Archiv für den Monat: April 2012

Walpurgisnacht

Früher trafen sich in der letzten Aprilnacht immer alle Hexen der Umgebung auf dem Hexentanzplatz, hoch droben bei Thale und trieben es hemmungslos bis in die Morgenstunden mit dem Gottseibeiuns. Nach dieser ausschweifenden Swingerfête gings auf dem Besen (möglicherweise ein Vibrator mit Ionenantrieb?) weiter auf den Blocksberg. Eigentlich ist gar nicht überliefert, was sie dort weiterhin trieben…
Heutzutage ist alles zu einem Konsumfest verkommen mit Fressen, Saufen und den ganzen Spielereien womit man den angereisten Deppen die Knete aus den Taschen zieht, angeblich sind es mittlerweile viel zehntausend Leute…
Nach der Beseitigung der Stacheldrahtnarbe ist dort gesamtdeutscher Hedonismus angesagt…

8ung! Jene angeführte Seite ist nichts für angepasstes Kroppzeug,

politisch korrekte Linxwixer, zartbesaitete Moralisten, weltfremden und verklemmten Blablas deren chronisch erigierte Zeigefinger bereits unter Durchblutungsstörungen leiden!
Zum folgenden Geschreibsel inspirierte mich der Link unter dem Bildchen und nicht die attraktive Tittenmaus.
In der Hoffnung auf einen neuen französischen Präsidenten, nämlich Monsieur François Hollande, übernehme ich auch den fremdländisch klingenden Satz von „Duo Lavalampe“:  Au lieu de la vidéo, musique ou des textes ennuyeux il-y-a aujourd’hui préfèrent un lien hypertexte sur un blog très interessant, avec des photos de toutes sortes de sujets. Leider habe ich mich nicht ganz an die Aussage des Satzes gehalten, deshalb wird sich kurz gefasst… Weiterlesen

Krebsdrama «Halt auf freier Strecke» gewinnt Lola

Gestern Nacht steckte mir im Wirtshaus der Tonknecht von Andreas Dresen noch ganz kurz, was sie alles abgeräumt hatten…
(In jenem Outfit kam der Scheff gestern nicht von seiner Fete.)
Dieser Dresen-Film ist bisher der einzige, den ich noch nicht sah, wird bestimmt auch nicht geschehen. Scheint wohl mehreren Kinogängern so zugehen, eigentlich genügt es, wenn man ewig registriert unter welchen Umständen die Leute in der Umgebung ihren Löffel abgeben. Freunde und gute Bekannte darunter, von denen man es noch nicht mal ahnte, dass sie sich schon länger auf dem Trip in die ewigen Jagdgründe befanden…
Welche Nase hat denn im STERN u.a. diesen Satz verbockt?
…So gelang Dresen ein sehr authentischer Film, der nichts beschönigt und gerade deshalb Mut macht…
Wie muss man denn einen Film mit eben der Problematik betrachten, um ihn authentisch zu empfinden und auf was soll er denn Mut machen?
Wenn jemand auf seinem langen Weg in Richtung Urne von Kindesbeinen an, ewig seine Angst vorm Leben kultiviert hat, wird er doch kurz vor Toresschluss niemals versuchen, plötzlich noch einen anderen Weg zugehen…
Mutig finde ich lediglich, dass A.D. versucht sich dem Thema zu nähern und alles in 110 Minuten – sofort ist es ein erschütterndes Krebsdrama (focus), für andere ein schmerzliches, am Ende dennoch tröstliches Werk…
Hier folgt ein Link zur Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG, dort findet man auch Pressestimmen, manche recht merkwürdig…
Und noch etwas: Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern Weiterlesen

Kein „Nationalheld“ ohne Furcht und Tadel

Endlich klappte es.
Beginne für Ungläubige und nicht so Bibelfeste Zeitgenossen mit Matthäus – Kapitel 7 – Vers 7, wo da steht: …suchet, so werdet ihr finden…
Siehe da, welch göttliche Fügung!
Man fand ein neues Amt für Margot Käßmann und sie wurde EKD-Beauftragte für das Reformationsjubiläum 2017.
Na bitte schön, das ist doch was – Gratulation!
„Honi soit qui mal y pense“, wenn Madame über Dr. Martin Luther mal einwarf: „Er war kein Mann ohne Makel.“
Ihr traue ich sogar zu, dass sie sich dabei mit Augenzwinkern einbezog.
Als Frau natürlich!
Richtig! Schließlich war der berühmteste Wendehals aus dem Mansfeldischen absolut kein Kind der Traurigkeit.
Würde mich sogar darin versteigern, seine Frömmigkeit und parallel dazu die ausgeprägte Neigung zum Hedonismus unterlagen ewig einem labilen Gleichgewicht.
Der kleine, dicke Eislebener war allen Freuden des Lebens sehr zugetan, soff gern und ausgiebig, schaute dabei dem Volke aufs Maul, den dicken Mädels ins Dekolletee und klopfte nebenher ewig Sprüche, manche wurde legendär.
Hier eine winzige Auswahl:
– Wer im zwanzigsten Jahr nicht schön,
im dreißigsten nicht stark,
im vierzigsten nicht klug,
im fünfzigsten nicht reich ist,
der darf danach nicht hoffen.

