Balltreter – Weh Mmm 2010

Gestern im finstersten Wedding –
Eine Stunde vor Spielbeginn
Im Ghetto traute Gemeinsamkeiten von zwischenzeitlich hier geborener Jugendlichen der dritten/vierten Generation eines bestimmten Turkvolkes, von Semiten und Slawen.
Viele Gesichter mit schwarz/rot/senf bekrittelt, ihre Körper oft in Tücher der gleichen Farbschattierung gehüllt, gaben sie sich bekifft oder besoffen deutscher als unsereins.
Quatschten in dem ihnen sehr eigenen scrabble-language und schienen sich alle köstlich zu amüsieren.
Bei einer Befragung von sämtlichen, auf dem S-Bahnhof auftauchenden Leuten, wurden eventuelle Abtrünnigen belehrt, dass sie gefälligst für Deutschland blöken müssten.
Leider kam ich erst später auf die Idee, mein Aufnahmegerät zu aktivieren…

Sämtliche Fotos und Tonaufnahmen stammen aus dem verschlafenen Wilmersburg

Junge Siecher

Hymne lernen!

Die berühmte III. Strophe

Treibjagd auf Drahtesel

Gestern in finstersten Wedding – eine Stunde vor Spielbeginn, traute Gemeinsamkeiten von zwischenzeitlich hier geborener Jugendlichen der dritten/vierten Generation eines bestimmten Turkvolkes, von Semiten und Slawen. Viele Gesichter mit schwarz/rot/senf bekrittelt, ihre Körper oft in Tücher der gleichen Farbschattierung gehüllt, gaben sie sich bekifft oder besoffen deutscher als unsereins. Parlierten in dem ihnen sehr eigenen scrabble-language und schienen sich alle köstlich zu amüsieren.

Bei einer Befragung von sämtlichen, auf dem S-Bahnhof auftauchenden Leuten, wurden eventuelle Abtrünnigen belehrt, dass sie gefälligst für Deutschland blöken müssten.

Leider kam ich erst später auf die Idee mein Aufnahmegerät zu aktivieren…

Dieser Text ist mit wenig Häme behaftet – die Aussies haben leider verwonnen.

Bin vor einer halben Stunde bezecht eingeflogen. Habe mir etwas zwischen die Kiemen geschoben, wollte eigentlich noch etwas ablassen und nebenbei diverse Bilder sowie Geräusche vom heutigen Tage einflechten.
Nix is!
WIR haben eine Spiel gewonnen!
Heute bekamen WIR außerdem die meisten Tore geschenkt. Kein Wunder, die Aussies spielten auf dem momentanen Niveau vom FC „Carl Zeiss Jena“. Eigentlich schade.
Vielleicht liegt es ja daran, dass die durchschnittliche Anzahl der Gehirnwindungen ihrer Spieler wesentlich ausgeprägter sind – was für dieses Rasenspiel absolut schädlich sein kann, wie gesehen…
Was die geschilderte Glanzleistung unser Millionäre angeht, hänge ich ein Spitzenleistung journalistischer Kompetenz an, gefunden bei GMX, die Hamburger MOPO kommt noch infantiler daher. Alles scheint durchgängig diesem schlichten Level jener Leute zu entsprechen, die sich hupend, mit wehenden Fahnen in Richtung „Hurfürstendamm“ aufmachten und dort „unseren Sieg feierten“.

