“BETWEEN THE DARK AND THE LIGHT”

Subject: Francis Serafini Tribute Concert & Record Release!
Am 16. Februar im Schlot
Schlegelstraße 26 /
Edisonhöfe gleich links im Hof.

Wird sicher eine affenscharfe Mucke bei der Ankündigung, wer da so alles auftauchen will…
Ich freue mich jedenfalls auf jene melodischen Ami-Klänge, bei denen auch Francis mächtig mitmischte…
War´n das noch Zeiten…
Wenn ich daran denke, wie in den Coca-Cola-Sektoren mal die Luft brannte. Es waren ja nicht nur die verrückten Läden die es mal gab, auf den hunderten von Kiezfesten im Jahr, überall gab es Musi aus allen Rundungen dieser Erdenscheibe.
Eine Hütte nach der anderen ging den Bach runter, in den letzten Clubs macht auch bald der Letzte das Licht aus.
Damit verreckt ein wichtiges Stück Kultur in diesem hundeverschissenen Bundeshauptdorf und die Kulturzwerge in beiden, hier ansässigen „Regierungen“ bekommen es gar nicht mit.

Ja, ja, Berlin ist „arm,  aber sexy!“ Das glaube ich sogar, nur gehe ich nicht in Darkrooms…

Hier noch einige Schnappschüsse vom 16. Oktober 2011 – einem wunderschönen Herbsttag – am Tegeler Flughafensee.
Hatte ja viel Freunde und Kollegen von Francis viel Jahre nicht mehr gesehen, den einen oder anderen zwar immer mal wieder, aber mit dem Verblassen dieser Ami-Musik zerstreuten sich die Leute oder drifteten manchmal sogar im Mainstream herum. Muss zur Ehrenrettung allerdings ablassen, sie haben sich nicht allzu weit von ihren Wurzeln entfernt…
Nun traf ich sie zu diesem traurigen Anlass wieder.
Hatte zwar einige Namen vergessen, waren aber alle noch erkennbar, obwohl so mancher als Grauchen oder mit fleischfarbener Badekappe auftauchte. Mir geht es da auch nicht anders…

Anfangs sollten es nur einige Sätze werden,

da bestimmt nur wenige in „Blumen blühen auf Befehl“ die Zeitungsausschnitte lesen können, weil alle Zeitungsschnipsel in Frakturschrift vorliegen.
Ähnliches betrifft sehr oft Dokumente in Museen und Ausstellungen.
Immer wieder kann jeder feststellen, dass ein Haufen Zeug präsentiert wird, welches neben Frakturschrift sogar in Sütterlin abgefasst wurde.
Wenn ich mit Freunden solche Sachen anschaue, stellte es für mich kein Problem dar die   Übersetzungen zuliefern. Oft habe ich aber dann zusätzlich recht distanzloses Pack an der Backe kleben. Das Entziffern bereitet manchmal doch leichte Schwierigkeiten, wenn es sich um krakelige Schrift handelt und fremde Leute auch noch schnurrig werden, weil es ihnen zu lange dauert, dann ist aber alles zu spät. So geschehen vor zwei Jahren im DHM bei Hitler. Ich hackte entsprechend zurück und ward wenigstens für kurze Zeit die Leute los.