(Bei meinem Großvater klang diese Weisheit etwas anders.
Bis zum zwanzigsten Jahr musst du wissen was du willst,
bis zum dreißigsten dich etabliert haben.
Im vierzigsten alles überschauen können,
damit du dich ab dem fünfzigsten
auf den Lebensabend vorbereiten kannst…
)

Diese  könnten von seinem Zeitgenossen Machiavelli stammen:
Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.
Für Heuchelei gibt’s Geld genug. Wahrheit geht betteln.
Wer die Erkenntnis der Sache nicht hat, dem wird die Erkenntnis der Worte nichts helfen.
– W
er treu arbeitet, betet doppelt. Wer untreu arbeitet, flucht doppelt.

Hier etwas aus jener Zeit, als Luther noch an der Seite seines Landsmannes und Kollegen Thomas Müntzer stand:
– Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andem Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohllebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.

Diese Eingebungen wurden mit Sicherheit nach den Bauernkriegen verfasst, als auch Ullrich von Hutten den reformierten Wendehals lange abgeschrieben hatte:
– Wes Brot ich eß. des Lied ich sing.
– So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist!

Ein witziger Geistesblitz, als dauerhafte Rechtfertigung für jegliche entgegengesetzte Meinungsäußerungen:
– Jede Art Berufung ist bedeutsam und nötig, damit das Gewissen gewiss sei.

Bei den folgenden zwei Sprüchen gehen die Meinungen der „Experten“ vollkommen auseinander, denn manche sind der Überzeugengung, dass sie nicht von UNSEREM seligen Herrn Reformator stammen. Weiterlesen

GMX war dabei!

Mir kann wirklich nichts passieren, lagen doch heute ein paar Socken nebst eines Zettels in unserem Briefkasten. Weiß natürlich welche Sabine für das „Frühsommerhilfswerk“ schafft.

Super diese Teile, sie tragen sich wie eine zweite Haut, Farbe gefällt mir auch…
„DANKEEEEEEEEEE!!!“
Diese wollenen Gehwarzenpräser kamen im richtigen Augenblick, hatte ich doch letztens meine wenigen Socken allesamt versaut, weil sie keine 60 Grad in der Waschmaschine mögen…
Vor einigen Jahren lief ich noch bis um die 10 Grad minus in Latschen umher, heute werden meine Hufen bereits bei angekipptem Fenster eisige Mauken und dies bei Frühlingshaften Temperaturen draußen…
Im Zusammenhang mit den tollen Socken fielen mir mehrere dämliche Sprüche ein, die in einem zeitlichen Zusammenhang gesehen werden müssen!
Sogar Oma ließ in jungen Jahren ab: „Wenn dich die bösen Buben locken, dann bleib zuhaus und stopfe Socken!“
Später in der frauenbewegten Jahren hieß es: „Wenn dich die geilen Buben locken, dann bleib zuhaus und lerne zocken!“
…und heute, wenn man nicht mehr ganz so taufrisch durch die Gegend sterzelt?
„Wenn schon lange keine Buben locken, dann bleib zuhaus und stricke Socken!“

Warme Demontage?

