ARTE. Was dort lief, war auch nicht das Gelbe von Ei. Ein Film aus HK mag ich genau sowenig, wie „Quizzze“ über die AB* und NFL*.
Nach 10/15 Minuten gings im optimalen Moment retour…
Frage:
Gab es für die drallen Stasi-Kirschen, wen sie auf dem Politstrich ihren Einsatz hatten,
a) schussfeste Mieder,
b) Kameras im BH,
oder c) Handschellen an den Strapsen? Weiterlesen

In meiner kalten Heimat möchte ich nicht tot über einem Zaun hängen!

Der beginnende Alzi lässt scheinbar grüßen, heute morgen landete ich bei Inforadio, wegen einer Frequenzverwechselung, eigentlich sollte d-radio eingestellt werden. Muss ja nicht zwangsläufig Demenz sein, die in der totalen Finsternis endet, auf der anderen Seite grüßt ewig Korsakow. Solange ich mich nicht täglich über ein neues Radio freue, ist noch alles im grünen Bereich.
Auf dem Boden, in der Nähe meiner Pofe, kramte ich nach einem verwertbaren Sudoku in alten Tageszeitungen, als jemand das Tagesthema ansprach: Heimat!
Gleich nach dem ersten Beitrag legte ich die Kiste still und eine CD auf:
Wiedermal typisch, die Leute lernen es nicht! Scheinbar haben sie nie etwas in dieser Richtung kapiert. Da gab ein Effendi nach über 40 Jahren ein Interview zum Thema und sprach kein deutsches Wort. Warum, das sagt er im Betrag. Auf dieser Umstand geht die Moderatorin mit keinem Wort ein. Was der Alte bestimmt akzentfrei ablassen kann: „Deutschland grosses Scheisse, aber Deutsches Mark guuuut!“
Entweder haben sie den Mann entsprechend eingeseift oder es raus geschnitten…
– Der Ösi Alfred Polgar brachte es im letzten Jahrhundert so auf den Punkt: „Die Fremde ist nicht Heimat geworden. Aber die Heimat Fremde.“ Weiterlesen

Naturkundemuseum – Schatzkammer aus Glas – Präparate in Alkohol

Beim Folgendem handelt sich nicht um einen Werbegag der Mezcal-Produzenten aus Mexiko!
Schade, dass zur Eröffnung der flüssigen Sammlung im Naturkundemuseum, niemand auf Idee kam, irgendwo jenen kleinen Film von Boris Hars-Tschachotin zu zeigen: „Lurch – Reise in eine bizarre Welt“, mit Chajim Königshofen in der Hauptrolle.
Die vielen Präparate in Alkohol, die man vor fast zehn Jahren schon zu Gesicht bekam, erinnerten mich auch an einen Cartoon von Paul Simmel. Dort hockte ein alter Alkoholiker, mit tropfender Nase, vor einem schwimmenden Embryo im Glas und nuschelt vor sich hin: „ Du hast et jut, den janzen Tach im Alkohol!“ – so etwas ähnliches ließ der Typ ab.
In dem Demoband über Chajim Königshofen (01.01.53 † 25.09.10) ist ein winziger Videoschnipsel vom „Lurch“.
Hinweis zu einem späteren Film von Boris Hars-Tschachotin

Ersaufen im Gequatsche

„Das Fernsehen wird immer schlechter…“
STIMMT NICHT!
Es ist seit Jahren Grottenschlecht!
Und das ist auch gut so!
Ich lese nämlich lieber…

Meister Joachim Huber hat den Nagel auf den Kopf getroffen und ihn mit einem Schlag versenkt.
Gestern, gegen 23 Uhr 14, hing ich bereits sehr bequem mit einem Teller Spachtelmasse vor der Glotze, als das Bild erschien – Beckmann (ab der 28. Minute) – dieser Heino vom Öffentlich Rechtlichen Dudelfernsehen.
Scheiße! Scheiße! Scheiße und die Fernbedienung lag auf dem Gehäuse der Bildlaterne.
Vielleicht sollte man wieder den Drahtfunk einführen und solche Figuren könnten sich dann in speziellen Sendungen, z. B. für Alzheimerpatienten in “Seniorenresidenzen” produzieren. (Nebenbei, ich bin kein junger Hüpfer mehr, habe 62 Lenze auf dem Buckel und werde auch immer vergesslicher.)
– Da müsste natürlich auch Alice Schwarzer einen Platz finden. Ist dies zum Kotzen, jetzt muss ich sogar auf das morgendliche Inforadio verzichten, denn diese Schnarchnase schafft sich dort als Expertin! Ihr Gestammel auf nüchternen Magen gleicht einer Folter – warum sollen mich ihre abartigen Gedankengänge zu Kachelmann und Co. auch nur die Bohne interessieren?
Da kommt ja Radio Pjöngjang , im 49 Meter-Band mit allen atmosphärischen Störungen  interessanter rüber, vor allen Dingen in deren Landessprache… Weiterlesen