Ganz schlimm ist teilweise die eben angesprochen Situation im „hochgelobten“ Jüdischen Museum.
Dort ist mir allerdings noch ein anderes Missgeschick widerfahren.
– Kurz vor Betreten des Objektes rauchte ich noch eine vorläufig letzte Zigarette und da fiel mir plötzlich ein, dass ich meine Weste hätte zu Hause lassen sollen. Anna beruhigte mich, da es bestimmt Schränke gäbe, wo man das Teil einschließen konnte – aber Anschiss.
Vor uns mehrere Rudel von Schulklassen, vielen sah man an, dass sie keinen richtigen Bock hatten für einen stundenlangen Aufenthalt in den Ausstellungsräumlichkeiten.
Warum bringen Pädagochen eigentlich niemals den Mut auf und befragen ihre Schüler vorher, ob sie überhaupt Interesse für solche Art von Schulausflug aufbringen würden?
Gerade dort fragte ich mich mal wieder, was wird nun höher bewertet, gruppendynamisches Verhalten gepaart mit geheucheltem Geschichtsinteresse oder der von oben verordnete  Philosemitismus…
Auch diese Kids wurden hochnotpeinlich von den Sicherheitskräften kontrolliert.
Es wäre für uns besser gewesen, in dieser Situation beizudrehen.
Als wir endlich an der Reihe waren, konzentrierten sich alle auf die Weste. Wegen des Kindes unterdrückte ich meinen anfänglichen Groll. Kurz darauf hingen drei Security-Knechte an dem vor ihnen liegenden Corpus Delicti und die Kontrolle uferte vollkommen aus.
Als ich äußerte, dass mir dies alles zu viel sei und die Klamotte retour haben wollte um zu gehen, rückten sie das Teil nicht sofort wieder raus, sondern schnüffelten weiter, bis alles peinlich genau untersucht hatten.
Meine abschließende Bemerkung ließ ringsherum alle verstummen.
„Danke für diese Erfahrung! Mir kam gerade das Gefühl auf, dass sie mich eben wie einen Palästinenser behandelt haben…“ Weiterlesen

Rouladen (?!) einmal etwas anders

Für diese Improvisation erhebe ich keine Copyright!
Da alles auf Wohlwollen der Scheffin stieß, wird jenes Rezept hier veröffentlicht.
Fast sämtlich Zutaten stammen aus Polen.
Rouladen
Steinpilze
Pfifferlinge
Eine Packung Trockengemüse – Pastinaken, Möhren, Zwiebeln, Petersilie, Porree
Scheibenkäse
Zwiebeln
Bautz´ner Senf und diverse Gewürze, die Mengen sollte jeder nach seinen Vorstellungen festlegen.
Trockenpilze morgens getrennt im Wasser zum Quellen bringen, es waren ungefähr sex Stunden.
Fleisch mit Klopfer prügeln, die flachen Brösel dann gut mit Senf einstreichen und mit frisch gemahlenen Pfeffer bestreuen.
Die noch feuchten Pilze gleichmäßig verteilen, darüber einen Esslöffel Trockengemüse streuen, alles mit würzigem Scheibenkäse abdecken und anschließend das Fleisch zusammenfalten. Aus Ermangelung vernünftiger Rouladenklammern benutze ich immer Sternzwirn. (Madame mobbert manchmal wegen der Längen – ob ich mit den Resten anschließend noch Drachen  steigen gehen will?)
Die ganze Schose anbraten, nebenbei Zwiebeln achteln und irgendwann zugeben. Wenn die Schmorphase beginnt, Lorbeerblätter, Thymian, Beifuß, Wacholderbeeren, Pfeffer und mehrere ungeschälte Knofiezehen rein schmeißen.
Ist alles gut durchgeköchelt, werden nur alle Lorbeerblätter und Knofiezehen (Die kann man auch aus ihrer gewachsenen Ökoverpackung quetschen und wieder zugeben.) rausgefischt, ebenso die Rouladen, anschließend erfolgt noch eine sofortige Feinabschmeckung mit wenig Salz, Zitronensaft sowie etwas Zucker.
Dann kommt es zum Einsatz des Pürierstabes, je nachdem welche Konsistenz die Soße letztendlich haben soll…
Ich verzichte hier auf sämtliche Mengenangaben, konnte mir aber zum Schluss einen gestrichenen Teelöffel Tandoori-Masala nicht verkneifen.
Dazu gab es nur Salzkartoffeln

Lieber ein gutes Bild mit schlechter Technik, als ein schlechtes Bild mit guter Technik – Robert Capa

Heute brachte Kiez-Wölfchen einen kleinen Schatz mit ins Café – eine „Rollette“ – machte sofort einige Bilder.
Bei der Suche im Netz stieß ich auf mehrere gute Heimatseiten: Das Lippische Kamera Museum, Das virtuelle Kameramuseum der Schweiz, 
Wikipedia:Fototipps
Den „John Hedgecoe“ kann man wirklich absoluten Blindfischen in die Hand drücken, allerdings begann damals gerade die digitale Müllherstellung…

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Intim-Operationen haben in den letzten 100 Jahren um 30 Prozent zugenommen.

