Archiv für den Tag: 22. Februar 2016

Der güldene Petz für italienische Flüchtlings-Doku „Fuocoammare“

Hat wohl von oben eine Anweisung gegeben, damit jener Streifen diesen glänzenden Metallbrösel bekommen soll.
Hatte in den letzten Tagen öfters mal Ausschnitte aus dem hochgelobten Filmchen registriert, waren nicht all zu viele Neuigkeiten dabei. Das Gesehene erinnerte mich mehr an eine Art: Best of von Panikmeldungen aus den letzten Jahren…
Wundere mich sowieso, dass ich mich immer noch mit solcherart Nachrichten berieseln lasse, muss dazu aber auch ablassen, dass es mir täglich schwerer fällt und sogar Überwindung kostet, diese verordnete Meldungen einzuziehen. Sie gleichen sich irgendwie, das Gelaber der Politiker ist ebenso beständig hohl und identisch, nur wird die Reihenfolge der Betrachtungen täglich etwas verändert, gleichfalls die dazugehörigen Bilder. Wegen gleichbleibender Unfähigkeit aller verantwortlichen Stare scheint wohl nur die Abstumpfung der Massen dahinter zu stehen. Auf der anderen Seite besteht nebenher, nicht nur für Künstler die Möglichkeit, sich auf Kosten des Martyriums dieser hilflos umherirrenden Individuen zu profilieren. Statt der gehypten Ehrung mit dem dröge dreinblickenden „Knut“, hätte man Regisseur Gianfranco Rosi und seiner Crew eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung verpassen sollen!
Auf der anderen Seite ist GR ja ein Glückspilz! Bei seiner Lebenserwartung ist es ihm vergönnt und er kann dieses Thema in den kommenden Jahren zu einer Endlosen Geschichte auswalzen, mit wenigstens 30 Fortsetzungen…
Immerhin kann ich mich der schrägen Indoktrination des Italieners erfolgreich entziehen!
Was mir beim Mahnmal Au Wehwehs nicht gelingen wird, der sich mit seiner pompösen Aktion an den sechs ionischen Portikussäulen vergehen durfte und sie mit fluoreszierenden Sondermüll bestückte. Bin ja richtig froh, dass er nicht den Telepimmel am Alex dafür auserkor, weil es sich angeboten hätte, für jeden Tag eines Jahres 1000 Millimeter zu verkleiden, wegen der Höhe von 365 Metern…
In einer sonntäglichen Morgennachrichtensendung blubberte als Fazit der Filmfestspiele noch: „…durch die Verleihung des „Goldenen Bären“ an Gianfranco Rosi, ist die Berlinale explizit ein politisches Filmfest geworden!“ In den folgenden News gab es jene richtungsweisende Erkenntnis nicht mehr.
War sicher einem Redakteur aufgegangen, wie es mir dabei auch ging, dass jene kurze Bemerkung alle 65 vorherigen Filmfeten auf das Nostalgie-Niveau von einst reduzierte: „Der Landfilm kommt!
Hatte doch Kulturstaatsministerin Monika Grütters zur Eröffnung das besondere Profil des Festivals gelobt: „Die Berlinale setzt immer wieder politisch wie auch künstlerisch Akzente.
Diese Bewertung liegt wiedermal in der speziellen Sichtweise eines jeden einzelnen Betrachters…