Das Unikum Titten-Hertha traf gestern Harald Juhnke

In der heutigen Abendschau wurde an den gestrigen Tod von Hertha Fiedler erinnert.
Mit Thomas tauchte ich ab den Endsiebzigern öfters in ihrer „Weltlaterne“ auf. Mein Arbeitskollege hatte gerade begonnen spielerische Kenntnisse zu vertiefen, was die Quetschkommode betraf. Sein damaliger Lehrer, auch bekannt als „Spitzen-Karl“, schaffte sich in diesem Laden öfters am Piano.
Natürlich spielte er manchmal dort – der Pianist musste für Tom eigentlich nur als Alibi herhalten, denn nach der kurzen Begrüßung gaben wir uns in diesen illustren Runden immer die Kante, bis alle schielten.
War schon lustig, wen man dort alles kennenlernte konnte, wer manchmal neben einem unter den Tisch rutschte und Hertha hatte auch im größten Chaos alles im Griff. Ihr Wort galt, ohne zu murren. Wer dies nicht augenblicklich raffte, den expedierte sie auf ihre ureigenste Art an die frische Luft. Irgendjemand musste in solchen Momenten die Klamotten des Delinquenten schnappen und sie schubste ihn mit ihrer gewaltigen Oberweite vor sich her. Widerspruch ließ sie noch nicht mal silbenweise gelten…
Wir zogen es aber immer vor, beizeiten abzuhauen. Wenn Thommys seitliche Amplituden auf dem Weg zum Lokus dazu führten, dass er die umliegenden Zecher touchierte, wurde anschließend sofort beduddelt.
Manchmal war mein Kumpan nicht in der Lage sich auf dem Weg zum Benz eine Kippe anzustecken. Dies geschah erst im Auto, dann fuhr er mich die paar hundert Meter nach Hause und weiter ging es bis in das südliche St. Eglitz…
– Nebenbei ließ Cathrin Böhme bei ihrer Abmoderation zu Hertha Fiedler verlauten: „… man nannte sie auch die „Künstlermutter“.
Für uns war sie einfach nur „Titten-Hertha“.

Da pokern sie um den Präsidentenposten – Bischof Mixa ist doch gerade arbeitslos

Heute Morgen erhielt ich nach langer Zeit vom Urenkel meiner Nenntante Hulda, aus Posemuckel- Streifenhörnchenhausen, wiedermal eine Bit-Depesche.
Von den letzten Tagen ist die alte Dame noch sehr mitgenommen. Jenes Leiden begann vor Wochen bei Raab, als dort Lena auftauchte.
Wenn sich das schwerhörige Tantchen aufregt, geht ewig ihre Sehschärfe in den Keller und sie erkennt in diesem Zustand bedeutend weniger als Helenes Axolotl.
Manchmal muss dann ihr Lieblingsenkel Hanns-Herrmann ran, wenn er greifbar ist. Sehr wichtig findet sie seine Präsenz an bestimmten Tagen, wegen der zusätzlichen und sehr lautstarken Erklärungen.
Am Samstag war dann alles zu spät.
Immer wieder wollte Oma Lenas Tanzschritte erklärt bekommen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie seufzend abließ: „Jetzt ist mir klar, wie ihre Bewegungen aussehen. Ich erinnere mich, damals beim BDM spielte meine Freundin Ingeborg im Puppentheater und wenn die Fäden der Marionette verfitzten, dann sah es so ähnlich aus. Ja, ja, alles kommt irgendwann mal wieder…“
Zur fortgeschrittenen Stunde bekam die alte Dame fast eine Herzattacke.
Schließlich war alles in Butter.
Lena hatte gewonnen, der Tag war gerettet und Oma konnte schon wieder etwas besser sehen. Anschließend lief ihre Glotze rund um die Uhr, wobei die Fernbedienung nicht aus der Hand gelegt wurde.
Und im nächsten Jahr findet alles in Deutschland statt!
Ach Leni!
Ach Stefi, das habt ihr gut hinbekommen!
Ab diesem Moment war die Sippe von Hulda mächtig sauer, da sie mit ihren 96 Lenzen kundtat, in den nächsten 12 Monaten auf gar keinen Fall im Altenheim versenkt zu werden.
Montag.
Bis dato hoch jauchzend, plumpste Omi im Laufe des Vormittages auf den Boden der Realität zurück. Mutierte nebenher, was ihr Gehör anging, zum Leidensgefährten des Herrn Beethoven und ihre Äuglein reduzierten die Sehkraft auf das Niveau von Ray Charles.
Hanns-Herrmann, momentan unbeweibt und zufällig Hartzer der 4. Kategorie, landete folglich bei der unter Dampf stehenden Greisin.
Ihr Lieblingspräsident hatte sich französisch empfohlen…
Spät abends war wieder alles im grünen Bereich.
Die „Neue“ findet sie auch ganz toll.
Die gibt sich so volksnah!
Uschis Performance auf der Pressekonferenz am folgenden Tag beeindruckte Großmutter ganz besonders.
Prompt legte sich Oma Hulda mit „Hänschen“ an. Denn er fand die Art unmöglich, wie Mami v. d. Leyen, sich wichtigtuerisch, mit ihrer infantilen Geste der absoluten Schweigsamkeit verpflichtete, als ob vor ihr die gezeugte Handballmannschaft der Familie hockte und nicht eine auf Sensation geifernde Journalistenmeute