Bin mir sehr sicher, dass ich nach dem Artikel wiedermal alles falsch interpretierte.
Natürlich können unendlich viele Gründe bei menschlichen Wesen zu Frustration wegen ihrer körperlichen  Konstitution führen, wobei mache erziehungsbedingte Ursachen haben. Möglicherweise hat in dem geschilderten Fall die verklemmte Mama an allem schuld, da sie ihrer Tochter niemals erklärte, dass frau ihrer Nylons eigentlich an Strapsen befestigen sollte…
Den Artikel sehe ich lediglich als trickreiche Werbung für Chirurgen an, so sieht es auch „Terre des Femmes“.
Ob sich nach einer OP wirklich alle Probleme dieser Frau gelöst haben?
Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, eine dauerhafte Narbe hat für einen schwanzfixierten Bumser bestimmt auch etwas…
Fußnote:
Vielleicht sollte ich auch mal in Erwägung ziehen, operativ etwas gegen meine dauerhafte Bauchspeckschwangerschaft zu unternehmen, denn sie gleicht optisch mindesten dem siebten Monat einer mitteleuropäischen Frau. Das Ü-Gewicht entspricht mittlerweile drei 20er Schachteln Gerstenkaltschale, was ich täglich witzloserweise mit mir herumschleppe. Also Fettabsaugen lassen, die danach entstehenden Schürze vom Bauchlappen könnte für eine neue Tasche meines Laptops reichen…

Das Netz lebte immer nur von seinen Scheinfreiheiten und so sollte es auch bleiben!

Der Hinterbänkler Ansgar Heveling macht in der Ecke Korschenbroich Lokalpolitik, dieser Marktflecken liegt in der Niederrheinischen Ebene. Der Legende nach kam es nur irrtümlich zur Gründung dieser Ansiedlung, da sich zufälligerweise genau an jener Stelle, auf einer Generalsstabskarte von Kaiser Napoleon während seines Rückzuges nach Waterloo, ein Fliegenschiss befand…
(Das -broich im Ortsnamen wird wie broo(i)ch – das doppelte „oo“ wird mehr wie ein gedehntes „u“ in  school ausgesprochen, das i ist ein Dehnungs-i.) Dieses Wort ist  für einen Rucksackpreußen jedenfalls nicht aussprechbar.
Geboren wurde er um die Ecke, in Rheydt.
75 Jahre vor ihm erblickte in jenem Nest schon mal eine recht zweifelhafte Figur das Licht dieser Erdenscheibe. Über die Qualitäten dieses Knabens möchte ich mich hier nicht weiter auslassen, aber der spätere Demagoge war ein begnadeter Redner…
In Bezug auf das Buch „Die Sternstunde der Dilettanten“ fällt mir ein, dass man eigentlich noch Dienstgrade einführen sollte, entweder aus der Beamtensphäre oder dem militärischen Bereich.
Herrn Heveling würde ich zumindest einen unteten Generalsrang zusprechen…
Auf der anderen Seite könnte ich ihn mir auch gut als dritten Mann zwischen Statler and Waldorf
vorstellen, dann käme er sogar recht witzig rüber.
So bleibt nur ein Axiom von Einstein übrig – “Zwei Dinge sind unendlich. Das Weltall und die menschliche Dummheit. Aber beim Weltall ist es nicht ganz sicher.” Weiterlesen