Berlin – Dresden

LOKALES
Züge nach Dresden bald schneller
05. September 2010 05.10 Uhr, BZ
Bahnreisende sollen ab Dezember für die Strecke von Berlin nach Dresden weniger Zeit benötigen. Die Zugfahrt verkürze sich um zwölf Minuten, sagte Bahnsprecherin Änne Kliem. In der Gegenrichtung sind die Intercitys und Eurocitys sechs Minuten schneller in Berlin. Derzeit liegt die Reisezeit bei gut 2 Stunden 15 Minuten für die rund 180 Kilometer. Bis 2014 will die Bahn nach Angaben der Sprecherin auf 80 Kilometer Länge eine Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h erreichen. (ddp) Weiterlesen

Thilos Fahnenflucht

Werde mal allgemein beginnen, wg. Bupräsi.
Bla, bla, bla… und deshalb ist der Bupräsi das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland, dessen Macht im politischen Überbau unseres Staates gegen Null tendiert, dafür sorgt das Grundgesetz. In diesem sehr eingeengten Wirkungsbereich muss so jemand nur „Repräsentieren“, nicht Regieren, das heißt, auch für nichts Verantwortung übernehmen. Wenn ich es richtig verstehe, stiehlt er lediglich dem lieben Gott die Zeit, muss nett sein (Oohhhhh wowww! Ich hasse „nette Leute“, diese politisch korrekten Placebo Hypnotika), ewig lächeln (Das scheint er ja sogar im Schlafe zu beherrschen) und die hohen Kunst der belanglosen Cocktail-Smalltalks verstehen.
Als „Amtssitze“ des Bundespräsidenten gelten das Schloss Bellevue in Berlin und die Villa Hammerschmidt in Bonn.
Nun sind beide Hütten nicht gerade Datschen, wie man sie z. B. im Brandenburger Raum findet.
Wer blecht überhaupt die „Zweitwohnungssteuer“ für das Anwesen in Bonn?
Sind wir ein reiches Land, dass wir uns so eine hohle Galionsfigur leisten können. Diese unbedeutenden Auftritte könnten doch ebenso ein Hilfskoch oder eine Toilettenfrau nebenbei erledigen, ganz abgesehen von den vielen Ein-Euro-Jobbern.
„In der Ausübung seiner Aufgaben unterstützt ihn das Bundespräsidialamt.“
Aha, dabei scheint es sich um das Lohngesindel zu handeln, was lesen und schreiben kann, oder anders ausgedrückt, die die anstehenden „Arbeiten“ erledigen müssen…
Da haben wir´s doch! Warum übernimmt eigentlich das Scheffchen des Bundespräsidialamtes nicht auch den Job des Bupräsi´s…?
– Am 3. Sept. ging folgende Bemerkung durch die Medien: „Bundespräsident Christian Wulff hat die Bundesregierung um eine Stellungnahme zum Antrag der Bundesbank auf Entlassung ihres Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin gebeten. Dies teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit.“
Auf diesen Return wird Änschie bestimmt abgereihert haben, darüber lässt sich das Bundespräsidialamt aber nicht aus, auch dem Herrn Seibert ist es keinen Kommentar wert…
Kurz darauf wurde Thilo von der seit längerem grassierenden Seuche der Fahnenflucht infiziert. Ihm hatte ich etwas mehr Immunität und eine andere Gewichtsklasse zugetraut, als einem Koch, Beust oder Köhler…, die von Staats wegen auch noch mit militaristischem Gedöns verabschiedet wurden.
In dieser Republik haben sich die Zeiten mächtig geändert, wenn ich an den Umgang mit Fahnenflüchtigen der Deutschen Wehrmacht denke, wie man mit den wenigen noch lebenden „Vaterlandsverrätern“ umspringt und auf der andren Seite werden heute Politiker, die sich trotz einer verpflichtenden Aufgabe schlichtweg verpissen, auch noch honoriert.
Wo ich das Folgende her habe, ist nicht mehr nachvollziehbar. Mir ist aber hängen geblieben, wie unter Dshingis Khan gekaschte Fahnenflüchtlinge „belohnt“ wurden. Man verknüpfte ihren Zopf mit dem Schweif eines Pferdes und verabreichte anschließend dem Tier einen schmerzhaften Hieb auf seinen Arsch… Weiterlesen