Fußnote: Wenn Steffel Diepchen (War der nicht auch mal kriminell?) als “Bupräsi” vorschlägt, bin ich für den Katholen mit den schlagenden Argumenten.

“Meine Einschätzung ist aber, daß insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, daß ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muß, daß im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.”

Wat soll´n der Scheiß nun wieder?
Kommt fast lustig rüber.
Eine Salve Bits and Bytes sollen das Bundessensibelchen abgeraucht haben?
– Nach dem heutigen Einkauf und einem kurzen Zwischenstopp mit Kaffeepause, kam die dortige Runde sehr schnell zum Ergebnis, dass es nach Papa Heuss, 51 Jahre lang nur noch bergab ging.
Was blieb mir von seinen Nachfolgern hängen?
Lübke: Seine merkwürdigen Reden – „Heinrich Lübke spricht für Deutschland“, von „PARDON“ Ende der 60er auf Vinyl gepresst
Heinemann: Auf die Frage, ob er diesen Staat lieben würde: „Ich liebe nicht den Staat, ich liebe meine Frau“…
Wenn er es ehrlich gemeint hatte, kann man seiner Aussage wenigstens ein Quäntchen Aufrichtigkeit als Volksvertreter anhängen. Dies gültet aber nicht, weil jene private Einschätzung, Lichtjahre von politischen Handlungen angesiedelt ist!
Scheel: Er outete sich als ein Fan von 2 PS Wagen
Carstens: Erinnerte mich immer an den Camelmann mit seinen zerlatschten Botten.
Weizsäcker: Jene Rede von diesem Berufsopportunisten zum 40. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1985. Jahrzehnte zu spät gehalten!
Herzog: Seine berühmte Ruck-Rede, in er einen tiefgreifenden Wandel in der deutschen Politik forderte. Nichts als lauwarme warme Luft!
Bruder Johannes: Strapazierte sein altes Motto – “Versöhnen statt Spalten” – bis zum Erbrechen…
Und nun? Weiterlesen

wg. Bundespräsi. a. D.