Da scheint sich jemand was bei gedacht zuhaben, als er aus ganz bestimmten Gründen den heißen Abriss in Erwägung zog…
Wette um eine Flasche Gehacktes, man wird die Ursachen des riesigen Knäckerchen nicht finden.
Ganz wichtig waren tagsüber jene Durchsagen, dass die voluminöse Rauchwolke weder für Pflanzen, Tiere noch Menschen in irgendeiner Form schädlich war.
Eine Ausnahme machten nur an- und abfliegende Düsenjets.
Sämtliche „Vorsichtsmaßnahmen“ galten bestimmt nicht den Passagieren, die Airlines hatten wahrscheinlich nur Bedenken, wegen eventuell auftretender Lackschäden an ihrem Fluggeräten…
Nach dem Videoschnipsel zu urteilen, störte es anwesende Amselmännchen wirklich nicht…

B-B-U*

(*) Berlin-Brandenburger-Uhrzeiten

In Brandenburg gehen die Uhren bisweilen ganz anders, besser gesagt, gelegentlich ist deshalb viel Phantasie gefragt.
UntitledDie Petzower sind pfiffig, die legen scheinbar keinen Wert auf ablesbare Vergänglichkeit. Auf der anderen Seite sparen sie dadurch auch das Pflegegeld für ein Uhrwerk. Hätten es trotzdem so regeln können wie Nordafrikaner, in Sizilien rotiert wenigstens der Stundenzeiger…
Das Zifferblatt hätten sie sich auch sparen können, außerdem kann doch heute niemand mehr römische Zahlen lesen…
Zu bestimmten Uhrzeiten wurden auch noch auserwählte Glocken geläutet und manchmal sollten sie auch noch Gläubige (Ich meine natürlich Christen!) in die Kirche scheuchen. Deshalb bekommt  das 12-Uhrgeläut ( High-noon) noch eine besondere Bedeutung, nicht nur, weil man früher auf dem Dorfanger mit einer Axt den Tag halbierte…
Diesen ruhestörenden Eingriff, in die mittägliche Beschaulichkeit, verdankt das Abendland Papst Calixtus III., der kam am 29. Juni 1456 auf diese Idee. Aber nicht deshalb, weil er von der unzüchtigen Zeigerstellung ablenken wollte, da sich in dem Augenblick Minuten- und Stundenzeiger  kurzfristig in die Missionarsstellung begeben…
UntitledAm vergangenen Sonntag gelangen mir bei mäßigen Licht gerade noch diese Aufnahmen, von einem recht merkwürdigen Zeiteisen. Es rottet vor dem AOK-Gebäude in der Kanalstraße 8/9 vor sich hin.
Merkwürdig deshalb, oft sieht man riesige Zeitmesser, die nur zweimal am Tag die korrekte Zeit anzeigen, jener Uhrwürfel macht es sogar achtmal in 24 Stunden…
UntitledAm „Hauptbahnhof“ wurde der Zeitanzeiger scheinbar geklaut. Allerdings will die „wobra“ demnächst aus der steinernen Flunder einen Zierfisch kreieren und dann kommt oben wieder ein Chronometer mir Leuchtzifferblatt hin…
Über die Berliner Mengenlehreuhr lasse ich aber nichts ab, dass kann nachgelesen werden!

Möchte noch eine Begebenheit aus meiner kalten Heimat anpinnen, selbige Geschichte hat etwas mit dem Zifferblatt von St. Jacobi zu tun – natürlich in Sangerhausen – sie stammt aus diesem Konvolut und nix ist redigiert. Weiterlesen