Mit „Blumen blühen auf Befehl“

verhält es sich genauso wie mit dem gestrigen Tip. Das Buch wird auch nur all jene ansprechen, die sich schon immer mit den angesprochen Problematiken beschäftigt haben.
Was …v. d. Wense angeht, in meinem Wust von Publikationen befinden sich zwei ähnliche Machwerke, eins in A4, das andere in A5. Beide kommen genauso schlecht rüber wie diese gebundene Ausgabe. Irgendwelche Narren haben in der Nazizeit aus recht unterschiedlichen Gründen irgendwelches Zeug willkürlich ausgeschnitten, gesammelt und auf Papier geklebt. Meine Konvolute hangeln sich wenigstens noch an einer gewissen Thematik entlang – Heer, Luftwaffe, Marine und Feldzüge. Vom Hurra und der Euphorie des Blitzkrieges bis hin zu 1944, die weitere  Entwicklung wurde dann ausgelassen.
Sind aber letztendlich genauso wertlos wie das gebunden Exemplar, bei dem kommt noch hinzu, dass heute fast keiner mehr Frakturschrift lesen kann….
Weil niemand die Publikationen erwähnte, woher jene Zeitungsschnipsel stammten, noch die entsprechenden Daten hinzufügte. Weiterlesen

“Die Stunde der Dilettanten”

Thomas Rietzschel, Wie wir uns verschaukeln lassen
Endlich ist es auf dem Markt!
Bekanntlich wird sich auch nach dieser Publikation nicht die Bohne ändern!
Dafür sind die vorhandenen Strukturen seit Jahren bereits so stahlhart verknöchert, die Netze der Seilschaften schon so engmaschig, dass noch nicht mal eine Sackratte durchschlüpfen könnte.
Wenn Rietzschel meint – Wie wir sehen werden, ist es dieses egoistische, aus den persönlichen Ansprüchen wachsende, unerschütterliche Selbstvertrauen, das den Dilettanten zum Tatmenschen macht. – kann ich ihm nicht folgen. Es handelt sich dabei nicht um „unerschütterliches Selbstvertrauen“, so etwas kennen diese Leute gar nicht. Ihnen fehlt auch nur ansatzweise das Gefühl für Unrechtsbewusstsein. Pädagogische Defizite sind die Ursache, dabei spielt es absolut keine Rolle in welchem Stall der Heranwachsende aufwuchs, auch die soziale Herkunft ist vollkommen nebensächlich. Mir ist doch deshalb ein respektvoller Proll tausendmal lieber als eine überkanditelte Flachzange mit “feinen” Manieren aus großbürgerlichen Verhältnissen.

Es ist auch nicht machbar, sich mit jemanden über Respekt zu unterhalten, wenn er ihn im Elternhaus nie erfahren hat. So jemand kann daher ganz bestimmte Verknüpfungen für ein sozialverträgliches Leben überhaupt nicht herstellen. Deshalb muss in solchen Fällen immer die Hure der „politischen Korrektheit“ mit ran – ich weiß, du bist in jeder Lebensalge ein Dilettant, das darf aber keiner direkt äußern, weil es im umgekehrten Fall genauso zwingend angesagt ist und wer möchte schon diese Erkenntnis täglich offeriert bekommen?
In dem Zusammenhang wurde mir schon oft die Frage gestellt, ob ich etwas gegen „niederes Lohngesindel“ haben würde.
Keineswegs!
Auf Grund meiner Sozialisation war ich die meiste Zeit im Rudel der Proletarier eingebunden.
Mir sind aber auch andere Bevölkerungsschichten nicht fremd, allerdings bevorzuge ich seit Jahren bereits Menschengruppen die für mich berechenbar sind, wenn ich mich tiefgründiger mit ihnen einlasse. Berechenbarkeit hat nämlich etwas mit Respekt untereinander zu tun. Auf einem berechenbaren Menschen kann man allzeit bauen, ihm sind auch andere Tugenden nicht fremd, z. B. Geradlinigkeit, Verlässlichkeit, Vertrauen, Spiel- und Streitkultur. Zu seinem Wort stehen und zwar solange, bis es im Vorfeld widerrufen wird!
Rechtzeitig seine Bedürfnisse anmelden… Weiterlesen