Archiv für den Tag: 15. Februar 2016

Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gegen Flüchtlinge: Der Hass aus „UNSERER“ Mitte

Wollte eigentlich etwas ganz anderes ablassen, weil ich letzte Woche zu einem ordentlichen Dinner und dem dazugehörigen guten Tropfen, schon mal an jenem Punkt anlangte.
Ausgangspunkt waren die neuerlichen Thesen von Peter Sloterdijk, über Adorno landeten wir schließlich in der heutigen Zeit mit ihren nicht mehr definierbaren Auswüchsen in diversen Lebenslagen, bei denen man nur noch abkotzen könnte. Abschließend drehte sich dann unsere Diskussion auch noch um die weltweite Verzahnung im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik.
Vorher wurde noch daran erinnert, dass man während der Aufbauphase in beiden Deutschlands keinerlei Interesse bekundete, mal daran zudenken, für kommende Zeiten die Begriffe von Nationalstaat und Patriotismus endlich wieder neu zu definieren. Beide Staaten in ihren Machtblöcken festgezurrt, waren nebenher nur mit sich selbst beschäftigt und auf Deubel komm raus wurde geklittert, was die jüngste Vergangenheit betraf*! Den Ostlern wurde poststalinistischer Frohsinn aufgedrückt – eine weichgespülte Art der Sowjet-Russifizierung die seltsame Blüten trieb und im Westen gab man sich großteils freiwillig, einer grenzenlosen Amerikanisierung hin…
Auf irgendwelche noch vorhandenen Befindlichkeiten wurde dabei keine Rücksicht genommen, dies ging dann bis 1989 so weiter…
Ob man nun Sloterdijks oder andere Ansichten zu Muttis Handhabungen heranzieht, die zwar zentrisch angelegt sind, bedienen sie letztlich nur die Ränder. (Dies kommt u. a. dabei heraus!)
Wobei Dr. Klaus Ottomeyer, Jahrgang 1949, (ist) Sozialpsychologe, Psychoanalytiker und seit 1983 ordentlicher Professor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Im Schwerpunkt beschäftigt er sich an dieser seit drei Jahrzehnten mit der Psychologie des Rechtsextremismus, einen seichten und recht populistischen Gang einlegte, dabei UNSERE extreme Mitte in Betracht zog, aber die Ursachen für ihr gewaltbereites Ausflippen nicht erwähnte. Allerdings vergaß er den werbewirksamen Hinweis auf die Ebert-Stiftung nicht…
So recht ist auch nicht ersichtlich, welches eigentlich Patrick Mayers Anteile bei dem Text sein sollen.
Bin mir sehr sicher, meine alte Bekannte, die Pachttoilettenfee (eine Migrationshintergründlerin) vom Wolfsburger Hauptbahnhof, hätte ihre Basisbetrachtungen zur Fremdenfeindlichkeit auf einen ganz anderen Punkt gebracht!
*Adornos Essay muss man nicht zwingend gelesen haben, zumal es sich um schwere Kost handelt! Er war ja auch für jene damaligen „Machteliten“ gedacht, die vor Jahrzehnten bereits kein Interesse für solche wichtige Fingerzeige hatten, dies ist heute nicht anders!