Berliner Piratenchef will weiter segeln und entern

Wenn ich mir vorstelle, wie viele Deppen täglich über irgendwelche Probleme des Dritten Reiches gebündelten Stuss ablassen, Leute darunter, die in den Medien als „Experten“ auftauchen und sich dort feiern lassen.
Wer hat denn bitte schön, den Enkeln bzw. Urenkel der tragenden Säulen des 1000 Jährigen Reiches, irgendein Grundwissen über diese Zeit vermittelt? Im Westen etwa jene Softies, die im Rahmen der 68er Hudeleien, irgendwann in den Schuldienst gespült wurden? Oder im Osten, jene staatstragenden Geschichtsklitterer, die fast ausnahmslos Wert darauf legten, dass alles vom „Klassenstandpunkt“ aus betrachtet werden musste.
An beiden Ufern der Elbe wurde letztendlich nur verdrängt, ignoriert, beschönigt und relativiert, aber eine beständige Auseinandersetzung, mit dem von außen zerschlagenen System, fand – wenn überhaupt – nur peripher statt.
Bei dieser Hypothese werden wieder einige gesamtdeutsch aufjaulen: „Das stimmt doch nicht!“
Leute! Bildung und Allgemeinwissensvermittlung beginnt im Elternhaus, jener Mangel lässt sich  späterhin auch in staatlichen oder privaten „Bildungseinrichtung“ nicht mehr beseitigen. Und deshalb ist der davon Betroffene, ohne diese speziellen Programme aus Kindheitstagen, später nicht in der Lage auf seiner Festplatte ganz bestimmte, brauchbare Verknüpfungen herzustellen. Nach landläufiger Meinung der Plebse, sollen all jene pädagogischen Defizite von den Pädagochen beseitigt werden –  das wird von ihnen vehement verlangt, dabei sind die doch von der gleichen Problematik betroffen.
Auf die Schnelle wäre auch ein Klon aus Don Quichotte und Sisyphos vollkommen überfordert, deshalb kann sich die Leererschaft nur auf die Vermittlung von Lexikonwissen beschränken. Wovon sie teilweise mit sadistischer Freude Gebrauch macht.
Was macht nun der jugendliche Delinquent zwischen den Mühlsteinen von Elternhaus und Schule? Er beginnt sich bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen und sammelt in dieser Misere auch noch krampfhaft Punkte für sein weiteres Fortkommen. Die meisten der dabei angelegten Dateien, die sowieso nur als zeitliche Belastung empfunden werden, landen schließlich in dem Ordner „UnterFernerLiefen“, auf irgendeiner Partition der Festplatte – manchmal…
Wenn es nun jemandem, auf das entsprechende Stichwort hin plötzlich danach ist, an irgendeinem Ort seinen Senf abzulassen, springt solch ein Unglücksrabe prompt in einen Fettkübel.
Nur weil ihm spontan aufkam, da war doch noch was!
Plötzlich ist besagter Ordner im Bermudadreieck seiner Gehirnwindung präsent und freudig erregt wird los geplappert, ohne sich den eventuellen Folgen seiner spontanen Worte bewusst zu werden.
Unbedarft, wie so ein junger Mensch von unbekümmerter Wesensart nun mal daher kommt, sind ihm natürlich die Reaktionen auf dem spiegelglatten Parkett der Politik noch nicht geläufig, deshalb glitscht er aus und fällt auf die Fresse. Entscheidend nach solch einer Erdung ist doch nur, ob man bereit ist, schon beim Aufstehen der respektlos aufheulenden Meute die Stirn zu bieten. Dabei sollte  auch auf des helfende, feuchte Händchen von Benedikt Lux, parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, verzichtet werden…
Natürlich plärren in solchen Momenten sofort die vorn stehenden, ewigen Hinterbänkler aller Couleur unisono los.
Meistens kommen sie innerlich nicht viel reifer als die Gescholtene daher.
Solche Gelegenheit bieten immer willkommene Anlässe zum Kaschieren der eigenen Unzulänglichkeiten. Optimal ist dafür immer eine unüberlegte Steilvorlage aus den dunkelsten Untiefen unserer jüngsten Geschichte.
Dann bietet es sich in trauter Einigkeit an, aus dem bunten Rudel heraus, den anderen platt zumachen
Was sind nun die Verfehlungen der beiden, demokraturischen Seeräuber? Weiterlesen

Kumpelnest 3000 – 25 Jahre Exzess

Richtig abgefahrene Pinten gab es zu Mauerzeiten nur in NK und +berg (wobei das „noble“ 61er-Kberg mit einbezogen wurde) sowie ein paar hundert Meter weiter westlich. Tatsächlich lagen fast alle dieser Restaurationen, mit ihren No-Go-Areas für touristische Eintagsfliegen, im amerikanischen Sektor.
Wie ist das mit den Ausnahmen?
Erinnere hier nur an die „Ruine“ am Winterfeldplatz, dieses stinkende Loch toppte alle Kneipen aus dem SO36. Wer auf etwas mehr Bürgerlichkeit stand, der ging vis-a-vis in den „Dschungel“…
Insider fanden ähnlich gelagerte Etablissements auch in den angrenzenden britischen und französischen Sektoren, in Tiergarten, Moabit und Wedding. Je „bürgerlicher“ man diese Kieze empfand, andere drückten es mit „spießiger“ aus, desto „gehobener“ wurde auch das Niveau der dortigen Kneipen. Für mich, als ewiger Jesuslatschenträger“ bedeutete es, dass man zumindest als Typ relativ gefahrlos auf den total versifften Scheißhäusern pissen gehen konnte.
Es war in der Regel davon auszugehen, je roter die Politreklame an den Wänden leuchtete, desto mistiger präsentierten sich jene ganz wichtigen Etablissements. Zumal beim Saufen ewig neuer Platz im Korpus geschaffen werden muss. Da kann es auch nicht schaden, wenn die Befriedigung jenes ureigensten Bedürfnisses, sei es nur den Druck der Blase etwas zu mindern, in einer annehmbaren Umgebung von vonstatten gehen kann… Weiterlesen