Ungefähr 20 Minuten vor 00 Uhr landete ich mit einem Mitternachtsimbiss vor der Glotze.
Die Rache für jene überflüssige Fresserei folgte auf den Fuß.
Nach dem Knipser hatten sich schon vor der entsprechenden Zeit, viele Geister auf der Mattscheibe breitgemacht. Spukgestalten der Besserwisserei, Klugscheisser und politische Kaffeesatzleser, alle in menschlicher Gestalt. Auf den verschiedensten Programmen hingen sie in irgendwelchen Studios herum, mitunter sogar ein Quotenweibchen darunter.
Im RBB ging es mal nicht um Herrn Bundespräsi a. D., sondern um all die armen Killer, welche bei ihren „Friedensmissionen“ Verständnis und entsprechenden Respekt aus den heimatlichen Gefilden vermissen. „Im Palais“ wurde die illustre Runde zusätzlich von einem Zuschauerrudel gerahmt, die permanent unmotiviert klatschten. Was in solchen Talkshows oft erschwerend hinzukommt.
Im richtigen Augenblick schien meine Zapperei ewig Highlites einzufangen.
Bei „Beckmann“ schlug die Quotentante von der „Schülerzeitung“ allen Ernstes einen Ringtausch vor – Rüttgers ab ins Arbeitsministerium und Frau v. d. L. auf den Präsidententhron.
Au weia!
Oder Frau Leutselig-Schmarrenberger, kam prompt als Einwurf.
Mir fällt gerade ein, fast hätte ich den größten Hit vergessen.
Da haben sie doch vor nicht allzu langer Zeit diesen CSU-Wolpertinger recht weit nach Brüssel abgeschoben und nun droht jemand mit dessen Rückführung…
Es fielen noch mehrere Namen, Sarah Wagenknecht und Monika Hohlmeier waren nicht darunter.
Was mir hängen blieb, fast alle erinnerten mich an jene berühmte Figur aus dem Gänsekiel von Miguel de Cervantes Saavedra.
Ist doch richtig deprimierend.
Deshalb schwebt mir gerade eine sehr lustige Doppelspitze vor.
Da könnte man sogar zwei Brummern mit einem Schlag die Lebenslichter löschen. Gleichzeitig auch Minderheiten berücksichtigen, sogar in mehrfacher Hinsicht, nebst der geschlechtsspezifischen Quote.
Hier mein Vorschlag: Helga von Sinnenlos und diese Ballonqualle von RTL…
Nun aber mal den Ernst beiseite!
– Hat überhaupt jemand registriert, welch grenzenlose Sauerei die israelische Kriegsmarine gestern verzapfte.

Sir Dennis Hopper & “Dirty Harry”- Eastwood

Der eine ging mit 74, der andere freut sich bester Gesundheit zur Vollendung seines 80-sten Lebensjahres.
Dennis Hopper, der große „Easy Rider“, konnte schon länger nicht mehr einkaufen fahren und kämpfte statt dessen seit Monaten um sein Leben. Am vergangenen Freitag unterlag er Bruder Hein in diesem aussichtslosen Fight.
Schnippsel seines Road Movie aus dem Jahr 1969,  waren in der ARD-Ratesendung „Kennen Sie Kino?“ immer der absolute Renner.
Viele Filme die Hellmut Lange in seiner Sendung vorstellte, entpuppten sich später als einzige Flops, als ich sie mir dann im Westen einzog.
„Easy Rider“ enttäuschte mich nicht, er entwickelte sich im Laufe der Jahre zur Nummer 2, der meist gesehenen Filme von mir. Nur die „The Rocky Horror Picture Show“ topte alle.

Was soll ich zu “Dirty Harry”- Eastwood weiter ablassen?
Diesen Knaben kann man mit einem guten Whiskey vergleichen, der sehr lange reifen durfte. Je älter, desto besser…
Letztens zog ich mir sein „Gran Torino“ ein, sollte man sich anschauen.
Für politisch korrekte Gutmenschen ist dieser Streifen eine Kotzpille…
An solchen Blindfischen geht das wahre Leben sowieso vorbei
Hier einige Zeilen aus der „Kronen- Zeitung(Ein recht merkwürdiges Blatt, allerdings möchte ich den folgenden Sätzen zustimmen), vom 6. März 2009:
„Gran Torino ist eine stille, wehmütige, aber auch komplexe Ballade, die Regisseur Clint Eastwood mit seiner archetypischen Figur adelt, indem er fast beiläufig-melancholisch Bezug auf seine erbarmungslosen Dirty-Harry-Filme nimmt. Um Rassismus geht es und um die verheerenden Auswirkungen blinder Gewalt, deren Saat bereits im Vorgarten aufgeht. Einmal mehr zeigt der große weise Mann, dass er bereit ist, mit jedem Film dazuzulernen. Eine wunderbar persönliche Arbeit von höchster Dringlichkeit.“